Würstchen können gefährlich sein
Krebs-Gefahr am Grill: Welche Produkte Sie nicht zu stark erhitzen sollten
VonRobin Dittrichschließen
Sommerliche Temperaturen bedeuten vor allem eins: Die Grillsaison ist in vollem Gange. Bei einigen Lebensmitteln auf dem Grill ist aber Vorsicht geboten.
München – Bei der Auswahl an Grillgut wird mittlerweile keiner Gruppe mehr ein Stein in den Weg gelegt. Ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch: In Supermärkten und Discountern wird fast jeder fündig – einige Fehler sollten beim Kauf aber vermieden werden.
Krebs-Gefahr auf dem Rost: Diese Fehler sollten Sie beim Grillen vermeiden
Jeder hat in Deutschland wohl seine eigene Philosophie, was das Grillen anbelangt. Nicht jede davon bedeutet aber ein risikofreies Grillerlebnis. Einige schütten Bier über ihr Grillgut, andere lassen es deutlich zu dunkel werden. Auch bei der Wahl des Grillguts können Fehler passieren, dann wird es überaus gefährlich, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) schreibt.
Vor allem Nitrosamine können beim Grillen gefährlich werden. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen, die durch das Zubereiten und Verarbeiten von Lebensmitteln entstehen. Ausgelöst wird die chemische Reaktion vor allem beim Erhitzen. Bei Tierversuchen zeigten sich in der Vergangenheit bei knapp 90 Prozent der untersuchten Nitrosamine eine krebserregende Wirkung. Zudem sollen sie das Erbgut schädigen können, auch schon in geringen Dosierungen.
Experten warnen: Diese Lebensmittel haben nichts auf dem Grill verloren
In einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurden überaus bedenkliche Lebensmittel aufgeführt. Demnach gehören vor allem gepökeltes Fleisch und Wurstwaren nicht auf den Grill. Unter anderem können Kasseler, Leberkäse, Speck und Bockwürste bei zu starker Erhitzung Nitrosamine entwickeln, die gefährlich werden. Gefundene Nitrosamine in mindestens zehn Lebensmitteln geben Grund zu gesundheitlichem Bedenken, sagt die EFSA.
Diese Lebensmittel sollten nicht gegrillt werden:
- Kasseler
- Leberkäse
- Jagdwurst
- Speck
- Salami
- Wiener Würstchen
- Bockwurst
Der vzbv rät ohnehin vom Verzehr gepökelter Waren ab, erhitzt sind diese aber noch einmal deutlich gesundheitsschädlicher. Gewarnt wird zudem auch vor dem Verzehr zu großer Mengen von geräuchertem Fisch. Mehrere Hersteller verwenden für die Herstellung einiger Lebensmittel mittlerweile gar kein Nitritpökelsalz mehr, um die gesundheitliche Belastung durch den Verzehr zu minimieren. Zu stark erhitzt werden sollten die Lebensmittel aber dennoch nicht. (rd)
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