AKW Neckarwestheim

Kurz vor endgültiger Abschaltung: Hunderte Atomkraft-Gegner feiern „Abschaltfest“

Atomausstieg in Deutschland. Vor dem AKW Neckarwestheim feiern hunderte Demonstranten ein „Abschaltfest“
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Atomausstieg in Deutschland. Vor dem AKW Neckarwestheim feiern hunderte Demonstranten ein „Abschaltfest“.
  • Markus Merz
    VonMarkus Merz
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Wenn an diesem Samstag, den 15. April, die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz genommen werden, haben die Diskussionen um AKWs noch kein Ende. Das zeigt auch das „Abschaltfest“ am Werk in Neckarwestheim.

Was kommt nach der Zeit ohne Atomkraftwerke in Deutschland? Diese Fragen stellen sich Bürger und Politiker derzeit gleichermaßen. Am Samstag, den 15. April wahrscheinlich noch ein Stückchen mehr, steht doch am Abend die endgültige Abschaltung der drei verbliebende AKWs in Deutschland an. Darunter auch das Werk Neckarwestheim 2.

Eine große Frage, die im Raum steht: Gibt es in Zukunft häufiger Blackouts, wenn die Atomkraftwerke nicht mehr am Netz sind? Eine Frage, die zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu beantworten ist. Dafür lassen sich andere Fragen zum Thema AKWs und deren Zukunft rund um die Abschaltung beantworten.

Atomkraftgegner feiern „Abschaltfest“ in Neckarwestheim – der Kampf geht weiter

In Neckarwestheim (Landkreis Heilbronn) jedenfalls haben am Samstag hunderte Kernkraftgegner das Ende der Atomstromproduktion in gefeiert. Nach Angaben des Bündnisses endlich-abschalten kamen rund 500 Menschen zu einer Kundgebung an den letzten noch laufenden Meiler in Baden-Württemberg, der infolge des politisch beschlossenen Atomausstiegs Deutschlands im Tagesverlauf vom Netz gehen sollte. Die EnBW hat vorab klare Regeln für das Fest aufgestellt und sich damit keine Freunde gemacht.

Die Polizei sprach am frühen Nachmittag von 350 Teilnehmern und Teilnehmerinnen bei weiterem Zulauf. Die Menschen hatten Transparente mit Aufschriften wie „Endlich ist Schluss“ dabei.

Atomkraft ist nicht genug – Abschaltung von Lingen und Gronau gefordert

„Der jahrzehntelange Widerstand gegen den Betrieb von Atomanlagen und gegen das sinnlose Verschieben des hochradioaktiven Atommülls ist sicherlich neben Fukushima ein wichtiger Grund für diesen Atomausstieg“, teilte das Bündnis mit.

Das Thema Atom sei jedoch noch nicht vorbei, hieß es unter anderem in Bezug auf eine Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen und die Urananreicherung im nordrhein-westfälischen Gronau. „Wir fordern die sofortige Stilllegung auch dieser beiden Anlagen.“