Vorschriften beachten

Winterurlaub in Österreich: Ab November kann ein Fehler Autofahrer bis zu 5.000 Euro kosten

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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In Österreich gilt von 1. November bis 15. April die sogenannte „witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht“. Verstöße dagegen können teuer werden.

Eine Urlaubsfahrt mit dem Auto will gut geplant sein. Keinesfalls sollte man auf einen gründlichen Fahrzeug-Check vor dem Start verzichten. Um Geld zu sparen, und die teils extremen Preise an Autobahn-Raststätten zu vermeiden, empfiehlt es sich, selbst Verpflegung mitzunehmen. Je nach Ziel kann es sich auch lohnen, Tankstopps in anderen Ländern zu planen. Besonders wichtig ist es, sich über die im Urlaubsland geltenden Verkehrsregeln zu informieren – denn teils drohen drastische Strafen, wie beispielsweise in Dänemark mit dem sogenannten „Wahnsinnsfahrt“-Gesetz. Auch in Österreich kann es extrem teuer werden, wenn man sich im Winter nicht an eine bestimmte Vorschriften hält.

„Witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht“ in Österreich

Denn in Österreich gilt von 1. November bis 15. April eine sogenannte „witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht“. Bei Schnee, Schneematsch oder Eis auf der Fahrbahn müssen auf allen Rädern Winterreifen montiert sein. Laut dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) werden als Winterreifen Pneus mit den Kennzeichnungen „M+S“, „M.S.“ und „M&S“ anerkannt. Ebenso sind Reifen mit dem Schneeflockensymbol erlaubt. Die Mindestprofiltiefe für Winterreifen liegt in Österreich bei mindestens vier Millimetern, bei Diagonalreifen müssen es mindestens noch fünf Millimeter sein.

In Österreich gilt von 1. November bis 15. April eine „witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht“. (Symbolbild)

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Schneeketten als Alternative zu Winterreifen – unter einer Voraussetzung

Es gibt jedoch auch eine Alternative zu Winterreifen: Autofahrer können in Österreich auf mindestens zwei Antriebsrädern Schneeketten montieren. Erlaubt ist dies aber nur, wenn die Straße durchgängig mit Eis oder Schnee bedeckt ist. Wer auf diese Lösung setzt, sollte also permanent Schneeketten im Auto mitführen.

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Winterreifenpflicht in Österreich – Welche Strafen drohen

Hält man sich als Autofahrer in Österreich nicht an die Regel, kann es teuer werden. Wird man bei winterlichen Straßenbedingungen ohne die entsprechende Bereifung erwischt, drohen 60 Euro Strafe. Gefährdet man dadurch andere Verkehrsteilnehmer, sind laut ÖAMTC sogar bis zu 5.000 Euro Strafe möglich.

Auch in Deutschland gibt es eine situative Winterreifenpflicht – allerdings ist dafür kein bestimmter Zeitraum festgelegt. Die Mindestprofiltiefe ist hierzulande die gleiche wie für Sommerreifen: 1,6 Millimeter. Allerdings empfehlen Experten – beispielsweise vom ADAC – mindestens vier Millimeter.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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