Tälesee im Landkreis Freudenstadt

Nach Fund von 14 Pythons in Empfingen: Polizei ist 21-Jährigem auf der Spur

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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  • Anni Gebhard
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14 Pythons sind im Juli am Tälesee in Empfingen entdeckt worden. Die Polizei ermittelt, wer die Tiere ausgesetzt hat – und findet einen Tatverdächtigen.

Update, 18. August: Beim Badebesuch am Tälersee in Empfingen (Landkreis Freudenstadt) fällt den Besuchern in diesem Sommer wohl ein besonderes Schild ins Auge: Die Stadt warnt vor Pythons. Denn insgesamt 14 der nicht-einheimischen Würgeschlangen sind seit dem 9. Juli in Empfingen gefunden worden.

Lange ist die Frage offen: Wie kommen sie nur da hin? Jetzt, etwas mehr als einen Monat nach dem letzten Fund, hat die Polizei einen Tatverdächtigen im Blick. Das geht aus einem Bericht des „Südwestrundfunks“ (SWR) hervor. Demnach gäbe es Hinweise, die auf einen 21-jährigen Mann aus Rottweil hindeuten würden. Er steht im Verdacht, die Tiere am See ausgesetzt zu haben.

Unterdessen laufen laut dem Polizeipräsidium Pforzheim die Ermittlungen weiter – ebenso wie der Badebetrieb übrigens. Denn der wurde den gesamten Zeitraum über nicht eingeschränkt: Die Pythons wurden als ungefährlich eingestuft.

Noch mehr Königspythons an Badesee bei Freudenstadt entdeckt: Schlangen-Suche geht weiter

Erstmeldung, 20. Juli: Was sich für viele Menschen nach einem Horrorfilm anhört, ist in Empfingen (Kreis Freudenstadt) momentan Realität. Mehr als ein Dutzend Pythons wurden hier an einem Badesee gefunden. Mittlerweile sind es insgesamt 14 Schlangen, von denen vier nicht überlebt haben. Die Polizei ermittelt weiter nach dem Besitzer. Die Schlangen sind ausgesetzt worden, denn heimisch sind die Tiere keinesfalls. Es wird nach weiteren Schlangen gesucht.

14 Schlangen an Tälesee in Empfingen gefunden: Vier Königspythons haben nicht überlebt

Von den 14 Schlangen überlebten nur zehn. Ein Tier gelangte wohl in einen Rasenmäher, wie die Polizei Horb gegenüber echo24.de erklärt. Eine weitere Schlange starb nach der Rettungsaktion. Die lebenden Pythons wurden mittlerweile an eine Reptilienauffangstation in Rheinland-Pfalz gebracht. Ein Mitarbeiter der Auffangstation erzählt gegenüber dem „SWR“, dass zudem einige der Schlangen stark unterernährt seien.

Polizei sucht Hinweise auf den Besitzer: Fund weiterer Pythons kann nicht ausgeschlossen werden

Solange die Polizei den Besitzer nicht gefunden hat, dürfen die Schlangen nicht weitervermittelt werden, da sie als Beweismittel gelten. Ebenso Aufschluss über Halter der Pythons könnte eine Box geben, die am See gefunden wurde und derzeit nach Fingerabdrücken untersucht wird.

Wer in nächster Zeit also am Tälesee in Empfingen baden möchte, sollte seine Augen nach weiteren Schlangen offen halten. Denn die Suchaktion durch den Tierschutzverein Horb geht weiter. Laut dem Verein bestehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung, da die Tiere weder giftig noch gefährlich für Menschen sind.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Empfingen facebook/ Stadt Empfingen/ Fotocollage: echo24.de