Nach Eklat um AfD-Abstimmung
Umfrage zur Bundestagswahl 2025: CDU und Merz verlieren deutlich
VonPatrick Mayerschließen
Nachdem CDU und CSU mit der AfD abgestimmt haben, fällt eine Umfrage für die Union und Friedrich Merz zur Bundestagswahl 2025 schlecht aus.
Berlin – Es hagelte heftige Kritik für Friedrich Merz (CDU), nachdem der Unionskanzlerkandidat und seine Fraktion im Parlament gemeinsam mit der AfD am 29. Januar seine Migrationsanträge zu einer Verschärfung der Asylpolitik in Deutschland durchgebracht hatten.
Hunderttausende Menschen gingen daraufhin in vielen deutschen Städten auf die Straßen, um gegen rechts und gegen die CDU zu demonstrieren. Auch Ex-Bundeskanzlerin und CDU-Parteikollegin Angela Merkel mischte sich unerwartet ein.
Umfrage zur Bundestagswahl 2025: Friedrich Merz und CDU sacken ab
Auch die Umfragen zu den Neuwahlen am 23. Februar zeigen, dass die Union aus CDU sowie bayerischer CSU bisher nicht vom Merz-Vorstoß profitiert hat. Das wird auch im aktuellen RTL/ntv-„Trendbarometer“ zur Bundestagswahl 2025 deutlich. Dort setzte es sogar eine echte Schlappe.
Erhoben wurde die neue Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa zwischen dem 28. Januar und dem 3. Februar. Also genau in jener Zeitspanne, in der die Wogen höherschlugen.
Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler




Umfrage zur Bundestagswahl 2025: Grüne deutlich verbessert, Comeback der Linken
In Zahlen: Laut der Forsa-Umfrage kommen CDU/CSU nur noch auf 28 Prozent der möglichen Stimmen. Das bedeutet ein Minus von zwei Prozentpunkten. Das ist der niedrigste Wert der Union seit Oktober 2023. Schon im Vorfeld der durch Merz angekündigten Abstimmung im Deutschen Bundestag zur Asylpolitik waren die Umfragewerte der Union bereits von 31 auf 30 Prozent gesunken.
Brisant: Der Anspruch des 69-jährigen Sauerländers ist es eigentlich, die Bundestagswahl mit deutlich über 30 Prozent zu gewinnen. Merz‘ möglicher Befreiungsschlag auf dem CDU-Parteitag in Berlin am Montag (3. Februar) floss nicht mehr in die Befragung mit ein.
Umfrage zur Bundestagswahl 2025: BSW und die FDP würden Einzug ins Parlament verpassen
Die Grünen verbesserten sich um einen weiteren Prozentpunkt von 14 auf 15 Prozent der möglichen Stimmen und liegen damit sehr über den Umfragewerten aus dem November 2024, als sie in der Wählergunst zwischenzeitlich auf bis zu 10 Prozent abgestürzt waren. Laut Forsa-Umfrage würde ferner die zwischenzeitlich regelrecht abgetauchte Linke die Fünf-Prozent-Hürde meistern und mit 5 Prozent in den Bundestag einziehen – im Gegensatz zum Gegenentwurf BSW (4 Prozent).
Ebenso wie die Partei von Sahra Wagenknecht würde die neoliberale FDP den Einzug ins Parlament mit aktuell 4 Prozent der Stimmen verpassen. Zumindest, wenn es nach dieser Umfrage zur Bundestagswahl geht. Die SPD von Bundeskanzler Olaf Scholz liegt demnach aktuell bei 16 Prozent. Am Sonntag (9. Februar) steigt in ARD und ZDF nun das erste TV-Duell zur Bundestagswahl 2025 zwischen Herausforderer Merz und Amtsinhaber Scholz.
| Partei | Umfrage-Ergebnis in % |
| CDU/CSU | 28 |
| AfD | 20 |
| SPD | 16 |
| Grüne | 15 |
| Die Linke | 5 |
| FDP | 4 |
| BSW | 4 |
| Sonstige | 8 |
Institut: Forsa. Erhebungszeitraum: 28. Januar bis 3. Februar: 2503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Prognosen
Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten (Fehlertoleranz).
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Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Bundestagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum bei 1,03 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (pm)
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