Blockaden am Montag

Bürger sollen „zu Hause bleiben“: Polizei warnt vor Verkehrs-Chaos durch Bauernproteste

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Ab dem frühen Montagmorgen sind in Baden-Württemberg Bauernproteste angesagt. Tausende von Traktoren rollen durchs Land und blockieren die Straßen: Chaos bricht aus.

Wer kann, sollte am Montag besser das Auto stehen lassen und zu Hause bleiben – das raten gleich mehrere Polizeipräsidien in ganz Baden-Württemberg. Denn: Am Montag protestieren bundesweit Bauern und Landwirte gegen die aktuellen Sparmaßnahmen der Ampel-Regierung. Dabei sollen Städte, Bundesstraßen und auch Landdstraßen blockiert werden. echo24.de berichtet im Newsblog über alle aktuellen Entwicklungen rund um die Bauernproteste am Montag.

Polizei warnt vor Verkehrs-Chaos durch Bauernproteste am Montag in Baden-Württemberg

In ganz Baden-Württemberg und Deutschland sind Hunderte Proteste angekündigt. Allein in der Region Heilbronn soll es mehrere Konvois mit jeweils zehn bis 100 Fahrzeugen, primär Traktoren, geben. echo24.de fasst zusammen, wo am Montag zwischen Heilbronn und Stuttgart Verkehrschaos droht.

Regional ist bereits ab fünf Uhr mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Wie die Polizei Ludwigsburg mitteilt, „ist zu befürchten, dass ab spätestens 6 Uhr nicht nur die Hauptverkehrsstrecken betroffen sein werden, sondern auch die umliegenden Ausweichstrecken“.

Das dürfte auch in anderen Regionen der Fall sein. Die Polizei Heilbronn erwartet „erhebliche Beeinträchtigungen des Verkehrs, insbesondere im frühmorgendlichen Berufsverkehr“.

Wegen Bauernproteste am Montag – Polizei rät: Auto stehen lassen und zu Hause bleiben

„Aus diesem Grund rät die Polizei allen Bürgerinnen und Bürgern dringend, nach Möglichkeit das Auto am Montag, 8. Januar stehenzulassen und zu Hause zu bleiben. Falls dies nicht möglich ist, sollten die hauptsächlich betroffenen Strecken gemieden werden, bis sich die Verkehrslage wieder entspannt hat“, heißt es vonseiten der Polizei Ludwigsburg.

Auch die Polizei in Mannheim, Stuttgart, Karlsruhe, Pforzheim, Freiburg und Konstanz warnen vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen durch die Bauernproteste am Montag. Das Polizeipräsidium Reutlingen etwa hat bereits angekündigt, am Montag gegebenenfalls Drohnen zur Überwachung einzusetzen. Die Präsidien bitten außerdem darum, dass Rettungswege freigehalten werden.

Bauernproteste am Montag: Ein Landwirt äußert sich zu der Situation und den Forderungen:

 Traktor-Kolonnen, Mahnwachen und Kundgebungen: Diese Protestaktionen planen die Bauern am Montag

„Insbesondere wird davon ausgegangen, dass es in den Bereichen rund um die Autobahnanschlussstellen der Bundesautobahnen 6, 8 und 81, sowie im Stadt- und Landkreis Heilbronn während des Berufsverkehrs zu erheblichen Verkehrsstörungen kommen wird“, teilt die Polizei Heilbronn mit. Darüber hinaus werden auch auf zahlreichen anderen Strecken im Hohenlohekreis, dem Main-Tauber-Kreis sowie dem Neckar-Odenwald-Kreis größere Behinderungen erwartet,

Wie die „dpa“ zusammenfasst, sollen außerdem am Montag über 1000 Traktoren aus verschiedenen Richtungen in einer Art Sternfahrt nach Ravensburg fahren. Die Landwirte planen eine Kundgebung unter dem Motto „Bauernprotest – Es ist 5 nach 12“, wie die Kommune mitteilte.

Im Neckar-Odenwald-Kreis soll am Montag ab sechs Uhr ein Demozug mit Traktoren in der Nähe der Auffahrt der A81 bei Osterburken fahren. Sie werde nicht blockiert, man fahre nicht hinein, teilte der Kreisbauernverband mit. Auch in Reutlingen ist am Montag eine Großkundgebung geplant. Hier werden nach Angaben des Veranstalters bis zu 1000 Fahrzeuge erwartet.

In Südbaden sind ebenfalls zahlreiche Sternfahrten und Mahnfeuer am Montag geplant. Dies betreffe etwa Breisach, Kirchzarten oder Triberg, wie der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband mitteilte. Aktionen seien gleichfalls in Furtwangen und Salem geplant. In der Landeshauptstadt ist eine Kundgebung in der Innenstadt geplant. Hier werden nach Angaben eines Stadtsprecher etwa 150 Trecker erwartet.

Bauernproteste blockieren Verkehr: Wer kann, sollte Montag besser zu Hause bleiben

Wer das Haus verlassen muss, etwa für die Arbeit oder den Weg zur Schule, sollte nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Wobei die Bahn die bessere Wahl ist, da Busse genauso wie Autos durch die Bauernproteste blockiert werden.

Immerhin: Am Montag drohte ein Bahn-Streik – in Kombination mit den Bauern-Protesten hätte das ganz Deutschland komplett lahmgelegt. Doch aktuellen Informationen zufolge soll frühstens am Mittwoch bei der Bahn gestreikt werden.

Wer es nicht allzu weit hat, kann auch auf das Fahrrad umsteigen. Doch Achtung: Bis Montagfrüh soll es regional schneien, der Deutsche Wetterdienst warnt vor Frost und Glätte.

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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