Lage an der Front
Kaum noch Munition: Ukraine ändert Pläne im Kampf gegen Russland
VonChristian Störschließen
Die ukrainische Armee sieht sich gezwungen, ihre Kriegsstrategie komplett zu überdenken. Der Grund ist alarmierend: Es mangelt an dringend benötigter Munition.
Kiew – Der Ukraine fällt der Kampf gegen Russland zusehends schwerer. Das hat einen einfachen Grund: Den Streitkräften geht an allen Frontlinien im Ukraine-Krieg die Munition aus. Laut dem ukrainischen Brigadegeneral Oleksandr Tarnavskyi sieht sich die Armee deshalb gezwungen, ihre Pläne auf dem Schlachtfeld zu ändern.
In einem von der Nachrichtenagentur Reuters am Montag (18. Dezember) veröffentlichten Interview bezeichnete Tarnavskyi die Situation als „sehr großes Problem“, das durch die Tatsache verschärft werde, dass die ukrainische Armee immer weniger ausländische Hilfe erhalte.
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Mangel an Munition stellt für Kiew im Ukraine-Krieg „ein großes Problem“ dar
„Es gibt ein Problem mit der Munition, vor allem mit postsowjetischen (Granaten) – das sind 122 mm, 152 mm. Und heute gibt es diese Probleme an der gesamten Frontlinie“, sagte Tarnavskyi. „Die Mengen, die wir haben, reichen für unseren heutigen Bedarf nicht aus.“
Deshalb sei die Ukraine gezwungen, neue Wege einzuschlagen. Einzelheiten nannte er aber nicht. Tarnavskyj führte weiter aus, dass die Ukraine „in einigen Bereichen“ ihre geplanten Offensivoperationen umgestellt hätten. Nun käme es auf Verteidigung an. Zugleich würden Reservekräfte für „weitere Großaktionen“ in der Zukunft vorbereitet.
Der Brigadegeneral behauptete auch, dass Russland seine eigenen Probleme mit der Munitionsversorgung habe, obwohl er keine detaillierten Informationen zu diesen angeblichen Engpässen preisgab.
Ukraine geht die Munition aus: Weiteres Hilfspaket für Kiew lässt auf sich warten
Tarnavskyis Äußerungen kommen wenige Tage, nachdem US-Präsident Joe Biden bei einem Besuch seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus kleinlaut zugeben musste, dass er seinem Gast keine Einigung auf Hilfen versprechen könnte. Denn noch immer streiten Demokraten und Republikaner über weitere Ukraine-Hilfen. Biden hatte den US-Kongress im Oktober um neue Hilfen für Kiew gebeten. Die Demokraten unterstützen das 61-Milliarden-Dollar-Paket (55 Milliarden Euro), bei den oppositionellen Republikanern stößt es hingegen auf Ablehnung.
Die Republikaner verlangen von der Biden-Regierung unter anderem weitere Zugeständnisse in der US-Einwanderungspolitik und bei der Sicherung der Grenze zu Mexiko. Die Republikaner können neue Hilfen für die Ukraine mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus und mit ihrer Sperrminorität im Senat blockieren.
Darüber hinaus erlitt die Ukraine letzte Woche einen schweren Schlag, als ein Plan der Europäischen Union (EU) zur Entsendung von Hilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro vom ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán blockiert wurde. Orbán gilt als Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Allerdings erwägt die EU angeblich einen Plan, die Hilfe trotz Orbáns Einwände durchzusetzen, indem ein Fonds eingerichtet wird, der unabhängig vom Unionshaushalt ist und daher nicht die Zustimmung Ungarns erfordert. (cs)
Redakteur Christian Stör hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien
