Wetter in Baden-Württemberg
Dürre-Desaster im Juni? Wetter-Experten rechnen mit einem zu warmen Sommer-Monat
VonTobias Beckerschließen
Das Wetter ist bereits sommerlich, auch wenn offiziell noch kein Sommer ist. Doch bleibt es auch im Monat Juni so? Wetter-Experten rechnen mit wenig Regen und warmen Temperaturen.
Der Mai ist fast vorbei, mit dem Juni steht der erste Sommermonat vor der Tür. Das Wetter in Baden-Württemberg hat bereits in den vergangenen Tagen auf Sommer umgestellt – und so soll es auch noch eine Weile bleiben, laut Experten. Aber der Juni geht über 30 Tage hinweg, hält der Sommer so lange durch? Die Wettermodelle haben in der Tendenz bereits die Temperatur reduziert.
Wetter in Baden-Württemberg: Zu wenig Niederschlag im Mai
Der Mai sollte eigentlich sehr nass werden, wie Wetter-Experten erklärt haben. Die erste Monatshälfte war dann auch geprägt von Unwetter und teils starkem Regen. Aber: In der zweiten Monatshälfte kam dann mehr und mehr die Sonne heraus und sorgte bereits für erste Sommertage in Baden-Württemberg. Letztlich war der Mai dann alles andere als „zu nass“.
Es war sogar zu trocken. Lediglich 57 Prozent der für Mai normalen Niederschlagsmenge fiel bis zum Pfingstmontag. Regen ist auch bis zum Monatswechsel nicht in Sicht – und darüber hinaus. Wie echo24.de bereits berichtete, soll laut den Berechnungen der Wettermodelle bis Mitte Juni Niederschlag Fehlanzeige sein. Stattdessen: Sommer, Sonne, Sonnenschein in Baden-Württemberg.
So wird das Wetter im Juni 2023 – Regen mit „Verschieberitis“
Für die Sommermonate Juni, Juli und August hieß es zunächst, dass ein rekordverdächtiger Sommer 2023 bevorsteht. Doch die Tendenz, die von Wettermodellen berechnet werden, ging danach erstmal in warme Monate mit viel Niederschlag, also einen tropischen Sommer. Zuletzt hieß es dann wieder: Hitze und Dürre. Die Vorhersage für den gesamten Sommer 2023 ist also am schwanken.
Der Juni 2023 sollte laut den bisherigen Sommerprognosen bis zu zwei Grad zu warm werden im Vergleich zum langjährigen Klimamittel. Das wäre ein Hammer! Aber: Kurz vor dem meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni rudern die Wetter-Experten zurück und reduzieren auf 0,5 bis ein Grad zu warm. Dafür hat sich der Regen in der Aussicht nach hinten verschoben. „wetter.net“-Experte Dominik Jung spricht bereits von der „Verschieberitis“.
Dürre-Desaster schon im Juni? Wettermodelle sehen nur vereinzelt Regen
Auch die 42-Tage-Vorhersage von „wetter.de“ zeigt nur selten Niederschlag. So soll es demnach zur Monatsmitte des Juni ein paar Tage Regen im Süden von Deutschland geben. Dann gibt es erst Ende Juni und Anfang Juli Niederschlag. Die Vorhersage erstreckt sich allerdings auf einen ganz schon langfristigen Zeitraum, was beim Wetter eher einer Tendenz gleicht.
Für den Monat Juni bedeutet das erstmal: Wärme, Trockenheit und Waldbrandgefahr! Doch wie gewohnt gilt: Die Wettervorhersage wird erst wenige Tage vorher genauer. Sicher ist demnach erstmal, dass der Niederschlag zum Monatswechsel fehlen wird und das Hoch „Wiola“ noch eine Weile das Wetter in Baden-Württemberg bestimmen wird.
Rubriklistenbild: © Urs Flueeler/dpa

