Zimmerpflanzen & Haustiere

Flammendes Käthchen: Ist die Kalanchoe giftig für Katzen?

  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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In einem gepflegten Zuhause fühlen sich auch Katzen wohl. Doch vor der Auswahl der Zimmerpflanzen sollten Sie sich genau informieren. Ist eine Kalanchoe beispielsweise geeignet?

Die Kalanchoe blossfeldiana, auch Flammendes Käthchen genannt, ist nicht nur ein farbenfroher Augenschmaus, sondern auch noch besonders pflegeleicht. Das macht sie zu einer beliebten Zimmerpflanze, auch unter Katzenbesitzern. Doch sind Kalanchoe und Katzen im selben Haushalt eine gute Idee?

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Wichtig für Katzenbesitzer: Bei der Kalanchoe ist Vorsicht geboten

Für Katzen können nicht nur manche Lebensmittel gefährlich werden, sie hassen auch bestimmte Gerüche besonders. Aber auch Pflanzen wie die Orchidee stellen eine unterschätzte Gefahrenquelle für die Stubentiger dar. Denn vor allem Katzen lieben es, an Pflanzen zu knabbern. Sie gehen damit einem instinktiven Bedürfnis nach: Gräser können Katzen beim Hochwürgen von verschluckten Haarballen unterstützen.

Eine weitere beliebte Zimmerpflanze, die jedoch für Katzen gefährlich werden kann, ist die Kalanchoe. Sie gilt als giftig und kann für Katzen sogar tödlich sein. Der Grund dafür sind sogenannte Herzglykoside (kardiogene Glykoside), die vor allem bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen können. Je nachdem, wie viel die Katze von der Zimmerpflanze verzehrt hat, kann die Dosis auch zu einem tödlichen Herzstillstand führen. Gleiches gilt im Übrigen für Hasen und Nagetiere, für Hunde ist die Kalanchoe hingegen weniger giftig.

Wer Katzen hat, sollte mit der Kalanchoe vorsichtig sein – und sie gegebenenfalls aus der Wohnung verbannen.

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Wie bemerken Katzenhalter eine Vergiftung durch die Kalanchoe?

Weitere Symptome einer Vergiftung, wenn Ihre Katze von der Kalanchoe gefressen hat, sind:

  • Vermehrte Speichelproduktion
  • Irritationen oder Verstimmungen von Magen und/oder Darm (Erbrechen, Durchfall)
  • Störungen von Herzfrequenz und Herzrhythmus
  • Schwäche bis hin zum Zusammenbruch
  • Herzstillstand

Katzenbesitzer sollten ihre Tiere daher unbedingt von der giftigen Zimmerpflanze fernhalten. Was Sie hingegen tun können, wenn Ihre Katze im Zuhause unglücklich ist, lesen Sie hier.

Was tun, wenn die Katze Kalanchoe gefressen hat?

Hat Ihre Katze etwas von der Kalanchoe gefressen oder Sie vermuten es, sollten Sie Ihren Stubentiger genau beobachten. Bemerken Sie erste Vergiftungsanzeichen, sollten Sie umgehend in die nächste Tierklinik oder zum Tierarzt fahren. Viele Gifte entfalten ihre Wirkung sehr schnell, sodass in kurzer Zeit Lebensgefahr bestehen kann. Für den behandelnden Tierarzt kann eine Probe der verzehrten Pflanze wertvoll sein, um besser festzustellen, mit welcher Art Gift er es zu tun hat. Auch Proben der Ausscheidungen können bei der Bestimmung weiterhelfen.

Aber auch wenn sich Angst und Panik breit macht, sollten Sie nie selbst tätig werden und beispielsweise ein Erbrechen Ihrer Katze herbeiführen. Die Behandlung sollten Sie lieber komplett dem Tierarzt überlassen. Zur Not wird er verschluckte Fremdkörper entfernen oder den Magen-Darm-Trakt Ihrer Katze durchspülen.

Nicht nur Zimmerpflanzen können für Katzen giftig sein

Mit dem Fokus auf giftigen Zimmerpflanzen verlieren viele oftmals den Blick für das Pflanzenzubehör, das für Katzen ebenfalls giftig sein kann. So sollten Katzen auch kein Gießwasser trinken – insbesondere dann nicht, wenn Dünger darin gelöst ist.

Welche Pflanzen sind für Katzen besser geeignet?

Sollten Sie sich jetzt fragen, welche Pflanzen Ihr Zuhause aufhübschen, die gleichzeitig katzenverträglich sind, können Sie sich an folgender Liste mit ungiftigen Pflanzen orientieren:

  • Bananenpflanze
  • Bergpalme 
  • Bromelien
  • Calathea
  • Dickblatt
  • Geldbaum
  • Hibiskus
  • Kentiapalme
  • Kokospalme
  • Schusterpalme
  • Pantoffelblume
  • Pilea
  • Schiefteller
  • Tapirblume
  • Zimmertanne
  • Zwergpfeffer

Nicht zuletzt mit den sogenannten Futterpflanzen Katzengras, Katzenminze und Baldrian machen Sie Ihrer Mieze eine große Freude. Sie dienen zur Magenreinigung und fördern die Verdauung. In der Regel fressen Katzen das organische Material intuitiv und wissen, welche Menge ihnen guttut. Auch Weizen- oder Hafergras können bedenkenlos angeboten werden. Bei der Aussaat sollten Sie lediglich darauf achten, Katzengras-Samen zu verwenden, um scharfe Kanten an den Halmen zu vermeiden.

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Mit Kräutern wie Lavendel, Petersilie, Minze oder Ringelblumen machen Sie ebenfalls nichts falsch. Sie werden feststellen, ob Ihr Stubentiger darauf abfährt oder sich lieber eine Alternative zum Knabbern wählt. Achten Sie bei der Auswahl darauf, Futterpflanzen in Bioqualität zu wählen.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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