E-Booster helfen

Stau oder kein Akku mehr: Was tun, wenn das E-Auto nicht mehr fährt?

  • VonNils Jauss
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Vor allem in den Ferien und zu Stoßzeiten kommt es zu Staus auf der Autobahn. Aber was tun, wenn bei einem Elektroauto der Akku unerwarteterweise keinen Saft mehr hat?

Elektroautos werden immer beliebter. Im ersten Quartal 2023 war das Tesla Model Y sogar das meistverkaufte Auto weltweit und auch in Deutschland steigen die Verkaufszahlen immer weiter. Aber gerade in der Urlaubssaison kommt bei vielen die Frage auf: Was tun, wenn im Stau der Akku leer geht?

Was tun, wenn der Akku auf der Autobahn leer geht? ADAC testet mobile Ladegeräte für E-Autos

Wenn bei einem Verbrenner der Sprit ausgeht, dann lässt sich das noch vergleichsweise einfach lösen. Entweder können Pannenhelfer, etwa vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club „ADAC“, Sprit vorbeibringen oder, wenn der Weg nicht zu weit ist, kann mit einem Kanister Nachschub an der nächsten Tankstelle geholt werden.

Im Sommer kommt es immer häufiger zu Staus. Aber wie ist das mit Elektroautos im Stau.? Leert sich der Akku trotzdem weiter?

Aber was machen E-Auto-Fahrer? Schließlich lässt sich Strom nicht einfach in einen Kanister füllen. Wie „Auto24“ berichtet, gibt es dafür sogenannte „E-Booster“. Das sind mobile Ladegeräte, die den E-Autos als Lademöglichkeit dienen sollen, um zur nächsten Ladesäule zu kommen. Quasi wie eine Powerbank.

ADAC gibt Tipps zum Vermeiden von Pannen: Leere Akkus nur selten ein Grund bei E-Autos

Laut „ADAC“ sind leere Akkus bei Elektroautos, genau wie bei Verbrennern ein leerer Tank, nur selten ein Pannengrund. Gerade im Sommer, wenn die meisten Staus aufgrund der Reisezeit entstehen, verbrauchen Elektroautos weniger auch im Stau, da Verbraucher wie Heizung oder Sitzheizung nicht benötigt werden. Das Elektrofahrzeug hat auch keinen Leerlauf, wenn das Auto also steht, verbraucht es nichts. Vorausgesetzt, die Klimaanlage, Musik oder Navigationssystem laufen nicht.

Leere Akkus sind nur selten ein Pannengrund, dennoch ist es ratsam die Urlaubsroute zu planen.

Der ADAC rät trotzdem dazu, vor dem Urlaub auf der Route nach Ladesäulen zu schauen und diese auch gezielt anzufahren. Bei dieser Planung sollte ein kleiner Puffer immer mit einkalkuliert sein. Viele neuere Autos berechnen die Route direkt schon mit Ladesäulen, oder schlagen welche, die auf der Strecke liegen vor.

Übrigens: Ab September könnte es wohl einen Einbruch bei dem Verkauf von E-Autos geben: Der Kauf von Neuwagen wird teurer.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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