Wilde Prognose

„Bomben-Zyklon“ sorgt für Frühlingtage in Bayern – danach folgt neuer Wetter-Wechsel

Frühlingswetter im November, so wie hier am Chinesischen Turm in München, erleben die Bayern noch bis Dienstag. Dann kühlt es wieder merklich ab.
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Frühlingswetter im November, so wie hier am Chinesischen Turm in München, erleben die Bayern noch bis Dienstag. Dann kühlt es wieder merklich ab. Schuld an der Warmphase ist Tief Sigrid, das sehr warme Luft vom südlichen Atlantik nach Bayern schleudert (siehe Grafik).
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Am Samstag stapft man in Bayern noch durch den Schnee. Am Sonntag grüßen milde 16 Grad. Und das verantwortliche Orkan-Tief sorgt für noch mehr Abwechselung. Die Prognose für die kommende Woche.

München – Sigrid – international Bert genannt – ist durch rapide Zyklogenese entstanden, erklärt Felix Dietzsch, Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). So nennt man Tiefdruckentwicklungen, die mit besonders starkem Druckfall (mindestens 24 hPa in 24 Stunden) einhergehen. Solche Orkantiefs nennt man deshalb auch Bomben-Zyklone. In Kürze: Sigrid sorgt für ganz schön Wumms in Europa. Man könnte fast von einem Doppel-Wumms sprechen.

Denn als ersten Schlag schleudert das Orkantief mit hoher Geschwindigkeit ungewöhnlich warme Luft vom südlichen Atlantik über Portugal, Spanien, Frankreich bis nach Bayern. Das sorgt dafür, dass die Temperaturen von noch winterlichen einstelligen Minusgraden in Bayern am Sonntag (24. November) teils über 16 Grad sprangen.

„Hat durchaus Seltenheitswert“: Krasser Wetter-Wechsel in Bayern

Experte Dietzsch: „Teilweise wird bei den prognostizierten Höchstwerten die Marke von 10 Grad Unterschied im Vergleich zu heute überschritten. Das kommt zwar immer wieder mal vor, hat aber durchaus Seltenheitswert.“

Wetter in Bayern: Montag noch sehr warm – besonders am Alpenrand

Auch am Montag (25. November) wird es besonders in Südbayern bei starkem, stürmischem Föhn sehr warm mit nochmal bis zu 16 Grad. In Nordbayern bleiben davon laut aktueller DWD-Prognose noch bis zu 13 Grad Höchsttemperaturen übrig. Diese können etwa in Nürnberg und Bamberg erreicht werden. Im generell milden Würzburg könnten es sogar 14 Grad werden. Regensburg schafft es am Montag nur auf 9 Grad.

Prognose: Stürmisch und mild noch bis Dienstag in Bayern

Der Dienstag (26. November) bleibt ebenso noch vergleichsweise mild, auch wenn die Temperaturen da schon wieder leicht sinken auf 8 Grad im Voralpenland und 11 Grad in Bamberg. Dazu gibt es immer wieder Sturm. Am Sonntag warnte der DWD bereits vor Sturmböen in den Alpen und im Bayerischen Wald.

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Weihnachtsmärkte
Einer der weltweit bekanntesten Weihnachtsmärkte darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen: der Nürnberger Christkindlesmarkt. Vom 28. November bis zum 24. Dezember können Besucher sich Glühwein, Bratwurst und Co. schmecken lassen und noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen.
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Polarluft kommt nach Bayern zum Ende der Woche

Und dann folgt der zweite Wumms: Denn das stürmische und milde Wetter geht dann ebenso schnell, wie es gekommen ist und folgt damit einem Muster, das wir schon in der vergangenen Woche in Bayern beobachten konnten. Das Orkantief Sigrid zieht nämlich weiter nach Nordosten, saugt mit ebensolcher Kraft kalte Polarluft an – und schleudert auch diese nach Bayern.

Neuer Wetterwechsel zum Wochenende: Winterliche Temperaturen und Schnee

So zeigt die Trend-Prognose bei der Temperatur zum Ende der Woche und gleichsam des Monats schon wieder deutlich nach unten. Bleibt zu hoffen, dass uns zum ersten Jahrestag des Münchner Schneechaos‘ eine Wiederholung erspart bleibt.

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