Experten warnen vor Gefahr

Autoreifen richtig wechseln: Bereits der erste Fehler kann tödlich enden

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Der Frühling steht an, das Wetter zeigt sich von seiner milden Seite – für viele Autofahrer heißt es in den kommenden Wochen deshalb wieder: Reifen wechseln. Doch bei Fehlern droht sogar tödliche Gefahr.

Für Autofahrer, die bei den gestiegenen Spritpreisen etwas für den Geldbeutel tun möchten, lohnt sich die Fahrt zur günstigsten Tankstelle. Aber auch der Reifendruck spielt eine entscheidende Rolle, um Kosten zu sparen. Darüber hinaus ist auch der Reifen selbst wichtig: Es sollte rechtzeitig vom Winter- auf den Sommerreifen gewechselt werden. Experten sehen dabei aber sechs teure – und vor allem gefährliche – Fehler, die Autofahrer machen können. Einige können sogar den Tod zur Folge haben. .

Grundsätzlich gilt für den Reifenwechsel die Faustregel: Von Ostern bis Oktober gehören Sommerreifen drauf – die restliche Zeit Winterreifen! Wichtig sind dabei laut „Allgemeine Deutsche Automobil-Club“ (ADAC) „ein stabiler Wagenheber, Unterstellbock, Radkreuz, Drahtbürste, Schachtel für Schrauben, soweit vorhanden Schlüssel für das Felgenschloss sowie Drehmomentschlüssel“. Eine Garantie für fehlerfreies Gelingen sind sie nicht.

Vorsicht beim Reifenwechsel: Dieser Fehler kann tödlich sein

Wie die Fachzeitung „Autobild“ schreibt, drohen Autofahrern sechs teure und auch gefährliche Fehler beim Reifenwechseln. Der erste Fehler könnte sich gleich mit dem Wagenheber ergeben. Ein teures Versehen. An der Karosserie des Fahrzeugs gibt es feste Stellen, die genau für den Wagenheber vorgesehen sind. Wer die übersieht, muss mit Dellen und einem verbogenen Schweller rechnen.

Wer sich den falschen Untergrund für den Reifenwechsel aussucht, der begibt sich bereits an dieser Stelle in tödliche Gefahr. Rutschfest und eben sollte der Boden sein, laut dem Bericht. Rasen und Kopfsteinpflaster kommen gar nicht infrage. Dazu heißt es: „Der Wagenheber könnte einknicken und nicht nur schwere Schäden am Auto anrichten, es kann sogar zu tödlichen Verletzungen kommen“. 

Richtig Reifenwechseln: Ein Blick auf das Gummi ist wichtig

Wer neue Reifen an sein Auto montieren möchte, der muss zwingend einen genauen Blick auf die neuen Gummis verwerfen. Auch hier können durchaus Fehler passieren. Es gilt laut Experten eine Profiltiefe bei Sommerreifen von minimal zwei Millimeter und bei Winterreifen von vier Millimeter.

Von ABS bis TÜV: Diese Abkürzungen sollte jeder Autofahrer kennen

Verschiedene PKWs stehen hintereinander.
TÜV Süd Technischer Überwachungsverein KFZ Auto-Plakette Verkehrssicherheit Hauptuntersuchung
Schild mit Tüv Plakette, HU, Deutschland, Europam Hauptuntersuchung
Ein Mechaniker fuellt Motoroel in ein Kraftfahrzeug
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Der Gummi könnte zudem beschädigt und porös sein. Laut „Autobild“ sollten die Reifen auch „gleichmäßig abgefahren sein. Ist der Reifen eher mittig oder an den Kanten abgefahren, könnte der Reifendruck zu hoch bzw. zu niedrig gewesen sein“.

Schrauben richtig festziehen beim Reifenwechsel

Wer sich bei seinem Reifenwechseln fürs Festziehen der Schrauben auf einen Akku-Schlagschrauber verlässt, lebt ebenfalls gefährlich. Die richtige Haltung entscheidet dabei über die Folgeschäden. Die Fachleute erklären dazu, dass man „beim Festschrauben mit einem Schlagschrauber das Gewinde zerstören“ kann, wenn man „einen Radbolzen oder eine Radmutter schief ansetzt“.

Reifenwechseln kann für Autofahrer gefährliche Folgen haben.

In der Folge sitzt das Rad nicht richtig. Die Schrauben müssen zusätzlich mit einem entsprechenden „Anzugsmoment festgezogen werden“. Zu fest, können Gewinde überdrehen, die Schrauben stehen unter extremer Spannung und könnten brechen. Auch wenn sie zu locker sitzen, sind schlimme Unfälle gerade bei höheren Geschwindigkeiten vorprogrammiert.

Autofahrer sollten grundsätzlich auch auf den Reifendruck achten. Besonders aber beim Reifenwechseln lohnt sich der Blick auf die neuen Gummis. Wie echo24.de bereits berichtet hat, lässt sich mit dem richtigen Druck an der Tankstelle Geld sparen.

Autofahrer müssen Räder beim Reifenwechsel richtig in Position bringen

Wichtig ist nicht zuletzt die richtige Position der Reifen. Dem Fachartikel zur Folge ist bei den meisten Reifen „durch das Profil eine Laufrichtung vorgegeben“. Zur Erleichterung für die Autofahrer sind diese mit einem Pfeil gekennzeichnet. Wer sein Rad verkehrt montiert, verliert an Haftung.

Teuer wird es auf Dauer auch, da sich das Profil deutlich extremer abnutzt. Neue Reifen werden schneller fällig. Außerdem drohen Probleme beim TÜV. Wer mit falsch montierten Reifen auftaucht, wird auf seine Plakette verzichten müssen.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

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