Zerkratzte, vergilbte, matte Scheinwerfer

Scheinwerfer am Auto niemals polieren – Fahrer riskieren TÜV-Zulassung

  • VonLaura Stoll
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Bei matten Auto-Scheinwerfern greift der Heimhandwerker schnell mal zum Polier-Werkzeug. Damit riskieren Autofahrer jedoch ihre TÜV-Zulassung.

Bei alten Fahrzeugen sind oft matte, zerkratzte oder gelbliche Scheinwerfer zu sehen. Für den Auto-Liebhaber ist dieser Anblick weniger erfreulich. Es gibt verschiedene Tricks zur Reinigung von matten Scheinwerfern. So kommt auch der schnelle Gedanke, die veralteten Scheinwerfer in der Heimwerkstatt aufzupolieren. Das Heimwerken riskiert jedoch eine TÜV-Zulassung für das betroffene Fahrzeug.

Matte Auto-Scheinwerfer polieren – deshalb ist es verboten

Moderne Scheinwerfer sind mit einer Kratzschutzschicht überzogen, die sich durch Umwelteinflüsse, wie Salz, Hagel, Sand, Staub und teilweise auch durch eine falsche Reinigung lösen kann, schreibt der „ADAC“. Auch durch das Polieren wird diese Schutzschicht entfernt und die Scheinwerfer entsprechen nicht mehr den Anforderungen, die in der Baurichtlinie des Scheinwerfers angegeben sind.

Das Polieren von Auto-Scheinwerfern gefährdet die TÜV-Zulassung.

Der „ADAC“ erklärt außerdem, dass auch das Auftragen von Lack auf einen polierten Scheinwerfer eine „bauteiliche Veränderung“ sei und dass solche zum Entzug der Betriebserlaubnis führen können. Auch andere Tunings an Scheinwerfern können Konsequenzen haben, wie echo24.de berichtet.

Autos mit polierten Scheinwerfern bekommen kein TÜV – was bei matten Scheinwerfern zu tun ist

Wenn bei der Hauptuntersuchung eines Autos polierte Scheinwerfer vorhanden sind, gibt es keinen TÜV. Die alten Scheinwerfer unbearbeitet zu lassen, ist jedoch auch keine Lösung. Denn verkratzte, matte oder vergilbte Scheinwerfer bestehen die TÜV-Prüfung ebenfalls nicht, betont der „ADAC“.

Denn wenn Scheinwerfer zerkratzt, vergilbt oder matt sind, stellen sie bei einer Nachtfahrt eine Gefahr dar. Einerseits ist die Leuchtkraft verschlechtert und durch eine veränderte Lichtstreuung können andere Verkehrsteilnehmer irritiert werden.

Der einzige Ausweg für veraltete Scheinwerfer ist also ein Austausch. Gebrauchte oder neue Scheinwerfer können mit zusätzlichem Einbau in der Werkstatt mehrere hundert bis zu 2000 Euro kosten.

Rubriklistenbild: © NomadSoul via www.imago-images.de

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