An Containerstandorten

Hohes Bußgeld droht: Heilbronn geht mit Kamera gegen Müllsünder vor

Die Überwachungskamera der Stadt am Containerstandort in Heilbronn-Neckargartach.
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Die Stadt Heilbronn überwacht den Containerstandort in Neckargartach, um illegale Müllentsorgung besser bekämpfen zu können.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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In Heilbronn ist die illegale Müllentsorgung an einigen Altkleider- und Altglas-Containerstandorten eklatant - die Stadt setzt deshalb jetzt auf Video-Überwachung.

Unbestritten: Die Stadt Heilbronn hat sich in den vergangenen Jahren gehörig herausgeputzt. Dank der Bundesgartenschau 2019, dem Bildungscampus und der Neckarmeile fast schon märchenhaft. Von einem hässlichen Entlein zum Schwan, der aber noch immer einige dunkle Flecken in seinem Gefieder trägt. Siehe Innenstadt. Doch das größte Problem in Heilbronn ist und bleibt Bürger-Werk: die illegale Vermüllung von Parks, Straßenzügen und vor allem an Altglas- und Altkleider-Containerstandorten.

Obwohl die Abfallentsorgung in Heilbronn klar geregelt ist, scheinen viele Gesellen auf geltende Regeln zu pfeifen. Mehr noch: Sie erfinden immer neue Maschen, um sich von ihrem Unrat illegal zu trennen. Weil es deswegen aber immer mehr Beschwerden seitens der anständigen Müllentsorger gibt, greift die Stadt Heilbronn nun härter durch. Falsch befüllte Biotonnen leert sie mittlerweile nicht mehr. Und an bestimmten Altglas- sowie Altkleider-Containerstandorten geht sie jetzt rigoros gegen Müllsünder vor.

StadtHeilbronn
StadtteileBiberach, Böckingen, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen, Klingenberg, Neckargartach, Sontheim
Größe99,88 Quadratkilometer
Einwohner130.870 (31. Dezember 2022)
OberbürgermeisterHarry Mergel

Stadt Heilbronn setzt derzeit Video-Überwachung gegen Müllsünder in Neckargartach ein

Die Stadt Heilbronn ist stolz darauf, Bildungsstadt zu sein. Gleichermaßen gilt sie aufgrund der zunehmenden illegalen Müllentsorgung auch als Rattenstadt. Vor allem an einigen Altglas- und Altkleider-Containerstandorten wie auf der Viehweide und am Güterbahnhof im Stadtteil Böckingen als auch an der Ecke Widmann-/Römerstraße in Neckargartach nehmen die Müllsünden Ausmaße an, die an Widerwärtigkeit kaum noch zu überbieten sind. Darum setzt die Stadt fortan auf Video-Überwachung.

Am Containerstandort Ecke Widmann-/Römerstraße in Heilbronn-Neckargartach steht nun eine Überwachungskamera. Claudia Küpper, stellvertretende Stadtsprecherin, erklärt das Prinzip: „Werden illegale Müllablagerungen entdeckt, so werden diese von den Entsorgungsbetrieben der Stadt Heilbronn zur Anzeige gebracht und anschließend vom Ordnungsamt verfolgt. Auf die Betroffenen kommt dann ein Bußgeldverfahren zu. Je nach Müllmenge kann sich das Bußgeld auf mehrere hundert Euro belaufen.“

Video-Überwachung laut Stadt Heilbronn fortan an verschiedenen Brennpunkt-Containerstandorten

Insgesamt werde die Stadt Heilbronn laut Sprecherin Claudia Küpper in diesem Jahr an mehreren Containerstandorten, „an denen es immer wieder zu größeren illegalen Müllablagerungen kommt, eine Video-Überwachung vornehmen - mit dem Ziel, Erfahrungen damit zu sammeln“. Und um die zur Verantwortung zu ziehen, die mutwillig und illegal für neapolitanische Verhältnisse sorgen.

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