Neueste Umfrage der Quinnipiac University

Wende vor US-Wahl: Jetzt liegt Trump im größten Swing State wieder vorne

  • VonMax Nebel
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In den neuesten Umfragen führt Trump in Pennsylvania. Er könnte damit den entscheidenden Vorteil im Rennen um das Weiße Haus gewinnen.

Harrisburg – In den letzten Umfragen des im Rahmen der US-Wahl umkämpften Bundesstaates Pennsylvania hat sich ein bemerkenswerter Trend abgezeichnet: Der frühere Präsident Donald Trump hat seine demokratische Herausforderin Kamala Harris offenbar überholt.

Jetzt liegt Trump im größten Swing State wieder vorne

Laut einer am Mittwoch (30. Oktober) veröffentlichten Umfrage der Quinnipiac University liegt Trump in dem Swing State mit 47 Prozent der Stimmen knapp vor Harris, die auf 46 Prozent kommt. Die Umfrage wurde zwischen dem 24. und 28. Oktober 2024 durchgeführt und gibt eine Fehlerquote von 2,1 Punkten an. Noch Mitte Oktober lag die Demokratin knapp in Front.

„Trump hat sich bei Männern mit 57 Prozent Zustimmung durchgesetzt, während 55 Prozent der Frauen für Harris plädieren. Der Gender-Gap weitet sich aus, da Trump bei den Männern einen größeren Vorsprung erzielt“, so der Umfrage-Analyst Tim Malloy von der Quinnipiac University.

Trump-Anhänger (rechts) und Unterstützer von Kamala Harris (links) bei entsprechenden Wahlveranstaltungen im Swing State Pennsylvania. Laut neuesten Umfragen hat offenbar nun Donald Trump die Nase leicht vorn.

Pennsylvania wählt meist für späteren Sieger

Pennsylvania, ein Schlüsselstaat mit 19 Wahlleuten, bleibt ein heiß umkämpftes Terrain. Beide Kandidaten halten zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen in den traditionell demokratischen Hochburgen Philadelphia und Pittsburgh sowie in ländlichen Regionen wie Erie County ab.

Der Bundesstaat hat in 48 der letzten 59 Wahlen für den späteren Sieger gestimmt, was seine Rolle als entscheidendes Schlachtfeld in dieser Wahl unterstreicht.

Bilder einer Karriere: Kamala Harris strebt Präsidentenamt in den USA an

Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten rückt seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus.
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt.
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie kam aus Indien und lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. 
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“.
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US-Wahl im Swing State Pennsylvania: Wähler gespalten

Die Wähler in Pennsylvania sind in mehreren Fragen gespalten. In der Umfrage wird Trump als derjenige wahrgenommen, der besser mit Themen wie der Wirtschaft (53 Prozent) und Immigration (54 Prozent) umgehen kann, während Harris als die bessere Wahl für die Themen Demokratie (49 Prozent) und Rechte für Schwangere (53 Prozent) gilt.

Mehr Wähler glauben ferner, dass Harris ehrlich ist (45 Prozent), Trump hat in diesem Punkt das Nachsehen (41 Prozent). Malloy hebt hervor, dass „viele Wähler in einem tief gespaltenen Land der Meinung sind, dass der 5. November 2024 ein beispielloser Wahltag sein wird“

Pennsylvania für Harris wohl entscheidend

In den letzten Tagen des Wahlkampfs zeigt sich klar, dass Pennsylvania für Harris entscheidend ist, um ihre „Blue Wall“-Strategie zu etablieren, resümiert die Newsweek. Neben Michigan und Wisconsin benötigt sie die Stimmen aus Pennsylvania, um die benötigten 270 Wahlleute zu erreichen.

Trump dagegen benötigt, um zu gewinnen, zumindest einen der Staaten im mittleren Westen. Mit einer höheren Anzahl weißer Wähler ohne Hochschulabschluss ist Pennsylvania, glauben Beobachter, besser für Trump geeignet als etwa Michigan oder Wisconsin. In den letzten Tagen der Wahl rückt die Frage nach der Wählerunterstützung in diesem entscheidenden Staat im Nordosten der USA also einmal in den Mittelpunkt. (chnnn)

Rubriklistenbild: © Fotos: IMAGO/ZUMA Press Wire

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