Heftige Verluste für Russland

Wladimir Putins „Museumsstücke“ durch Ukraine-Drohnen zerstört

  • Patrick Mayer
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Aufgrund massiver Verluste in Wladimir Putins Ukraine-Krieg, scheint Moskau seine Truppen mit antiquierten Geländewagen in die Schlachten zu schicken.

Donbass – Der autokratische Moskau-Machthaber Wladimir Putin und sein brutales Russland-Regime um den willfährigen Außenminister Sergei Lawrow machen immer weiter. Trotz immenser Verluste im Ukraine-Krieg schickt der Kreml seine Soldaten in die verlustreichen Gefechte zwischen Charkiw, Donbass und Saporischschja.

Verluste im Ukraine-Krieg: Putins russische Armee mit uraltem Militärgerät

Laut einer aktuellen Analyse des Institute for the Study of War (ISW) hat die russische Armee seit November 2024 rund 2180 Quadratkilometer im geschundenen Nachbarland erobert. Aber der Blutzoll bleibt immens hoch, während sich die Ukraine verbissen gegen den völkerrechtswidrigen Einmarsch wehrt.

Kiew tut dies weiter vor allem mit seiner Armee der Drohnen. Das zeigt ein jüngstes Video, das beim Kurznachrichtendienst X die Runde macht. Samt einer weiteren Erkenntnis: Die Russen haben wegen der dramatischen Verluste offenbar mal wieder uraltes Militärgerät für die gegenwärtigen Schlachten aktiviert.

Verluste für Russland: Wladimir Putin büßte in der Ukraine mehr als 21.000 Fahrzeuge ein

Wie das amerikanische Nachrichtenmagazin Forbes schreibt, seien schon vor Wochen sehr alte Geländewagen vom Typ GAZ-69 in signifikanter Zahl an der Front aufgetaucht. Bei einem Angriff bei Bilohoriwka, rund zehn Kilometer westlich von Lyssytschansk an der Grenze zwischen den Regionen Luhansk und Donezk gelegen, seien die völlig unzureichend ausgestatteten Fahrzeuge am Donnerstag (10. April) demselben Bericht zufolge nun offenbar erstmals in Kämpfe verwickelt gewesen. Das gehe aus einem Video (siehe Posting oben) hervor, das ukrainische Blogger in den Sozialen Netzwerken eifrig teilen.

Die Informationen lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Der dargestellte Kampf war zumindest offenbar ein ungleicher. So wurden die eingesetzten GAZ-69 den Aufnahmen zufolge wohl kurzerhand durch die gefürchteten Kamikaze-Drohnen ausgeschaltet. Es wären die nächsten Verluste für Autokrat Putin in Folge seiner heimtückischen Invasion in Richtung Westen. Wie die Open-Source-Intelligence-Website Oryx am Freitag (11. April) in ihrer regelmäßig aktualisierten Liste auflistete, hatten die russischen Streitkräfte bis zu diesem Zeitpunkt seit ihrem brutalen Überfall im Februar 2022 dokumentiert (mindestens) 21.128 Militär-Fahrzeuge verloren.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Verluste für Wladimir Putin: Moskau sendet russischer Armee völlig veraltete Fahrzeuge

Der GAZ-69 ist ein Geländewagen mit Allradantrieb, der ab 1953 zuerst vom sowjetischen Fahrzeughersteller Gorkowski Awtomobilny Sawod (GAZ) aus Nischni Nowgorod in Serie produziert wurde. Später stellte der einstmals sowjetische und heute russische Kraftfahrzeughersteller Uljanowski Awtomobilny Sawod mit Sitz in der gleichnamigen Stadt Uljanowsk die GAZ-69 her. Unbestätigten Berichten zufolge wurden bis 1972 in der damaligen Sowjetunion mehrere hunderttausende der Geländewagen produziert. In den Kommentaren zu den Postings ist als Vergleich unter anderem von „Museumsstücken“ die Rede.

Fotos des viel zitierten ukrainischen Militär-Bloggers „Special Kherson Cat“ (mehr als 406.000 Follower bei X) zeigten ein GAZ-69 mit aufmontierten Metallgittern um die Fahrerkabine. Dabei soll es sich angeblich exemplarisch um eines der russischen Fahrzeuge handeln, die Nahe der Front gesichtet wurden. Die Gitter sollen demnach wohl sporadisch gegen Drohnenangriffe schützen. Was bei der Wucht der Granaten, die die unbemannten Luftgefährte der Ukrainer mit sich führen, zum Schutz mutmaßlich nicht reichen dürfte.

Militär-Bloggern zufolge soll die russische Armee im Ukraine-Krieg uralte Geländewagen wie den GAZ-69 (Foto) einsetzen. (Symbolfoto)

Verluste im Ukraine-Krieg: Laut Nato sind 910.000 russische Soldaten darunter

Zumal die in der Serienversion 3,85 Meter langen, 1,85 Meter breiten und 2,03 Meter hohen Gefährte eine vergleichsweise sehr schwache Karosserie haben und trotz 90 km/h Höchstgeschwindigkeit den erfahrenen ukrainischen Drohnenpiloten kaum ausweichen dürften. Mit verheerenden Konsequenzen. Ein ranghoher Nato-Beamter erklärte am Freitag (11. April), dass die Verteidigungsallianz schätzt, dass Putin im Ukraine-Krieg 910.000 russische Soldaten durch Tod oder Verwundung verloren hat. Geschätzt 250.000 dieser russischen Soldaten seien demnach getötet worden. (pm)

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