US-Wahl

Trump kündigt nach US-Wahl Vergeltung wegen Wahlbetrug an

Donald Trump tanzt zu einem Lied, als er am 30. August 2024 eine Kundgebung in der 1st Summit Arena am Cambria County War Memorial in Johnstown, Pennsylvania, verlässt.
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Donald Trump ist fest von seinem Sieg bei der US-Wahl im November überzeugt. Verlieren könne er nur durch Wahlbetrug – meint er.
  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Erneut wirft Donald Trump den Demokraten „zügellosen Betrug“ vor. Er beabsichtigt, im Falle eines Sieges bei der US-Wahl im November rigoros durchzugreifen.

Washington, D.C. – Seine Wortwahl war eindeutig: Donald Trump warf den Demokraten mal wieder „zügellosen Betrug“ und „Gaunerei“ vor. Doch diesmal ging er noch einen Schritt weiter. In einer wahren Tirade drohte er den angeblichen Gangstern mit schweren Konsequenzen, falls er ins Weiße Haus zurückkehren sollte. Dann nämlich sei die Zeit für Vergeltung gekommen.

„Wenn ich gewinne, werden die Leute, die betrogen haben, mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden, was auch langjährige Haftstrafen einschließen wird, damit sich diese Verderbtheit der Justiz nicht wiederholt“, schrieb Trump auf den Online-Plattformen Truth Social und X in Anspielung auf die Wahl vor vier Jahren, bei der er dem heutigen Präsidenten Joe Biden unterlag. Seine Niederlage hat er nie anerkannt. Auch vor der US-Wahl im November hat Trump bereits wieder Wahlbetrug gewittert.

Trump droht mit Vergeltung nach der US-Wahl

Die Demokraten hätten bei der Wahl vor vier Jahren „zügellos“ betrogen, behauptete Trump in dem Post auf ein Neues – obwohl verschiedene Gerichte derartige Anschuldigungen geprüft und als substanzlos zurückgewiesen haben. Die damaligen Vorkommnisse seien eine Schande für das Land gewesen, so Trump.

Die US-Wahl im November werde daher unter „strengster professioneller Beobachtung“ stehen. „Wir können nicht zulassen, dass unser Land noch weiter zu einem Drittweltland verkommt, UND DAS WERDEN WIR AUCH NICHT!“ Und weiter: „Diejenigen, die in skrupelloses Verhalten verwickelt sind, werden aufgespürt, gefangen und strafrechtlich verfolgt werden, und zwar in einem Ausmaß, wie es in unserem Land leider noch nie vorgekommen ist.“ 

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Trump sieht überall Wahlbetrug – auch bei der US-Wahl im November

Schon kurz vorher hatte Trump vor einem möglichen „Wahlbetrug“ gewarnt. In einer Rede am Freitag (6. September) behauptete der ehemalige Präsident, die Demokraten könnten im November nur durch Betrug und Manipulation gewinnen. „Achten Sie auf Wahlbetrug. Denn wir gewinnen auch ohne Wahlbetrug“, sagte er. „Wir gewinnen ganz klar.“

Trump will sich im November eine zweite Amtszeit im Weißen Haus sichern und tritt gegen die derzeitige Vizepräsidentin Kamala Harris von den Demokraten an. Die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt mit dem TV-Duell zwischen Trump und Harris am 10. September. Vielleicht wird auch dort der angebliche Wahlbetrug wieder ein Thema sein. (cs/dpa)