Achtbeiner in Baden-Württemberg „heimisch“

Nosferatu im Haus entdeckt? Richtiges Verhalten bei Begegnung mit der Spinne

  • Anni Gebhard
    VonAnni Gebhard
    schließen

Unaufhaltsam verbreitet sich die giftige Nosferatu-Spinne in Baden-Württemberg – inzwischen gilt sie als „heimisch“. Doch was tun, wenn man auf den Achtbeiner trifft?

Als wahrscheinlich „blinder Passagier“ hat es neben der Wespenspinne schon die zweite giftige Spinne, nämlich die Nosferatu-Spinne, nach Deutschland geschafft. Dass solche Tiere unbemerkt mit dem Güterverkehr ihre Heimat verlassen und sich in einem anderen Land ansiedeln, kommt relativ häufig vor. Inzwischen gilt die Nosferatu in Baden-Württemberg als „heimisch“.

Die Nosferatu-Spinne stammt eigentlich aus Nordafrika oder dem Mittelmeerraum, sie mag es also warm. Da in Deutschland aber gerade im Winter alles andere als hohe Temperaturen herrschen, sucht sich die Spinne ihr warmes Plätzchen eben selbst und das sind im Winter die beheizten Häuser und Wohnungen der Menschen – ähnlich wie die Hauswinkelspinne.

Nosferatu im Haus oder der Wohnung entdeckt? Das ist bei einer Begegnung mit der Spinne zu tun

Gar nicht unwahrscheinlich also, dass der haarige Geselle in einigen Winkeln oder Ecken auftauchen könnte. Für Menschen mit einer echten Spinnenphobie eine Grusel-Vorstellung. Doch es gilt: Ruhe bewahren. Denn das Schlimmste, das man tun kann, ist, die Spinne zu provozieren. Fühlt sie sich nämlich bedroht, kann es dazu kommen, dass sie beißt. In einem solchen Fall gibt es laut echo24.de einige Dinge zu beachten.

Nosferatu-Spinne an diesen Merkmalen erkennen – häufige Verwechselung mit der Hauswinkelspinne

Wie man die Nosferatu-Spinne am besten von der Hauswinkelspinne unterscheidet, erklärt echo24.de in einem separaten Artikel. Doch welche Merkmale machen die Nosferatu-Spinne genau aus?

Ein Mann aus Heilbronn ist von einer Nosferatu-Spinne gebissen worden.

Die Nosferatu-Spinne gehört zu der Art der Kräuseljagdspinnen und hat einen Körper von etwa zwei Zentimetern Länge bei einer Spannweite der Beine von circa sechs Zentimetern. Wer nach der Nosferatu-Spinne sucht, muss aber nicht in alle Ecken des Zimmers schauen, denn die Besonderheit bei der giftigen Spinne ist, dass sie sich kein Netz baut, um ihre Beute zu fangen, sondern ihre Beute verfolgt und ihr auflauert, um dann blitzartig aus ihrem Versteck hervorzustoßen.

Einzigartig ist die Spinne auch durch ihre Hafthaare an den Beinen, die es ihr ermöglichen senkrecht an Glasscheiben hochzukrabbeln. Entwischt einem die Nosferatu-Spinne, kann man also lange und intensiv suchen, bis man sie wieder findet.

So gelangt die Nosferatu-Spinne gar nicht erst ins Haus

Wer vermeiden will, dass die Nosferatu überhaupt ins Haus gelangt, für den gibt ein paar Tipps und Tricks. Wie gegen alle Insekten und Spinnen hilft es vor allem, Zugänge zum Haus zu versiegeln. Das klappt am besten mit Fliegengittern an den Fenstern oder der Balkontür.

Wer das getan hat, kann zusätzlich mit Lavendel die Achtbeiner fernhalten oder vertreiben. Hilft Lavendel nicht, gelten Essig oder die Düfte von Minze, Zitrusfrüchten oder Eukalyptus ebenfalls als effektive Mittel, um die ungebetenen Gäste zu vertreiben.

Aber auch der Geruch von Kastanien oder Tabak soll die Achtbeiner fernhalten. Helfen alle Hausmittel nichts, kann man noch zu Anti-Spinnen-Spray greifen, welches in Baumärkten oder Online erhältlich ist. Hier aber unbedingt auf Gefahrenhinweise auf der Flasche achten.

Rubriklistenbild: © Foto: Privat/Heilbronner Stimme

Mehr zum Thema