GDL-Streik

Bahnstreik bis Freitagabend: Chaos durch Verspätungen und Ausfälle droht

  • Melissa Sperber
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Ab Donnerstag wird bei der Bahn gestreikt. Lokführer der GDL legen ihre Arbeit nieder – mit Folgen für Reisende.

Ab Donnerstag wollen Lokführer der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) streiken. Der Streik hat weitreichende Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland und soll bis Freitagabend andauern. Ab Donnerstagabend um 18 Uhr soll der Bahn-Streik beginnen. Wie die GDL in einer Mitteilung erklärt, startet die Arbeitsniederlegung der Lokführer im Güterverkehr. Ab 22 Uhr ist dann auch der Personenverkehr betroffen – und das bundesweit. Geplantes Streik-Ende soll am Freitag um 22 Uhr sein.

Bahn-Streik ab Donnerstag: Lokführer der GDL legen Arbeit nieder

Ende November hatte die GDL bereits nach der zweiten Tarifrunde mit der Deutschen Bahn die Verhandlungen für gescheitert erklärt. GDL-Chef Claus Weselsky drohte mit Konsequenzen und kündigte einen Streik an. Nun ist klar: Es trifft die Deutsche Bahn mitten in der Vorweihnachtszeit.

„Der Unmut der Beschäftigten ist machtvoll, laut und unaufhaltsam“, so GDL-Bundesvorsitzender Weselsky. „Der Arbeitgeber, der jetzt nicht aufwacht, dem ist nicht mehr zu helfen.“

Deutsche Bahn verurteilt Lokführer-Streik: „verantwortungslos und egoistisch“

Die Deutsche Bahn hat den angekündigten Warnstreik auf der Schiene mit scharfen Worten kritisiert. „Die Lokführergewerkschaft (GDL) vermiest Millionen unbeteiligten Menschen das zweite Adventswochenende. Ein Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel ist verantwortungslos und egoistisch“, sagte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler am Mittwochabend laut einer Mitteilung.

„Anstatt zu verhandeln und sich der Wirklichkeit zu stellen, streikt die Lokführergewerkschaft für unerfüllbare Forderungen. Das ist absolut unnötig“, so Seiler weiter. Die DB forderte die GDL auf, den Adventsstreik abzusagen und umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Wir sind zu jeder Zeit und an jedem Ort verhandlungsbereit“, sagte Seiler.

Lokführer streiken ab Donnerstag: Diese Rechte haben Zugreisende

Zugreisende, die vom GDL-Streik betroffen sind, haben einige Rechte, die sie geltend machen können. Wer die Zugreise nicht verschieben kann oder beispielsweise zur Arbeit pendeln muss, sollte regelmäßig den Abfahrtsplan prüfen.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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