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König Charles' Australien-Besuch „soll nur beweisen, dass er nicht stirbt“

  • Annemarie Göbbel
    VonAnnemarie Göbbel
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König Charles begibt sich auf eine riskante Reise, so ein Insider. Kontrolle über die ausländische Presse gäbe es nicht. Dies könnte negative Auswirkungen haben.

London – König Charles III. (75) steht kurz vor einer Auslandsreise nach Australien und Samoa – eine große Reise, wenn man bedenkt, dass er sich derzeit einer Krebsbehandlung unterzieht. Die Pressemeute habe man daheim am besten unter Kontrolle, meint ein Ex-Mitarbeiter. Anscheinend gibt es Bedenken, welches Bild Charles III. und Ehefrau Camilla (77) während ihres Aufenthalts abgeben.

Erscheint König Charles schwach oder unsicher auf Reisen, ist der Fortbestand der Monarchie in Gefahr

Die Entscheidung, nach Australien zu reisen, sei in gewisser Weise ein Glücksspiel, sagt der ehemalige Höfling: gegenüber The Daily Beast. Er fügt hinzu: „Um es ganz offen zu sagen, es geht nur darum, zu beweisen, dass er nicht im Sterben liegt“. Das Problem sei, dass die Leute, wenn irgendetwas schiefgeht, zu dem Schluss kommen würden, König Charles und die Monarchie seien überflüssig. „Für Charles ist es eine Alles-oder-Nichts-Sache“, erklärt die Quelle, ihre drastische Sichtweise.

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Prinzessin Kate teilte in einem Video am 22. März den Schock über ihre Krebserkrankung mit der ganzen Welt.
Etwas mehr als einen Monat bevor Kate ihre Diagnose offenlegte, gab der Palast bekannt, dass bei König Charles eine unbekannte Krebsart diagnostiziert worden war.
Ebenfalls im Januar 2024 gab Sarah „Fergie“ Ferguson bekannt, dass bei ihr Hautkrebs diagnostiziert worden sei, nur wenige Wochen nachdem sie mitgeteilt hatte, dass sie wieder einige Wochen zuvor Brustkrebs besiegt hatte.
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Es besteht immer das Risiko, dass Auslandsreisen aus dem Ruder laufen, da der Palast sich in Sachen Sicherheit auf externe Agenturen verlassen muss und die Medien nicht auf dieselbe Weise kontrollieren kann wie zu Hause, erklärt der Ex-Mitarbeiter. Bilder wie die von Prinzessin Kate, die beim oben ohne Sonnenbaden in Südfrankreich fotografiert wurde, hätte es sonst nie gegeben. Es hätte auch niemals Bilder vom Tod Prinzessin Diana (36, †1997) in Paris gegeben. Alles sei schwer zu kontrollieren, wenn die Royals ihr Reich verließen, meint er.

Die Sympathie für König Charles sei groß, aber er genieße nicht den Schutz wie im Inland

Auch dieses Mal besteht ein Risiko. „Die Royal Rota [die akkreditierte Meute britischer königlicher Korrespondenten, die mit dem König reisen] ist kein allzu großes Problem“, sagt der Insider – sie würden nichts Kontroverses über Charles‘ Gesundheit sagen, es sei denn, er falle auf der Straße tot um, erklärt er das denkbar schlechteste Szenario.

König Charles hält den Ball flach, obwohl er sich offenbar bei seiner Reise ins Parliament House in Canberra und nach Samoa unkalkulierbaren Risiken aussetzt, wie ein Insider erklärt (Fotomontage)

„Aber die australischen Medien arbeiten nicht unter denselben Einschränkungen“, verrät die Quelle weiter. Wenn auf der Tour irgendetwas schiefginge, Charles hätte etwa eine schlechte Reise oder könnte stürzen oder einen Termin absagen, dann würden sich die Medien mit aller Kraft darauf stürzen, und das britische Stillhalteabkommen würde sich wahrscheinlich ebenfalls in Luft auflösen.

Man muss ja nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen. Charles jedenfalls weiß, dass die Reise wichtig ist. Die 30.000-Meilen-Rundreise hätte er locker aufs Eis legen können. Die Frau des Königs, Camilla, war eine von denen, die den 75-jährigen Monarchen angeblich gedrängt haben, sich eine Langstreckenreise und einen anstrengenden Terminplan mit Meet-and-Greets noch einmal zu überlegen, Charles dagegen stockte sein Team lieber um zwei Ärzte auf und wird morgen (18. Oktober) in den Flieger steigen. Verwendete Quellen: thedailybeast.com, cosmopolitan.com

Rubriklistenbild: © IMAGO / i Images & MICK TSIKAS/Imago

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