„Wurde als notwendig erachtet“

Erste Konsequenzen für Mette-Marits Skandal-Sohn nach Attacke gegen junge Frau

  • Elena Rothammer
    VonElena Rothammer
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Der Skandal um Mette-Marits Sohn Marius bringt das norwegische Königshaus ins Wanken. Nun werden erste Schritte gegen ihn eingeleitet.

Oslo – Der Skandal um Marius Borg Høiby (27) schlägt weiter Wellen. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (51) wurde am 4. August 2024 verhaftet, weil er eine junge Frau psychisch und körperlich angegriffen haben soll. Wenige Tage später gab er die Tat sogar in einem offiziellen Schreiben zu, ebenso wie seine Drogensucht. Für sein Handeln wolle er Verantwortung übernehmen. Jetzt folgen erste Konsequenzen.

Neue Wende im Fall Marius Borg Høiby: Einstweilige Verfügung gegen Kronprinzessin Mette-Marits Sohn

Bisher war von Reue nur wenig zu sehen. Mette-Marits Sohn Marius ließ sogar schon wieder die Korken knallen. Was das Verhältnis zu der geschädigten Frau angeht, standen ebenfalls einige Fragen im Raum. Ob es sich um seine Ex-Freundin oder um seine Freundin handelt, war unklar. Doch jetzt wird bekannt: Das Opfer hat eine einstweilige Verfügung gegen Marius erwirkt.

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Prinzessin Kate teilte in einem Video am 22. März den Schock über ihre Krebserkrankung mit der ganzen Welt.
Etwas mehr als einen Monat bevor Kate ihre Diagnose offenlegte, gab der Palast bekannt, dass bei König Charles eine unbekannte Krebsart diagnostiziert worden war.
Ebenfalls im Januar 2024 gab Sarah „Fergie“ Ferguson bekannt, dass bei ihr Hautkrebs diagnostiziert worden sei, nur wenige Wochen nachdem sie mitgeteilt hatte, dass sie wieder einige Wochen zuvor Brustkrebs besiegt hatte.
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Das bestätigt nun ihre Anwältin Mette Yvonne Larsen gegenüber VG. Die einstweilige Verfügung gelte bis März 2025. Im Gespräch mit Aftenposten erklärt die Juristin außerdem, dass ihre Mandantin diesen Schritt zunächst nicht habe gehen wollen. Das habe sich jetzt aber geändert. „Es wurde als notwendig erachtet, aber ich habe keine weiteren Kommentare“, so Larsen.

Auch die Polizei bestätigt, dass Marius der einstweiligen Verfügung zugestimmt habe: „Die Grundlage für die einstweilige Verfügung ist, dass das Opfer sie wünscht. Ansonsten will sich die Polizeidirektion Oslo nicht zu den Hintergründen der einstweiligen Verfügung äußern.“ Am 2. September ist sie in Kraft getreten.

Körperverletzung: Welche Strafe droht Mette-Marits Skandal-Sohn Marius?

Welche Konsequenzen könnten den Skandal-Sohn der norwegischen Kronprinzessin noch erwarten? Im Gespräch mit dem norwegischen Fernsehsender TV2 schätzen Anwälte den Fall ein. Die Spanne der Vermutungen reichen von Geld- bis hin zu Freiheitsstrafen. „21 bis 30 Tage [Haft, Anm. d. Red.] - vorausgesetzt, die Gewalttätigkeit ist begrenzt“, erklärt Anwalt Stian Trones Bråstein. Individuelle Umstände kommen aber auch noch ins Spiel. Das weiß auch Anwältin Marijana Lozic: „Wenn es sich um Strangulation oder einen Schlag ins Gesicht handelt, droht eine Haftstrafe.“

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (l) und ihr Sohn Marius Borg Høiby. (Archivbild)

Auf ein Statement von Mette-Marit zu dem Drama um ihren Sohn wartet man bislang vergebens. Prinz Haakon (51) hingegen wurde bereits mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Verwendete Quellen: TV2, Aftenposten, VG

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