Putins Armee im Ukraine-Krieg

Verluste für Russland bleiben hoch: Aktuelle Zahlen zu den Opfern im Ukraine-Krieg

  • VonJan-Frederik Wendt
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  • Christian Stör
    Christian Stör
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Fast drei Jahre Ukraine-Krieg haben Spuren hinterlassen. Die Verluste sind enorm. Kiew meldet jeden Tag neue Zahlen zu Soldaten und Ausrüstung.

Moskau – Russlands Verluste im Ukraine-Krieg sind weiter extrem hoch. Dabei spielen jetzt offenbar auch die Kämpfe rund um die ostukrainische Stadt Pokrowsk eine große Rolle. Laut Angaben aus Kiew hat die Armee von Kreml-Machthaber Wladimir Putin allein am 12. Januar insgesamt 376 Soldaten verloren, unter ihnen 184 Tote. Die Zahlen konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Auch die Truppen aus Nordkorea haben nach ukrainischer Darstellung bisher hohe Verluste im Ukraine-Krieg erlitten. Südkoreas Nachrichtendienst NIS zufolge sollen bisher rund 300 Soldaten gestorben sein. Weitere 2700 Soldaten aus Nordkorea seien zudem verwundet worden, sagte der Abgeordnete Lee Seong Kweun laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap. Demnach führt der Nachrichtendienst die hohen Verluste auf das „mangelnde Verständnis der modernen Kriegsführung“ zurück.

Machthaber Kim Jong-un hat Russland rund 12.000 Soldaten zur Verfügung gestellt. Diese kämpfen nun mit russischen Uniformen und Waffen in der Region Kursk. Dort sind nach einem Gegenangriff ukrainischer Einheiten derzeit neue schwere Kämpfe im Gange.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Verluste von Russland im Ukraine-Krieg in Zahlen

Die Zahlen zu den Verlusten im Ukraine-Krieg sind ein militärisches Geheimnis. Die Politik in Russland gibt keine Daten preis. Dafür veröffentlicht der ukrainische Generalstab jeden Tag neue Zahlen zu Russlands Verlusten.

Demnach sollen allein in den vergangenen 24 Stunden etwa 1580 russische Soldaten bei Kampfhandlungen getötet oder schwer verletzt worden sein. Die Gesamtzahl der Opfer steigt demnach auf knapp 818.740 tote und verwundete Soldaten. Auch diese Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

DatumVerluste am TagVerluste insgesamt
19. Januar (So)1580818.740
18. Januar (Sa)1340817.160
17. Januar (Fr)1670815.820
16. Januar (Do)1480814.150
15. Januar (Mi)1480812.570
14. Januar (Di)1330811.090
13. Januar (Mo)1510809.760
12. Januar (So)1750808.250
Russland erleidet im Ukraine-Krieg enorm hohe Verluste. (Archivbild)

Russland muss auch bei der Ausrüstung schwere Verluste im Ukraine-Krieg hinnehmen

Neben den Verlusten unter den Soldaten werden auch zerstörte Panzer, Drohnen und andere Waffensysteme dokumentiert. Die Zahlen in der folgenden Liste werden ebenfalls von der ukrainischen Militärführung mitgeteilt (Stand 19. Januar). Diese Zahlen können ebenfalls nicht überprüft werden.

  • Panzer: 9811 (+8 zum Vortag)
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 20.412 (+18)
  • Artilleriesysteme: 22.055 (+15)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1262
  • Luftabwehrsysteme: 1046
  • Flugzeuge: 369
  • Hubschrauber: 331
  • Drohnen: 22.615 (+36)
  • Marschflugkörper: 3051 (+2)
  • Kriegsschiffe und Boote: 28
  • U-Boote: 1
  • Fahrzeuge und Tanklaster: 34.401 (+76)
  • Spezialausrüstung: 3700 (+1)

Krieg in der Ukraine

Über alle Entwicklungen aus dem Ukraine-Krieg und die Lage an der Front informieren wir aktuell in unserem News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen von Tag zu Tag

Opferzahlen lassen in Konflikten wie dem Ukraine-Krieg in der Regel nicht unabhängig verifizieren. Dennoch sind verlässliche Daten zu Russlands Verlusten vorhanden. So haben der russischsprachige Dienst der britischen Rundfunkanstalt BBC und das unabhängige russische Nachrichtenportal Mediazona gemeinsam ermittelt, dass im Ukraine-Krieg bisher mehr als 88.726 russische Soldaten gefallen sind. (cs/dpa)

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