Neue Typklassen fix

Diese Autofahrer zahlen 2025 weniger Kfz-Versicherung – Tabelle gibt Überblick

  • Julia Cuprakowa
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Die neuen Typklassen der Kfz-Versicherungen stehen fest: Mehr als zwölf Millionen Autobesitzer erhalten eine neue Einstufung für ihr Fahrzeug. Einige müssen mehr zahlen – andere weniger.

Im Jahr 2025 kommen wieder einige Änderungen auf die Verbraucher zu: Eine Neuerung bei der Rente verspricht rund 1,8 Millionen Menschen mehr Geld, eine Steuerreform verspricht mehr Nettogehalt im Jahr 2025. Last but not least steht auch für Autofahrer eine Änderung an: Für rund 12 Millionen Fahrzeughalter wird die Kfz-Versicherung teurer oder günstiger. Der Grund: Die neuen Typklassen der Kfz-Versicherung für das kommende Jahr stehen fest. Wer von der neuen Einstufung ab 2025 profitiert, verrät echo24.de.

Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung stehen fest: Für wen sich was ändert

Insgesamt knapp 7,1 Millionen Fahrzeughalter in Deutschland müssen im kommenden Jahr voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen, wie echo24.de bereits berichtete. Rund 5,1 Millionen Versicherte rutschen mit ihrem Auto in eine günstigere Typklasse. Für rund 71 Prozent – also 30 Millionen – Autobesitzer ändert sich dagegen nichts. Das hat die aktuelle Auswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergeben.

Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) legt jährlich neue Typklassen fest

Jedes Jahr stuft der GDV die circa 33.000 Automodelle in Deutschland in Typklassen ein. Basis dafür sind die Anzahl und Kosten von Schäden, die den Versicherern gemeldet worden sind. Unterteilt wird in Typklassenverzeichnisse für je Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoschäden.

Wenn es zu Änderungen kommt, verschiebt sich die Typklasse bei den meisten Modellen in der Regel nur um eine Klasse nach oben oder unten. Größere Sprünge machen beispielsweise der Mercedes-Benz EQC 400 4Matic und der Toyota Yaris Cross Hybrid 1.5, die jeweils um zwei Klassen besser eingestuft werden. Auf der anderen Seite verschlechtern sich der Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro um drei und der Peugeot 3008 HDI um zwei Typklassen.

Änderungen bei Kfz-Versicherung ab 2025: Tabelle zeigt, wer weniger zahlen muss

Grundsätzlich ist eine niedrigere Typklasse günstiger als eine höhere: Haftpflicht-Klassen von 10 bis 25, Vollkasko-Klassen von 10 bis 34, Teilkasko-Klassen von 10 bis 33. Die folgende Tabelle zeigt, wer von der Änderung der Typklassen ab 2025 profitiert (Quelle: GDV):

Fahrzeugmodell\tVeränderung bei der Typklasse
Ford B-Max 1.4Haftpflicht: -1 / Teilkasko: -1 / Vollkasko: -
Hyundai Tucson 1.6Haftpflicht: -1 / Teilkasko: -3 / Vollkasko: -3
Mercedes-Benz EQC 400 4MaticHaftpflicht: -2 / Teilkasko: -2 / Vollkasko: -2
Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDIHaftpflicht: -1 / Teilkasko: +1 / Vollkasko: -1
VW Golf VII R 2.0 TSIHaftpflicht: -1 / Teilkasko: -1 / Vollkasko: -1

Neue Typklassen für 2025 fix – so werden sie ermittelt

Doch wie werden die Typklassen ermittelt und wozu dienen sie? In der Kfz-Haftpflicht-Versicherung werden die Typklassen nach den Leistungen an den geschädigten Unfallgegner berechnet. In der Kaskoversicherung spielt unter anderem der Wert des Fahrzeugs eine Rolle. Deshalb haben viele hochmotorisierte Oberklassemodelle und SUVs eine hohe Typklasse, ältere Modelle und Kleinwagen eher eine niedrige.

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Verschiedene PKWs stehen hintereinander.
TÜV Süd Technischer Überwachungsverein KFZ Auto-Plakette Verkehrssicherheit Hauptuntersuchung
Schild mit Tüv Plakette, HU, Deutschland, Europam Hauptuntersuchung
Ein Mechaniker fuellt Motoroel in ein Kraftfahrzeug
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Die Typklassen-Statistik des GDV umfasst insgesamt rund 33.000 verschiedene Modelle und deren Schadenbilanzen von 2021 bis 2023. Das System dahinter: Verursacht ein Automodell vergleichsweise wenige Schäden und geringe Reparaturkosten, erhält es eine niedrige Typklasse, bei vielen Schäden und hohen Versicherungsleistungen eine hohe, wie der ADAC berichtet.

Das heißt: Ist ein bestimmtes Automodell vor allem bei jungen Autofahrern oder Fahranfängern beliebt, könnte es höher eingestuft werden. Der Grund: Junge Erwachsene stellen das größte Unfallrisiko dar, heißt es auf „bussgeldkatalog.org“. Laut Unfallstatistik sind es vor allem junge Fahrer, die schwere Verkehrsunfälle verursachen und damit auch höhere Versicherungskosten verursachen. Wie man bei der Kfz-Versicherung noch zusätzlich sparen kann, verrät echo24.de in einem separaten Artikel.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia / IMAGO / CHROMORANGE / Collage: echo24

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