Fiese Plagegeister
Zeckenkopf beim Entfernen stecken geblieben – wann er entfernt werden sollte
VonSandra Barbara Furtnerschließen
Gerade im Frühjahr greifen sie wieder an: Zecken. Die Plagegeister sollten beim Hund so schnell wie möglich entfernt werden. Doch manchmal bleibt ein Zeckenkopf stecken – was nun?
Wie man Zecken richtig entfernt, erhitzt jedes Jahr aufs Neue die Gemüter von Tierhaltern. Soll man beim Entfernen links oder rechts herum drehen? Eine Zeckenzange, Pinzette, Zeckenkarte oder gar die Finger verwenden? Die Plagegeister vorher mit Alkohol, Öl oder anderen Flüssigkeiten behandeln? Und was passiert, wenn beim Herausziehen aus Versehen der Kopf stecken bleibt?
Zuallererst ist es wichtig, die Blutsauger überhaupt zu entfernen, da die Parasiten schwere Krankheiten übertragen können. Auch wenn es meist mehrere Stunden oder Tage dauert, bis eine Zecke Krankheitserreger überträgt, sollte sie sofort raus, wenn sie diese entdecken. Was nicht immer einfach ist, bei dichtem oder schwarzem Fell. Für welches Hilfsmittel Sie sich entscheiden, hängt ganz von Ihnen ab. Manche Tierhalter kommen mit einer Zeckenzange sehr gut zurecht, während andere lieber zu einem Zeckenhaken greifen.
Zeckenkopf beim Hund stecken geblieben – kann der bleiben oder muss er raus?
Am besten suchen Sie Ihren Hund nach jedem Gassigehen gründlich ab. Besonders beliebt: dünn behaarte Körperstellen wie Kopf und Ohren, Achseln und die Innenschenkel. Anschließend streichen Sie mit Ihrer flachen Hand einfach über den kompletten Körper. Vergessen Sie den Schwanz nicht. Auch wenn dieser dicht beharrt ist, können sich dort die Plagegeister verstecken.
Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.
Zeckenkopf beim Hund stecken geblieben – nicht mit Öl oder Alkohol entfernen
Oftmals kratzt sich der Hund auch vermehrt an einer bestimmten Stelle, da der Biss einer Zecke auch Juckreiz verursachen kann. Haben Sie eine entdeckt, versuchen Sie so ruhig wie möglich die Zecke zu entfernen ohne diese zu „quetschen“. Auf ein Entfernen mit den Fingern sollte deswegen verzichtet werden. Verwenden Sie auch möglichst kein Öl, Klebstoff oder Alkohol. Auch wenn die Zecke dann loslässt, sondert sie dabei mögliche gefährliche Erreger ab.
Greifen Sie stattdessen mit einer Zeckenzange möglichst dicht anliegend an die Haut und drehen ganz leicht und vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn. Meist lässt sie sich so leicht entfernen. Mit einem Zeckenhaken kann es einige Sekunden dauern, bis sie sich löst. Hierbei sollten Sie jedoch nicht drehen, sondern nur leicht ziehen. Auf keinen Fall sollte dies hektisch oder ruckartig sein.
Top Ten fürs große Portemonnaie: Die teuersten Hunderassen der Welt




Normalerweise heilen Zeckenbisse wieder von alleine ab. Es schadet jedoch nicht, die Stelle anschließend zu desinfizieren. Sollte bei aller Vorsicht ein Zeckenkopf stecken geblieben sein, ist das noch kein Grund zur Panik. Versuchen Sie beispielsweise, mit einem schmalen Gegenstand wie einer Kreditkarte den Kopf von der Haut zu entfernen. Funktioniert das nicht, dann belassen Sie es einfach dabei. Desinfizieren Sie die Stelle, damit sich keine Bakterien ausbreiten können und warten Sie einfach ab.
Der Zeckenkopf wächst meist, ähnlich wie ein Holzsplitter, einfach wieder heraus. Manchmal entzündet sich die Stelle. In diesem Fall sollten Sie diese täglich kontrollieren. Klingt die Entzündung nicht ab und breitet sich weiter aus, sollten Sie jedoch zu einem Tierarzt gehen.
Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

