Nach Ende der US-Hilfe für die Ukraine

„Unter Trumps starker Führung“: Selenskyj bedauert Eklat mit US-Präsident – und schlägt Friedensdeal vor

  • Felix Durach
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Trotz des Eklats im Weißen Haus hat sich Präsident Selenskyj in einem X-Beitrag für eine Waffenruhe unter der Führung von Donald Trump ausgesprochen.

Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit Blick auf eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg bereit erklärt mit Trump zusammenzuarbeiten. Dabei sprach sich Selenskyj für eine Waffenruhe „in der Luft und auf dem Meer“ aus. Darüber hinaus schlug Selenskyj auch einen Gefangenenaustausch.

US-Präsident Donald Trump (Mitte r) trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (Mitte l) im Oval Office des Weißen Hauses.

Selenskyj bedauert Eklat im Weißen Haus – und will „Dinge wieder in Ordnung bringen“

„Die Ukraine ist bereit, so bald wie möglich an den Verhandlungstisch zu kommen, um einen dauerhaften Frieden näherzubringen. Niemand wünscht sich mehr Frieden als die Ukrainer“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. „Mein Team und ich sind bereit, unter Präsident Trumps starker Führung zu arbeiten, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen“, heißt es in dem Beitrag weiter.

Mit Blick auf das Treffen mit US-Präsident Donald Trump und dessen Stellvertreter JD Vance im Weißen Haus am Freitag drückte Selenskyj sein Bedauern über den Verlauf aus. „Es ist bedauerlich, dass es so gekommen ist. Es ist an der Zeit, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen“, schrieb Selenskyj und warb für eine Zusammenarbeit in der Zukunft. Man wisse zu schätzen, wie viel die USA seit dem Beginn des Kriegs gegen Russland für Kiew getan habe, führt der ukrainische Präsident weiter aus.

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Selenskyj bracht auch den Deal über den Abbau seltener Erden in der Ostukraine, den beide Staatschefs bei ihrem Treffen in Washington unterzeichnen wollten, zurück ins Spiel. Die Ukraine sei bereit, das Abkommen „jederzeit und in jedem geeigneten Format zu unterzeichnen“. Kiew betrachte das Abkommen als einen Schritt in Richtung größerer Sicherheit und solider Sicherheitsgarantien, schrieb Selenskyj. „Ich hoffe wirklich, dass es effektiv funktionieren wird.“

Trump hatte am Dienstag angekündigt, die Militärhilfen der USA für die Ukraine mit Blick auf den Ukraine-Krieg auf Eis zu legen. Kritik an den Maßnahmen kommt vor allem aus der EU. (fd mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Mstyslav Cherno/dpa