Kunden-Überraschung

Eigenmarken bei Kaufland: Hinter diesen Produkten verstecken sich bekannte Marken

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Kaufland-Kunden greifen nicht selten zu Eigenmarken. Doch diese sind oft gar nicht so „eigen“. In Wirklichkeit können sich dahinter bekannte Marken verbergen. Ein Überblick.

Wenn beliebte Kaufland-Produkte bei im Angebot sind, stehen die Kunden an der Kasse und vor den Regalen Schlange. Von hinten wird gedrängelt und gestoßen, viele Kunden kommen und nehmen das Angebot wahr. Geht es um die meist billigeren Eigenmarken-Produkte von Kaufland, ist der Ansturm nicht so riesig, wenn sie im Angebot sind. Die Marke zählt – oder doch nicht? Denn hinter Produkten der Kaufland-Eigenmarke K-Classic stecken häufig sehr bekannte Hersteller.

Produkte bei Kaufland: Diese Eigenmarken kommen eigentlich von bekannten Herstellern

Alle machen es: Aldi und Lidl setzen auf große Hersteller für die eigenen Produkte und auch Kaufland nutzt zwar den Namen „K-Classic“ für die Produkte der Eigenmarke, aber lässt diese von bekannten Unternehmen produzieren. Heißt: No-Name auf der Verpackung, bekanntes Produkt steckt darin. Beispiele für diese Vorgehensweise listet „wer-zu-wem.de“ auf.

Demnach werden „K-Classic Gouda geraspelt“, „K-Classic Frische Milch 1,5 % Fett“ und „K-Classic Fettarme H-Milch 1,5% Fett“ von „DMK Deutsches Milchkontor“ produziert, also von einem der größten deutschen Molkereiunternehmen. Der „K-Classic Schmelzkäse“ sowie „K-Classic Sprühsahne“ stammen aus der Produktion des sehr bekannten Unternehmens „Hochwald“. Auch der „K-Classic Sahne Milchreis“ sowie „K-Classic Milchreis“ werden nicht in einem Kaufland-Supermarkt hergestellt, sondern von „Müller Milch“.

Kaufland-Eigenmarke mit bekannten Herstellern – eine Win-Win-Situation

Ein weiteres Beispiel: Schwarzwaldmilch stellt die „K-Classic Frische fettarme Milch 1,5% Fett“ her. Die Frage ist nur: Was bringt das Miteinander unter anderem Namen den beiden Parteien? Wenn es nicht fruchtbar wäre, würden Kaufland und die bekannten Marken wohl kaum gemeinsame Sache machen. Und tatsächlich profitieren beide Seiten.

Während die Hersteller wie Schwarzwaldmilch, Müller Milch und Co. sich die Werbekosten sparen, wie „Focus“ schreibt, stellt eine Fremdherstellung für Kaufland in dem Fall kaum ein Risiko dar. Die ganze Produktion wird schließlich ausgelagert und das fertige Produkt kann zum niedrigen Preis verkauft werden. Dabei gibt es kaum Qualitätsunterschiede zwischen Eigenmarke und bekannter Marke, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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