Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Hitzewelle im Anmarsch – Wetter-Prognosen prophezeien einen der heißesten Sommer jemals

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Deutschland schwitzt sich in den Frühsommer – doch nach der Sonnenoffensive drohen laut wetter.net plötzlich heftige Wetter-Extreme. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München - Die erste Maihälfte verwöhnt Deutschland mit echtem Sommerfeeling – und laut wetter.net bleibt das zunächst auch so. Eine stabile Hochdrucklage beschert dem ganzen Land anhaltendes Frühsommerwetter. Besonders in der kommenden Woche ist laut der aktuellen Prognose von wetter.net kaum eine Wolke am Himmel zu sehen. Es bleibt weitgehend trocken, die Sonne scheint verbreitet von früh bis spät. Einzige kleine Ausnahme: Am Montag, den 12. Mai, könnten im äußersten Südwesten rund um den Südschwarzwald vereinzelt Schauer oder kurze Gewitter auftreten.

Die Regensummen bis zum Wochenende (17. Mai). In Deutschland ist so gut wie kein Regen in Sicht.

Sonne satt und kein Regen in Sicht – Schattenseite der Wetter-Extreme

Doch schon ab Dienstag ist laut Meteorologen davon nichts mehr zu spüren – die Sonne übernimmt erneut das Kommando. Damit setzt sich die Trockenphase weiter fort, was vor allem Hobbygärtner auf eine harte Probe stellt. Regen bleibt zunächst weiterhin Mangelware, und die Gießkanne wird zum täglichen Begleiter. Darin sind sich die Meteorologen einig, ganz im Gegensatz zu Prognosen für den Sommer 2025.

Wetter-Extrem: Hitzewelle im Anmarsch – aber mit explosivem Beigeschmack

Während sich viele über das Traumwetter freuen, blicken Meteorologen bereits gespannt auf die Entwicklung nach dem kommenden Wochenende. Laut aktueller Prognose könnte es dann nämlich nicht nur deutlich wärmer werden – es besteht sogar die Möglichkeit, dass die 30-Grad-Marke in Teilen Deutschlands geknackt wird. Besonders im Westen und Südwesten des Landes wären damit erste Hitzetage des Jahres möglich.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
Ein Tornado über dem Gardasee.
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
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Doch wie so oft hat dieser Temperaturanstieg eine Kehrseite: Mit der Hitze steigt auch die Gewittergefahr deutlich an. Die Wettermodelle rechnen mit ersten Hitzegewittern, die lokal heftig ausfallen könnten. Es drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen – teils mit Unwetterpotenzial. Noch ist die Lage unsicher, aber die Tendenz zu Wetterextremen nimmt spürbar zu.

Für den Sommer prophezeien Prognosen einen der zehn heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hin.

Wetter-Extrem zeigt Schattenseiten: Gefahr durch UV-Strahlung und Trockenheit wächst

Neben der Hitze selbst, sollten auch andere Gefahren nicht unterschätzt werden. Die UV-Strahlung ist bereits jetzt auf einem sehr hohen Niveau. Wer sich draußen aufhält, sollte auf ausreichenden Sonnenschutz achten – Sonnenbrandgefahr besteht derzeit nahezu den ganzen Tag über. Auch die Trockenheit verschärft sich weiter. Zwar geht die Gefahr von Bodenfrost im Verlauf der Woche deutlich zurück, doch viele Regionen erleben weiterhin Dauer-Trockenheit, die selbst nachts kaum gelindert wird. Niederschläge sind auch nach jetzigem Stand vorerst nicht in Sicht – zumindest bis sich die Wetterlage nach dem Wochenende grundlegend ändert. Ob dann der große Wetterknall kommt, bleibt spannend.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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