Start in Schwäbisch Hall

Warnstreik in Baden-Württemberg: Öffentlicher Dienst legt ab Freitag Arbeit nieder

  • Melissa Sperber
    VonMelissa Sperber
    schließen

Am Freitag beginnt in Schwäbisch Hall ein Warnstreik des öffentlichen Dienstes in Baden-Württemberg. In der kommenden Woche sollen Beschäftige der Stadt Stuttgart ebenfalls streiken.

In den letzten Wochen gab es in Baden-Württemberg einige Warnstreiks – mit weitreichenden Folgen. Bahnreisende mussten mit verspäteten Zügen und Ausfällen umgehen, Kunden der Deutschen Post erhielten Briefe und Päckchen deutlich später als gewohnt. Ab Freitag (10. Februar) legt nun der öffentliche Dienst die Arbeit nieder.

Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) berichtet, hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für Freitag erste Beschäftigte im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks in Baden-Württemberg aufgerufen. Verdi-Funktionärin Hanna Binder sagte am Donnerstag in Stuttgart: „Der Druck im Kessel steigt von Tag zu Tag.“

Verdi fordert mehr Einkommen für öffentlichen Dienst – zweite Verhandlungsrunde ab 22. Februar

Die kommunalen Arbeitgeber sollten endlich zur Kenntnis nehmen, was ihre Beschäftigten in dieser Tarifrunde von ihnen erwarteten. „Keine warmen Worte, sondern ausreichend Entlohnung für warme Wohnungen und explodierende Lebensmittelpreise.“

Was fordert Verdi?

In der aktuellen Tarifrunde fordern Verdi und der Beamtenbund dbb 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

Quelle: dpa

So sind am Freitag die Mitarbeiter der Stadt Schwäbisch Hall und des örtlichen Stadtwerks zu befristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen, am Montag dann Beschäftigte der Stadt Stuttgart, unter anderem Totengräber und andere Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamts, wie Verdi mitteilte. In Baden-Württemberg sind von den Tarifgesprächen rund 350 000 Personen betroffen, wie der Kommunale Arbeitgeberverband berichtete.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa/Symbolbild