Landwirte gegen Regierung
Bauernproteste am Montag: Polizei in Heilbronn untersucht Vorfall
VonAdrian Kilbschließen
Auch in Heilbronn und der Region kam es am Montag zu Bauernprotesten. Die Traktoren sorgten schon am Morgen für Verkehrschaos – und verursachten einen Vorfall, der jetzt untersucht wird.
Traktoren in hoher fünfstelliger Zahl sind am Montag durch ganz Baden-Württemberg gefahren. Die Landwirte machten mit zahlreichen Aktionen ihren Unmut über die Regierung Luft, die Agrar-Subventionen kürzen will. Die Bauern blockierten Straßen und brachten den Verkehr zum Erliegen, legten Misthaufen und hängten Galgen auf. Doch nicht jede Form von Protest ist erlaubt – mitunter können darauf hohe Strafen folgen.
Bauern protestieren am Montag in Heilbronn – das ist die Bilanz der Polizei
Auch in der Region Heilbronn zeigten sich schon am Montagmorgen Auswirkungen der Bauernproteste. Sowohl Schüler als auch Arbeitnehmer hatten wegen verstopfter Verkehrswege massive Probleme, pünktlich zur Schule oder in die Arbeit zu kommen, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtete.
Etwa 50 Fahrzeuge tuckerten im Schritttempo durch das Heilbronner Stadtgebiet zwischen Neckargartach, Karl-Wüst- und Salzstraße - und damit fast doppelt so viele wie erwartet, wie ein Landwirt aus Heilbronn erzählte. Doch wie ging es im weiteren Tagesverlauf weiter? Die Polizei in Heilbronn zieht Bilanz.
Bauernprotest in Heilbronn und der Region: Bilder zeigen Auswirkungen der Demo




Polizei in Heilbronn: In diesen Gebieten gab es Staus und Verkehrsstörungen
Insgesamt hat es in der Region Heilbronn 45 Protestaktionen von Landwirten gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung gegeben, wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte. Insgesamt zählten die Einsatzkräfte bis zu 1.700 Fahrzeuge – die teilweise massiv den Verkehr störten und diesen kurzfristig ganz zum Erliegen brachten.
Besonders betroffen waren demnach unter anderem Stadt und Landkreis Heilbronn (Stadt- und Landkreis), Künzelsau und Öhringen (Hohenlohekreis), Osterburken und Ravenstein an der A81 (Neckar-Odenwald-Kreis) sowie der Main-Tauber-Kreis bei Tauberbischofsheim, Boxberg und Bad Mergentheim.
Beamte untersuchen einen Vorfall auf A81
Die Landwirte hätten sich überwiegend an die Verkehrsregeln gehalten und Rettungswege freigehalten. Die Proteste dauerten dabei teilweise bis in die Abendstunden an.
Die Polizei überprüft derzeit einen Vorfall, der sich am frühen Morgen auf der A81, zwischen dem Weinsberger Kreuz und Mundelsheim ereignete. Dort fuhren drei Lastwagenfahrer längere Zeit mit rund 60 Kilometer pro Stunde auf den drei Fahrstreifen parallel nebeneinander und bremsten so den Verkehr aus. Dafür könnten die Lastwagenfahrer jetzt eine Anzeige wegen Nötigung kassieren.
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