Sonnenschutz
Schutz vor Sonnenstrahlen: Diese Hausmittel helfen bei Sonnenbrand
VonJosefine Lenzschließen
Trotz aller Vorsicht einen Sonnenbrand bekommen? Hausmittel, die zum Teil schon unsere Großmütter kannten, können helfen.
Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperatur – das lädt zum Aufenthalt im Freien oder zum Besuch im Schwimmbad ein. Doch wenn sich nach einiger Zeit die Haut heiß anfühlt und sich ein leicht brennender Schmerz bemerkbar macht, dann solltet ihr vorsichtig sein. Wenn ihr euch jetzt umgehend an einen schattigen Platz begebt, wo die Haut vor weiterer UV-Strahlung geschützt ist, dann ist ein Sonnenbrand vielleicht noch vermeidbar.
Hauttyp und Lichtschutzfaktor der Sonnencreme spielen wichtige Rolle
Ein Sonnenbrand kann trotz Eincremens mit Sonnenschutzmittel auftreten, denn die Schutzwirkung ist nur für eine begrenzte Zeitspanne gegeben. Hier spielt auch euer Hauttyp und der Lichtschutzfaktor des verwendeten Mittels eine Rolle. Die Rötung der Haut ist oft erst nach einiger Zeit bemerkbar.
Drei Schweregrade von Sonnenbränden
1. Grad eins: Leichter Sonnenbrand - die betroffenen Hautstellen sind gerötet und überwärmt, spannen und sind oft auch leicht geschwollen. Der Sonnenbrand juckt und brennt.
2. Grad zwei: Es bilden sich Bläschen auf der Haut. Später beginnt sich die Haut zu schälen.
3. Grad drei: Schwere Verbrennung - die obersten Hautschichten sind zerstört und lösen sich ab. Es können Narben zurückbleiben.
Die ersten Symptome treten etwa sechs bis acht Stunden nach dem Sonnenbad auf. 24 bis 36 Stunden später ist der Höhepunkt der Beschwerden erreicht. Je nach Schwere der Verbrennung klingen die Symptome innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ab.
Hausmittel gegen Sonnenbrand, welche unsere Großmütter schon kannten
Wenn ihr euch aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen (leichten) Sonnenbrand zugezogen habt, dann gibt es bewährte Hausmittel, die teilweise schon unsere Großmütter kannten.
Quarkwickel: Quark enthält Kalzium, das bei Entzündungen einen positiven Einfluss auf die Haut hat, außerdem kühlt Quark die Haut. Einfach ein sauberes (am besten heiß gebügeltes) Tuch ausbreiten, den Quark fingerdick auftragen und dann zu einem länglichen Quarkwickel falten. Nicht länger als ca. 15 Minuten einwirken lassen, sonst wird der Quark zu warm und zieht sich zusammen! Diese Wirkung ist nicht erwünscht. Tragt den Quark nicht direkt auf die Haut auf. Das ist ein unangenehmes Geschmiere und das Abwaschen ist umständlich.
Echte Aloe Vera: Die Aloe Vera ist als Topfpflanze dekorativ. Aber sie hat auch eine lange Tradition als Heilpflanze. Sie wirkt bei Hautverletzungen und Entzündungen der Haut heilend. Die Empfehlung eines Heilbronner Arztes ist: „wenn ihr eine solche Topfpflanze besitzt, so schneidet Blätter in dünne längliche Streifen und legt diese auf die betroffenen Körperstellen auf“. Aber es gibt auch ein Gel aus Aloe Vera, das in der Apotheke oder im Reformhaus erhältlich ist.
Kühlpads mit Gel-Füllung: Diese mit Gel gefüllten Pads werden auch bei Verletzungen, Verstauchungen oder Schwellungen zum Kühlen benutzt. Bei Sonnenbrand wirkt die Kühlwirkung dieser Pads ebenfalls lindernd gegen die Schmerzen. Sie können im Gefrierschrank eingefroren werden, sollen aber gefroren nicht direkt auf die Haut gelegt werden, da dies zusätzliche Hautschäden verursachen kann. Es gibt für diese Pads spezielle Hüllen, die eine leicht isolierende Wirkung haben oder man kann die Pads auch einfach in ein dünnes Tuch einpacken.
Kokosöl: Kokosöl wird in manchen Haushalten zum Braten, Backen oder Frittieren benutzt. Es hat wertvolle Inhaltsstoffe für eine gesunde Ernährung. Mineralien wie Kalium und Kalzium befinden sich darin. Es kann auch für die Hautpflege allgemein und insbesondere nach einem Sonnenbrand verwendet werden.
Trinken nicht vergessen! Außer den Mitteln zum Auftragen auf die Haut sind noch weitere Dinge wichtig: Trinken! Flüssigkeitsaufnahme ist jetzt wichtig. Wasser und isotonische Getränke in Zimmertemperatur sind jetzt die erste Wahl.
Ein Rezept der AOK beschreibt, wie man ein isotonisches Getränk selbst herstellen kann: Zwei Teile Wasser mit einem Teil Obstsaft mischen. Man kann auch noch eine Prise Natriumchlorid (das ist das ganz normale Kochsalz) hinzufügen. Schon ist ein gesundes und schmackhaftes Getränk fertig.
Schwerer Sonnenbrand: Das sollte man unbedingt vermeiden
Sonnenbrand kann leider auch in schwerer Form auftreten. Wenn sich Blasen bilden und aufplatzen, ist eine Infektionsgefahr gegeben. Hier sollten keine Öle, Flüssigkeiten oder andere Stoffe auf die Haut gegeben werden. Kühlung ist hier die bessere Möglichkeit. Fragt im Zweifelsfall euren Arzt, insbesondere wenn Fieber oder Schwindelanfälle auftreten.
Die beste Option ist es, Sonnenbrand im Vorfeld zu vermeiden. Cremt euch gut mit dem notwendigen Sonnenschutzmittel ein und tragt möglichst Kleidung, die zu hohe UV-Strahlung abhält oder geht rechtzeitig in den Schatten. So könnt ihr die Sonne ohne negative Folgen genießen.
Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer/dpa-tmn

