Gefährlicher Weichmacher BPA

Ab 2025 im Supermarkt verboten: Was sich bei Verpackungen und Plastikflaschen ändert

  • Michaela Ebert
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Beim Einkauf soll es schon bald eine Änderung geben. Ab 2025 greift ein strenges EU-Verbot, das Trinkflaschen, Plastikverpackungen und Co. betrifft.

In Trinkflaschen aus Plastik kann es enthalten sein, ebenso wie auf der Oberfläche vom Einkaufszettel. Auch die Verpackungen im Supermarkt verfügen darüber: Das Umwelthormon „Bisphenol A“, auch bekannt als „BPA“, ist in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens zu finden. Doch das soll sich zum Ende des Jahres 2024 ändern. Die EU setzt den Inhaltsstoff auf die Verbotsliste – zu groß sind die gesundheitlichen Gefahren.

Änderung im Supermarkt ab 2025: Wo das EU-Verbot greift – Plastikflaschen und Co. betroffen

Bereits im Juni 2024 hatte die Kommission dem Vorschlag zugestimmt, der ein Verbot von BPA in Materialien mit Lebensmittelkontakt vorsieht. Betroffen sind laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) demnach viele Produkte, die uns im täglichen Leben und auch beim Einkauf begegnen, wie zum Beispiel:

  • Trinkflaschen
  • Plastikverpackungen
  • Konservendosen

Pfand-Flaschen sind übrigens – anders als viele vielleicht annehmen mögen – laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) frei von BPA. Dagegen wurde das Vorkommen von östrogen-ähnliche Verunreinigungen in Leitungswasser hin und wieder registriert.

BPA-Verbot in Deutschland: Diese Schäden drohen durch das Umwelthormon

Bis zum Stichtag ist es zwar noch möglich, Produkte mit dem gefährlichen Inhaltsstoff zu kaufen, doch ab Ende 2024 soll das nicht mehr möglich sein. Wann genau es so weit ist, ist noch nicht klar. Die Grundlage für das Verkaufsverbot liefern zahlreiche Studien: Erst im Jahr 2023 hatte eine Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA) elf europäische Länder untersucht und in 92 Prozent der Teilnehmer BPA im Urin nachgewiesen. Zahlreiche weitere Studien konnten bereits zuvor den Verdacht beweisen, dass BPA dem menschlichen Körper schadet.

Da die Struktur dem Hormon Östrogen stark ähnelt, kann dieses an den entsprechenden Rezeptor andocken und damit interagieren. Unfruchtbarkeit, Krebs, Diabetes und neurologische Störungen können die Folge einer solchen sogenannten „endorkine Disruptoren“ sein. Besonders Säuglinge, Kinder und Schwangere sind anfällig für die diese schädlichen Auswirkungen des Hormongifts, heißt es bei „BUND“.

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