Österreich, Italien und Co.

Urlaub mit dem Auto in Europa: Diese strengen Tempolimits gelten im Ausland

  • VonLaura Stoll
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Wer plant, mit dem Auto ins Ausland zu fahren, sollte die verschiedenen Tempolimits kennen, die teilweise erheblich von denen in Deutschland abweichen. Sonst wird es teuer.

Für Autofahrer bietet es sich an, Urlaub in den deutschen Nachbarländern zu machen oder generell durch Europa zu reisen. Für viele ist der Weg bis zur nächsten Grenze nicht weit. Wer jedoch mit dem Auto fährt, sollte beachten, dass im Ausland auch andere Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten. In Deutschland sind die Autobahnen meist ohne Tempolimit, im Ausland sieht das jedoch ganz anders aus. Auch für Fahranfänger gelten in manchen Ländern spezielle Geschwindigkeitsbegrenzungen. Zudem können die Begrenzungen lokal und saisonal abweichen.

Urlaub in Frankreich, Österreich und Italien – diese Tempolimits gelten für Autofahrer

In Frankreich gibt es im Gegensatz zu Deutschland ein Tempolimit auf Autobahnen, welches bei 130 km/h liegt. Für Schnellstraßen sind 110 Kilometer pro Stunde und für Straßen außerorts 80 km/h zugelassen, erklärt der „ADAC“. Für Fahranfänger sieht das in Frankreich jedoch anders aus. Diese dürfen auf Autobahnen maximal 110 km/h und auf Schnellstraßen maximal 100 km/h fahren.

Auch in Österreich darf auf Autobahnen maximal 130 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Für Schnellstraßen und außerorts gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h. Auf den österreichischen Trauern-Autobahnen gilt jedoch zwischen 22 und 5 Uhr Tempo 110 km/h.

In Italien gelten ebenfalls 130 km/h als Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen. Für Schnellstraßen sind 110 km/h und für Straßen außerorts 90 km/h zugelassen.

Mit dem Auto nach Belgien, Luxemburg und in die Niederlande – diese Höchstgeschwindigkeiten gelten

In Belgien gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen die Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. Für Straßen außerorts ist die Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h angesetzt. Dies kann jedoch abweichen: In der Wallonie, im Südosten von Belgien, gilt außerorts laut „ADAC“ die Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h..

In den Niederlanden müssen Autofahrer die Beschilderung beachten. Auf Autobahnen kann die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h bis zu 130 km/h variieren. Auf den Schnellstraßen ist jedoch ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde angesetzt und außerorts eines von 80 km/h. Luxemburg hat auf Autobahnen ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde. Außerorts gilt hier eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

Urlaub in Tschechien, Polen, Schweiz oder Dänemark – diese Tempolimits gelten für Autofahrer

In Tschechien gilt ebenfalls ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. Auf Schnellstraßen müssen sich Autofahrer an eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 110 Kilometern pro Stunde halten. Außerorts gelten hier maximal 90 km/h. Ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen gilt auch in Dänemark. Hier sind jedoch auf Schnellstraßen sowie außerorts nur 80 km/h erlaubt.

Polen hat auf den Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Auf Schnellstraßen gelten 100 km/h und auf Straßen, welche außerorts liegen, gilt eine Beschränkung von 90 Kilometern pro Stunde. In der Schweiz sind auf der Autobahn nur 120 km/h erlaubt. Die Schnellstraße ist hier auf ein Tempolimit von 100 km/h beschränkt und außerorts gilt ein Limit von 80 Kilometern pro Stunde.

Bußgeld im Ausland: Das droht Autofahrern in Europa

Ein Bußgeld im Ausland ist oft höher als unsere teils milden Geldstrafen in Deutschland. In Frankreich etwa fällt für eine Überschreitung eines Tempolimits von 20 Kilometern pro Stunde ein Bußgeld von mindestens 585 Euro an. Auch in Italien können Autofahrer dann mit einem Bußgeld von 175 Euro rechnen.

Der „ADAC“ warnt vor einem aussitzen der Strafe, denn in fast allen EU-Ländern können die Geldstrafen auch nachträglich in Deutschland noch vollstreckt werden. In Sachen Bußgeld gibt es außerdem ab 2024 eine Änderung für Autofahrer – dadurch soll die Verfolgung von Rasern über die Landesgrenze leichter werden.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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