Aktuelle Sonntagsfrage

Knalleffekt in neuer Umfrage: AfD legt vor Bundestagswahl wieder zu – Grüne überholen SPD

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende, Parteivorsitzende und Kanzlerkandidatin der AfD, sitzt vor dem Live-Talk mit dem US-Milliardär Elon Musk auf der Plattform X an Mikrofonen und einem Laptop in ihrem Büro des Jakob-Kaiser-Hauses.
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Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende, Parteivorsitzende und Kanzlerkandidatin der AfD, sitzt vor dem Live-Talk mit dem US-Milliardär Elon Musk auf der Plattform X an Mikrofonen und einem Laptop in ihrem Büro des Jakob-Kaiser-Hauses.
  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Nur einen Tag nach dem Gespräch mit Elon Musk hat Alice Weidel wieder Grund zur Freude: Die AfD gewinnt im ZDF-Politbarometer erneut an Zustimmung.

Berlin – Die AfD ist vor der Bundestagswahl 2025 weiter im Aufwind: In einer neuen Umfrage hat die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei noch einmal zugelegt. Im ZDF-Politbarometer vom 10. Januar kommt die AfD auf 21 Prozent. Das bedeutet ein Plus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Sonntagsfrage im Dezember. Zugleich ist es der höchste Wert im Politbarometer seit einem Jahr. Die Tendenz im Umfrage-Check der AfD zeigt also nach oben.

Über den Zuwachs dürfte sich vor allem Elon Musk freuen. Erst am Tag vorher hatte der Tech-Milliardär im Gespräch mit Kanzlerkandidatin Alice Weidel seine Wahlempfehlung für die AfD untermauert. „Nur die AfD kann Deutschland retten, Ende der Geschichte“, sagte er auf X. An den Positionen der AfD sei nichts Empörendes, sie seien schlicht „gesunder Menschenverstand“.

AfD holt in neuer Umfrage auf – CDU und CSU liegen vor Bundestagswahl 2025 aber weiter vorn

Klar stärkste Kraft bleibt die Union um Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Allerdings verlieren CDU und CSU in der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen einen Punkt. Ihr Vorsprung auf die AfD ist somit auf neun Prozentpunkte zusammengeschrumpft. Im Wahltrend sämtlicher Umfragen zur Bundestagswahl 2025 verkürzt die AfD ihren Abstand also weiter.

Auch die Kanzlerpartei SPD verliert einen Punkt. Damit landen die Sozialdemokraten plötzlich nur noch auf Platz vier. Besser stehen die Grünen da, die erstmals seit einem Jahr im Politbarometer die SPD überholen.

Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren.
Luftbild des Gymnasiums Petrinum in Brilon, wo Friedrich Merz seine Schulzeit verbrachte und 1975 das Abitur ablegte.
Friedrich Merz studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura.
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel.
Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Was die neue Umfrage vor der Bundestagswahl 2025 über FDP und BSW aussagt

Spannend bleibt auch die Frage, ob sonst noch jemand den Einzug in den Bundestag schaffen wird. Im ZDF-Politbarometer sieht es derzeit jedenfalls nicht danach aus. Die Linke und die FDP würden demnach genauso an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern wie das BSW, das laut Umfragen-Check zuletzt erkennbar weniger Zustimmung erhalten hat. Der Trend bestätigt sich also.

Die aktuellen Daten der Umfrage im Überblick:

ParteiUmfrage-Ergebnis in %
CDU/CSU30 (-1)
AfD21 (+2)
Grüne15 (+1)
SPD14 (-1)
BSW4 (-1)
FDP4 (+1)
Linke4 (=)
Sonstige8 (-1)

Institut: Forschungsgruppe Wahlen; Erhebungszeitraum: 7. bis 9. Januar; Fallzahl: 1433 Befragte; statistische Fehlertoleranz: 2 bis 3 Prozentpunkte.

Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten (Fehlertoleranz).

Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Bundestagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum bei 1,03 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (cs)