Kolumne von Meteorologe Dominik Jung
Pfingsten 2025: Modelle uneinig – dreht das Wetter komplett?
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40 Grad im Anlauf, dann das Modellbeben: Kommt jetzt doch die Abkühlung? Die Wetteraussichten zum langen Pfingstwochenende im Check. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Die Vorzeichen für Pfingsten 2025 haben sich in den vergangenen Tagen mehrfach verschoben – zwischen Gluthitze und Dauerregen war in den Wetterkarten fast alles dabei. Besonders das europäische ECMWF-Modell sorgte mit extremen Berechnungen für Aufsehen: Höchstwerte nahe der 40-Grad-Marke standen tagelang im Raum. Doch das GFS-Modell aus den USA zeigte sich durchweg skeptischer – es setzte auf gemäßigte Temperaturen und ein eher wechselhaftes Wettergeschehen.
Noch ist nicht abschließend geklärt, welches Modell das Rennen macht, aber aktuell scheint sich das kühlere Szenario durchzusetzen. „Die Karten werden gerade neu gemischt – es sieht nicht nach einem Hitze-Pfingsten aus“, sagt Kathy Schrey von wetter.net. Die neuesten Berechnungen lassen ein unbeständiges, teils gewittriges Feiertagswetter erwarten – typisch Frühsommer, aber ohne Extreme.
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Wetter in Deutschland: Pfingsten 2025 beginnt wolkig und regnerisch – nur im Süden ist es freundlicher
Am Freitag (6. Juni) beginnt das lange Pfingstwochenende mit vielen Wolken und ersten Regenfällen. Besonders im Norden breiten sich Niederschläge im Tagesverlauf ostwärts aus. Von Nordwesten folgen nachmittags einzelne Schauer. Im Süden zeigt sich das Wetter freundlicher, mit teils aufgelockerter Bewölkung und nur vereinzelten Schauern – meist vom Bergland ausgehend. Die Temperaturen erreichen 16 bis 24 Grad, im Südosten sind stellenweise bis 26 Grad möglich.
Der Wind weht im Süden schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen, weiter nördlich teils böig aus Südwest bis West, besonders an der Küste und im Bergland auch mit stürmischen Böen. In der Nacht zum Samstag ziehen kräftige Gewitter auf, lokal mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Tiefstwerte zwischen 12 und 8 Grad.
Unwettergefahr bleibt auch an Pfingsten bestehen – es wird wechselhaft und eher kühl
Am Pfingstsamstag (7. Juni) setzen sich aus der Nacht heraus Schauer und Gewitter fort, stellenweise kräftig mit Unwettergefahr. Im Laufe des Tages verlagern sich diese in den Nordosten, während im Westen neue, aber weniger intensive Schauer folgen. Die Tageshöchstwerte bewegen sich meist zwischen 16 und 23 Grad.
Der Pfingstsonntag (8. Juni) zeigt sich etwas beruhigter, auch wenn besonders an der Küste noch Schauer auftreten können. In der Landesmitte und im Süden sind vorübergehend sonnige Abschnitte möglich, ehe erneut Wolken und Regen aufziehen. Die Nächte bleiben mit 12 bis 6 Grad eher frisch. Auch am Pfingstmontag (9. Juni) und dem darauffolgenden Dienstag (10. Juni) setzt sich das durchwachsene Wetter fort – bei weiterhin mäßigen Temperaturen um 17 bis 22 Grad. Ein stabiles Sommerhoch ist derzeit nicht in Sicht.
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