Vorzeitige Stimmabgabe
US-Wahl beginnt: Stimmenabgabe in Swing State angelaufen – erster Tag bricht alle Rekorde
VonJekaterina Jaluninaschließen
Die US-Wahl startet mit der vorzeitigen Stimmenabgabe in Georgia. Erste Rekorde wurden bereits gebrochen. Umfragen sehen ein knappes Rennen zwischen Harris und Trump.
Atlanta – Noch nie haben in dem umkämpften US-Bundesstaat Georgia am ersten Tag einer vorzeitigen Stimmabgabe für die US-Wahl den Behörden zufolge so viele Menschen gewählt wie dieses Mal. Mehr als 300.000 Stimmen seien am Dienstag (15. Oktober) in dem Swing State abgegeben worden, teilte der für die Wahl zuständige Gabriel Sterling auf der Plattform X mit.
Seinen Angaben zufolge lag der letzte Rekord für einen ersten Wahltag bei 136.000 Stimmen im Jahr 2020. Sterling sprach von einer „spektakulären Beteiligung“ bei der US-Wahl, für die es an Adjektiven fehle. Seit Monaten ist klar: Das Rennen zwischen Kamala Harris und Donald Trump um die US-Präsidentschaft bei der diesjährigen US-Wahl wird am Ende sehr knapp werden. Beide Kontrahenten liefern sich seit Wochen einen heftigen Schlagabtausch, um die Wählerstimmen für sich zu gewinnen.
US-Wahl beginnt: Donald Trump gegen Kamala Harris – Vorzeitige Stimmenabgabe in Georgia
Die Präsidentenwahl in den USA findet am 5. November statt. Umfragen zufolge dürfte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Demokratin Kamala Harris und dem Republikaner Donald Trump kommen. Die vorzeitige Stimmabgabe hat bereits in mehreren Bundesstaaten begonnen. Mit Spannung blicken die Wähler dabei auf die besonders umkämpften Swing States, in denen sich die Wahl entscheiden dürfte.
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Derweil wurde bekannt, dass in Georgia ein Bezirksrichter am Dienstag eine neue Regelung, die eine manuelle Auszählung der Wahlzettel im ganzen Staat vorschreibt, blockierte. Eine so umfassende Änderung für die Wahlen im November sei „zu viel und zu spät“, sagte er. Darüber berichtete unter anderem die New York Times. Die Regelung zur US-Wahl, die vergangenen Monat vom staatlichen Wahlausschuss verabschiedet wurde, hätte Wahlhelfer in ganz Georgia verpflichtet, versiegelte Behälter mit Stimmzetteln zu öffnen und diese von Hand zu zählen. Hintergrund war, dass sichergestellt werden sollte, dass die Gesamtzahl der Stimmzettel mit der Gesamtzahl der von den Zählmaschinen gezählten übereinstimmt.
US-Wahl: Trumps Versuch 2020 in Georgia das Wahlergebnis zu beeinflussen, führte zur Anklage
Georgia gehörte zu den Bundesstaaten, die für den Wahlausgang 2020 eine Schlüsselrolle spielten. Der Demokrat Joe Biden gewann in dem Bundesstaat damals mit etwa 12.000 Stimmen Vorsprung. Trump bemühte sich, seine Wahlniederlage dort – wie auch in anderen Bundesstaaten – nachträglich noch ändern zu lassen.
Unter anderem rief er damals den obersten Wahlaufseher Georgias, seinen republikanischen Parteikollegen Brad Raffensperger dazu auf, genügend Stimmen für ihn „zu finden“, um das Ergebnis „nachzuberechnen“ und zu seinen Gunsten zu drehen. Trump ist wegen seiner Versuche angeklagt, den Ausgang der Präsidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat zu beeinflussen. (dpa)
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