Am Dienstag
„Gemeinsam gegen Rechts“: Demo in Heilbronn – „mehrere tausend Menschen“ erwartet
VonMelissa Sperberschließen
Lisa Kleinschließen
Nach dem Bekanntwerden der Pläne zur „Remigration“ der AfD gehen bundesweit Zehntausende auf die Straße, um gegen Rechtsextremismus zu protestieren. In Heilbronn ist am Dienstag eine große Demonstration geplant.
Anfang Januar berichtet „Correctiv“ über ein „Geheimtreffen“ in Potsdam von Rechtsextremen, an dem sich im November neben Neonazis auch AfD-Politiker beteiligt haben. Es werden Pläne zur Vertreibung, oder wie Rechtsextreme sagen „Remigration“, von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland bekannt. Daraufhin entfacht eine Welle des Protests – bundesweit gehen Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen und die Demokratie zu verteidigen.
Am Wochenende versammelten sich in mehreren Städten in Baden-Württemberg Zehntausende, um gegen die AfD und Rechtsextremismus zu demonstrieren, unter anderem in Stuttgart. Auch in Heilbronn ist ein Protest geplant. Das „Netzwerk gegen Rechts Heilbronn“ (NgR) hat für Dienstag, den 23. Januar, ab 18 Uhr eine Demonstration unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Rechts! Nie wieder ist jetzt!“ angemeldet.
Bilder zeigen erneut Tausende bei Demo gegen rechts in Stuttgart am Sonntag




Demo gegen rechts in Heilbronn – kein Demonstrationszug aus Sicherheitsgründen
Ursprünglich sollte der Bollwerksturm in Heilbronn Treffpunkt sein, danach war ein Demozug durch die Innenstadt geplant. Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, erwarten die Veranstalter jedoch deutlich mehr Teilnehmer, von „mehreren tausend Menschen“ ist die Rede.
Aus Sicherheitsgründen wird es deshalb keinen Demozug geben, neuer Treffpunkt und Veranstaltungsort für die Kundgebung ist der Marktplatz.
Demonstration am Dienstag in Heilbronn: „Gemeinsam gegen Rechts“
Auf Instagram schreibt das „Netzwerk gegen Rechts Heilbronn“ zu der geplanten Demonstration am Dienstag: „Die rassistische Hetze und die totalitären Fantasien von AfD-ler:innen quer durch die verschiedenen politischen Ebenen sind nichts Neues. Die Veranstaltung in Potsdam zeigt jedoch, wie nah man sich der Erreichung seiner faschistischen Ziele bereits sieht“.
Es ist Zeit zu zeigen, dass die AfD keinen Platz in unserer Gesellschaft hat!
Und weiter: „Diese Selbstverständlichkeit von menschenverachtenden Positionen nehmen wir nicht hin. Wir nehmen die AfD als geistige Brandstifter nicht hin. Es ist Zeit, zu handeln und aufzustehen“.
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