In Deutschland
Experte geht von schneller Ausbreitung aus: Nosferatu-Spinne bald in ganz Deutschland?
- VonSophia Lavcanskischließen
Immer häufiger wird in Europa die giftige Nosferatu-Spinne gesichtet. Ein Experte berichtet von der Ausbreitung in Deutschland und vermutet bald eine flächendeckende Ansiedlung.
Schon seit einigen Jahren breitet sich die Kräuseljagdspinne, auch bekannt als Nosferatu-Spinne, immer weiter aus. Besonders in der kalten Jahreszeit, die gerade beginnt, suchen die haarigen Achtbeiner warme Unterschlüpfe, um den Winter zu überleben – dabei sind besonders Häuser von Menschen beliebt. Doch wo und in welcher Menge breiten sich die Tiere derzeit aus?
Über das Rheintal nach ganz Deutschland – die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne
Auf Nachfrage von echo24.de berichtet ein Experte der „Arachnologischen Gesellschaft e.V.“ über die Ausbreitung der Nosferatu-Spinnen. „Viele invasive Arten aus dem Süden kommen über das Rheintal nach Mitteleuropa.“ Auch bei vielen anderen exotischen „Neuankömmlingen“ sei dieses Ausbreitungsmuster häufig zu beobachten.
Doch weshalb fühlen sich die Tiere besonders in der Rhein-Region so wohl? „Zum einen ist das Rheintal klimatisch günstig
für südliche Arten“ berichtet der Experte. Von dort aus sorge anschließend der deutschlandweite Warentransport „für eine beschleunigte Ausbreitung, vor allem in die größeren Städte.“
Flächendeckende Ausbreitung der Nosferatu-Spinne ist zu erwarten
Tatsächlich sollten sich die Menschen in Deutschland und Europa an die Spinnentiere gewöhnen: „Speziell für die Nosferatu-Spinne ist nicht anzunehmen, dass die tatsächliche Häufigkeit in Deutschland zurückgeht“, berichtet der Experte. Prinzipiell würde sich die Art in Zukunft langsam aber sicher über die Fläche ausbreiten, „nachdem sie im Rheintal und in den großen Städten erstmal Fuß gefasst hat.“
Auch wenn die Spinne für viele durch ihre Optik und den Fakt, dass sie giftig ist, angsteinflößend wirkt, sollte bei einer Begegnung mit der Nosferatu-Spinne Ruhe bewahrt werden. Tatsächlich gleicht der Biss einer Nosferatu-Spinne nämlich nur dem Stich einer Biene oder Wespe. Um dennoch dafür zu sorgen, dass die Nosferatu-Spinne ins eigene Haus gelangt, gibt es einige Tipps und Tricks.
Rubriklistenbild: © Robert Pfeifle/Nabu/dpa / Atlas der Spinnentiere Europas; Arachnologische Gesellschaft e.V. / Collage: Anna Bremer/echo24.de
