Asyl-Debatte
Umfrage vor Bundestagswahl: Uneinheitliche Resonanz auf Unions-Antrag mit AfD-Voten
- VonMax Nebelschließen
Die Bundestagswahl steht unmittelbar bevor. Eine jüngste Umfrage zeigt: Die Union behauptet sich als mächtigste Kraft, büßt jedoch etwas an Zustimmung ein.
Berlin – Nach der tödlichen Messerattacke in Aschaffenburg und vor der Bundestagswahl 2025 steht die Debatte über eine Verschärfung der Asylpolitik im Mittelpunkt. Am 29. Januar brachte die Union einen Antrag für schärfere Maßnahmen in den Bundestag ein und erhielt die Mehrheit nur mit Stimmen der AfD, was unter den Befragten einer aktuellen Umfrage auf gemischte Reaktionen stößt.
Laut der Umfrage finden 47 Prozent der Befragten den von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz unternommenen Schritt gut, vor allem Anhänger der von CDU und CSU (66 Prozent), FDP (76 Prozent), AfD (93 Prozent) und BSW (60 Prozent). Etwa 48 Prozent lehnen die Maßnahme jedoch ab. Wenig Veränderungen ergaben sich beim neuesten Politbarometer in Sachen Mehrheitsverhältnisse für den neuen Bundestag. Die Union verliert im Vergleich zum vorausgegangenen Politbarometer einen Prozentpunkt (29 Prozent), die AfD verharrt bei 21 Prozent.
Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler




Umfrage zur Bundestagswahl: Keine Veränderungen bei SPD und Grünen
Keine Veränderungen haben auch die Sozialdemokraten bei gleichbleibenden 15 Prozent zu verzeichnen, ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Grünen, die bei 14 Prozent verharren.
Als einzige Partei konnte das BSW, das zuvor drei Prozent vorzuweisen hatte, leicht zulegen. Dieses liegt gemäß dem neuen Politbarometer bei vier Prozent, damit aber immer noch unter der magischen Fünf-Prozent-Hürde. Ebenfalls bei weiterhin vier Prozent stünde die FDP.
Die aktuellen Daten der Umfrage im Überblick:
| Partei | Umfrage-Ergebnis in % |
| CDU/CSU | 29 (-1) |
| AfD | 21 (=) |
| SPD | 15 (=) |
| Grüne | 14 (=) |
| BSW | 4 (+1) |
| FDP | 4 (=) |
| Linke | 5 (=) |
| Sonstige | 8 (=) |
Institut: Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen (für das Politbarometer). Erhebungszeitraum: 27. bis 29 Januar 2025. Fallzahl: 1.428 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: Bei einem Anteilswert von 40% rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10% rund +/-zwei Prozentpunkte.
Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Prognosen
Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten (Fehlertoleranz).
Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Bundestagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum bei 1,03 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (cs)
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