Baden-Württemberg

Waldbrandgefahr – diese Regeln sind bei Trockenheit zu befolgen

  • VonLaura Stoll
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Die Warm-Wetter-Periode, die die letzte Woche anhielt, ist für die meisten erfreulich, jedoch bringt diese auch die Gefahr für Waldbrände mitsich.

In Baden-Württemberg herrschen seit letzter Woche langersehnte, warme Temperaturen. In den letzten zwei Wochen sind nur vereinzelt Regenfälle vorgekommen, wobei ansonsten die Höchsttemperaturen um die 20 bis 25 Grad schwanken. Dieses sommerliche Wetter birgt aber auch Gefahren. Die Wälder sind durch den mageren Regenfall äußerst trocken, wodurch die Gefahr für Waldbrände steigt. Auch die kommenden Wochen soll uns das sommerliche Wetter begleiten, was für mehr Trockenheit und Brandgefahr in den Wäldern sorgt.

Hohe Waldbrandgefahr – Gefahrenprognose für die kommenden Tage

Der „Deutsche Wetterdienst“ prognostiziert mithilfe des Waldbrandgefahrenindex eine Brandgefahr auf dritter und vierter Stufe. Diese steht für mittlere beziehungsweise hohe Waldbrandgefahr und das auf einer Gefahrenstufenzuordnung von nur fünf Ebenen.

„Das nehmen wir sehr ernst“, betont Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl zur erhöhten Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. „Nicht zuletzt, weil wir vergangenes Jahr aufgrund der langen Trockenperiode weit überdurchschnittlich viele Waldbrände im Land hatten“. Der Ministerpräsident appelliert an die Menschen in Baden-Württemberg, sich besonders im Wald, umsichtig zu verhalten. Man solle bedenken, dass jeder Funken zu einem Brand mit verheerenden Folgen führen kann.

Besonders trocken sind die Gegenden um die Städte Mannheim, Waghäusel-Kirrlach, Rheinstetten, Baden-Baden-Geroldsau und Rheinau-Memprechtshofen.

Vorsicht ist geboten - Regeln bei Waldbrandgefahr

  • Rauchverbot einhalten: Das Rauchen ist im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober untersagt.
  • Kein Feuer im Wald entzünden: Grillen nur an ausgewiesenen Grillplätzen
  • Keinesfalls Zigaretten aus den Autos werfen
  • Fahrzeuge nicht auf trockenen Flächen parken: Es besteht eine potenzielle Gefahr von überhitzten Katalysatoren. Daher ist es untersagt, Pkw, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge auf Wiesen und Waldwegen abzustellen
  • Müll nicht im Wald entsorgen: Jedes weggeworfene Objekt wie Glasflaschen, Folien, Feuerzeuge oder Dosen mit chemischen Abfällen, birgt das Risiko, einen Brand zu verursachen.

Achtsam sein - So kann man helfen, Waldbrände vorzubeugen

Spaziergänger und Wanderer, die Müll wie Glasscherben im Wald entdecken, werden gebeten, diesen mitzunehmen. Dadurch können potenzielle Zündquellen, beispielsweise durch den Brennglaseffekt, vermieden werden.

Wenn man im Wald eine Rauchentwicklung beobachtet, oder sogar einen Brand bemerkt, sollte man direkt die Forstdienststelle oder die Feuerwehr unter der Nummer 112 alarmieren.

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