Gespräche in der Türkei

Ukraine-Verhandlungen in Istanbul: Russland knüpft Waffenruhe an Bedingungen

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    VonFranziska Schwarz
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In Istanbul verhandeln Kiew und Moskau aktuell erneut. An der Front bleiben die Gefechte im Ukraine-Krieg unvermindert brutal. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg ist beendet. Alle weiteren Informationen und Entwicklungen finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update, 14.45 Uhr: Die Ukraine-Verhandlungen in Istanbul laufen zur Stunde. Beide Seiten haben in separaten Erklärungen ihre Forderungen formuliert – die Positionen liegen bisher allerdings weit auseinander, wie die dpa berichtet. Die Ukraine fordert auf der Grundlage eines US-Vorschlags eine international überwachte bedingungslose 30-tägige Waffenruhe als Einstieg in Friedensverhandlungen. Russland knüpft eine Waffenruhe an Bedingungen. So soll die Ukraine auf westliche Waffenlieferungen verzichten und die Mobilmachung einstellen. Moskau will so verhindern, dass Kiew eine Feuerpause zum Kräftesammeln im Ukraine-Krieg nutzt. 

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg in der Türkei starten mit Verspätung

Update, 14.00 Uhr: Laut Tass haben die Ukraine-Verhandlungen in Istanbul jetzt begonnen. Die Gespräche zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs starteten mit eineinhalb Stunden Verspätung, berichtet die russische Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Ukraine-Verhandlungen in Istanbul: Szene der Gespräche zwischen den Delegationen im Çırağan-Palast

Selenskyj vor Ukraine-Verhandlungen: Kiew bereit zu „nötigen Schritten“ für Frieden

Update, 13.32 Uhr: Am Tag der Ukraine-Verhandlungen in Istanbul hat Wolodymyr Selenskyj die Verhandlungsbereitschaft seines Landes unterstrichen. „Wir sind bereit, die nötigen Schritte für den Frieden zu unternehmen“, erklärte Selenskyj während eines Besuchs in Litauen. Als „Ausgangspunkt“ für eine Einigung nannte er eine Waffenruhe sowie „humanitäre Maßnahmen“, die Befreiung von Kriegsgefangenen und die Rückkehr der von Russland entführten, ukrainischen Kinder. Für den Fall, dass die Ukraine-Verhandlungen in der Türkei „nichts“ brächten, forderte Selenskyj weitere Sanktionen gegen Russland.

Russland-Delegation will nach Ukraine-Verhandlungen in Istanbul vor die Presse treten

Update, 12.39 Uhr: Die russische Delegation wird nach der Verhandlungsrunde in Istanbul eine Presseerklärung abgeben, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Ein genauer Zeitpunkt wurde nicht genannt. Beide Seiten verhandeln zur Stunde über den Konflikt in der Ukraine.-

Ukraine-Verhandlungen in der Türkei: Delegationen zu Gesprächen in Istanbul eingetroffen

Update, 12.10 Uhr: Nach Informationen von Sky News ist auch die russische Delegation bereits am Verhandlungsort in Istanbul eingetroffen. Laut dem Fernsehsender sollten die Gespräche „in wenigen Minuten“ beginnen. Russland vertritt der Ex-Kulturminister Wladimir Medinski – der nicht als sehr einflussreich gilt.

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg in der Türkei: Putin hat noch kein Memorandum vorgelegt

Update, 2. Juni, 11.51 Uhr: Bei den Ukraine-Verhandlungen in Istanbul heute wollen beide Seiten vor allem über ihre jeweiligen Memoranden für eine Beendigung des Kriegs sprechen. Die Ukraine hat Russland ihr Dokument bereits vorab übergeben. Laut Selenskyj hat die russische Seite noch kein Memorandum vorgelegt. „Wir haben es nicht, die türkische Seite hat es nicht, und die amerikanische Seite hat das russische Dokument auch nicht“, schrieb er gestern Abend auf der Plattform X. 

Ukraine-Verhandlungen: Gespräche in Istanbul starten heute – Putin beharrt auf Maximalforderungen

Erstmeldung: Istanbul – Am 16. Mai trafen sich Delegationen aus Russland und der Ukraine erstmals seit über drei Jahren zu direkten Gesprächen. Bei diesem Treffen in Istanbul wurden jedoch keine Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe erzielt. Heute kommen die Unterhändler aus Kiew und Moskau erneut zu Friedensverhandlungen zusammen.

Laut Informationen aus Kiew ist die ukrainische Delegation am heutigen Montag (2. Juni) in Istanbul eingetroffen. Ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Unterhändler am Morgen in der Türkei angekommen sind. Die zweite Verhandlungsrunde soll voraussichtlich um 13.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) beginnen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, dass die ukrainische Delegation – wie bereits beim vorherigen Treffen mit der russischen Seite vor etwa zwei Wochen – von Verteidigungsminister Rustem Umerow geleitet wird.

Unter der Führung von Kremlchef Wladimir Putin beharrt Russland bei den Verhandlungen mit der Ukraine auf Maximalforderungen. Diese umfassen neben einem Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und einer weitgehenden Abrüstung des Landes auch die Anerkennung der russischen Annexion ukrainischer Gebiete.

Russland betrachtet die bereits 2014 annektierte Krim sowie die ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson als Teil seines Staatsgebiets. Obwohl Russland diese vier Regionen nicht vollständig kontrolliert, fordert es den Abzug ukrainischer Truppen.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Trump telefoniert mit Putin
Wachsfiguren von Trump und Putin
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
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Mitte Mai kündigte Putin nach einem Besuch in der russischen Grenzregion Kursk, die teilweise von ukrainischen Truppen kontrolliert wird, an, eine Pufferzone „entlang der Grenze“ schaffen zu wollen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete zuletzt von Geländegewinnen in dieser Region und anderen Teilen der Ukraine. Die Ukraine wies diese Pläne zurück und sieht darin einen weiteren Beweis dafür, dass Russland kein Interesse an Frieden hat.

Kurz vor den neuen Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland führten Militärs und Geheimdienste beider Seiten teils spektakuläre Angriffe durch. Der ukrainische Geheimdienst SBU startete nach monatelanger Vorbereitung einen umfassenden Angriff auf mehrere russische Militärflugplätze. Laut SBU habe Russland 34 Prozent seiner strategischen Bomberflotte verloren, die Marschflugkörper abfeuern können. Diese Angaben sind jedoch nicht unabhängig überprüfbar. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Adem Altan/AFP