Frühjahrsputz mit Tieren

Gefahr durch chemische Putzmittel – wie Sie eine Vergiftung bei Hund und Katze erkennen

  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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Der Frühjahrsputz birgt Gefahren für Haustiere: Reinigungsmittel können tödlich sein. Worauf Sie bei Ihren Putzmitteln achten sollten und wie Sie eine Vergiftung erkennen.

Der Frühling naht – für viele Menschen bedeutet das: Putzen, Aufräumen und Ordnung schaffen. Vor allem Haustierbesitzer, deren Lieblinge zu dieser Jahreszeit viel Fell verlieren, wollen mit verschiedenen Reinigungsmitteln schnell wieder für blitzsaubere Wohnräume sorgen. Doch der Frühjahrsputz birgt auch Gefahren, insbesondere für Hunde und Katzen. Denn viele chemische Reinigungsmittel enthalten Stoffe, die für die Vierbeiner schnell gefährlich werden können.

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Giftige Reinigungsmittel: Gefahr für Hunde und Katzen

Auch wenn Haustiere auf dem frisch gewischten Boden liegen und sich anschließend das Fell lecken, können sie giftige Substanzen erwischen. (Symbolbild)

Viele Putzmittel sind für Hunde und Katzen giftig, auch wenn sie nur indirekt damit in Berührung kommen. Zum Beispiel, wenn die Fellnasen über den frisch geputzten Boden tapsen und sich danach putzen oder ihre Pfoten ablecken. Folgende herkömmliche Reinigungsmittel, die in vielen Haushalten verwendet werden, können für Hunde und Katzen giftig sein:

  • Allzweckreiniger
  • Antibakterielle Handseife
  • Backofenreiniger
  • Bildschirm- und Tastaturreiniger
  • Feucht- und Reinigungstücher
  • Flächen- und Händedesinfektionssprays
  • Geschirrspülmittel
  • Küchen- und Badreiniger
  • Schimmelentferner
  • Steinreiniger/Grünbelagentferner
  • Toilettenreiniger
  • Waschmittel
  • Wäschehygiene-Spülmittel

Auf der Homepage www.codecheck.info können Sie Ihre Putzmittel zudem in eine Suchzeile eingeben und auf giftige Inhaltsstoffe hin prüfen.

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Symptome: Wie erkenne ich eine Vergiftung bei Hund oder Katze?

In vielen Reinigungsmitteln ist neben Tensiden, Lauge, Säure oder anderen ätzenden Stoffen auch Benzalkoniumchlorid enthalten, ein Stoff, der nicht nur Vergiftungen, sondern auch „starke Verätzungen auf der Haut, Schleimhaut und an den Augen verursachen kann“, informiert das Haustierregister Findefix. Weitere Folgen können demnach „Wunden in der Maulhöhle, Geschwüre an Hornhaut, Magen und Speiseröhre sowie Entzündungen und Wunden auf der Haut sein.“

Hat Ihr Haustier Benzalkoniumchlorid unbeobachtet aufgenommen, setzt die Wirkung jedoch meist erst später ein. Laut Findefix treten erste Symptome etwa sechs Stunden später auf, darunter vermehrter Speichelfluss, Appetitlosigkeit und Lethargie, Fieber oder Wunden und Geschwüre auf der Zunge und in der Maulhöhle. Auch Erbrechen oder Durchfall, Atemnot, tränende Augen oder Hautreizungen können auftreten. Woran Sie hingegen eine Schokoladen-Vergiftung beim Hund erkennen, lesen Sie hier.

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Wenn Sie beobachtet haben, dass Ihr Haustier ein chemisches Reinigungsmittel aufgenommen hat, oder wenn Sie bereits erste Symptome bemerken, sollten Sie sofort die nächste Tierarztpraxis, Tierklinik oder die Giftnotruf-Zentrale kontaktieren – es geht um Leben und Tod. Auch wenn Sie nur den Verdacht haben, dass Ihr Tier ein Reinigungsmittel gefressen haben könnte, sollten Sie im Zweifelsfall sofort einen Tierarzt aufsuchen. Wenn Sie wissen, welches Reinigungsmittel Ihr Tier gefressen hat, kann die Verpackung oder die Flasche selbst wertvolle Hinweise liefern und möglicherweise Leben retten.

Welche Blumen Sie außerdem als Haustierbesitzer im Frühling meiden sollten, erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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