Nass, nasser, November
Baden-Württemberg versinkt in Regenmassen: November weiter auf Rekordkurs
VonMichaela Ebertschließen
Der November in Baden-Württemberg ist bisher im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Metereologen verzeichnen Rekordwerte. So viel Niederschlag gab es noch nie!
Der November 2023 lässt sich wettertechnisch wohl recht einfach beschreiben: Regen, Regen und noch mehr Regen. Und auch zum Start der neuen Woche sieht das Wetter in Baden-Württemberg nicht wirklich besser aus. Es bleibt ebenso ungemütlich wie in den vergangenen Tagen.
Mit teils schweren Sturmböen zogen die Tiefdruckgebiete zum Monatsanfang über Baden-Württemberg – und brachten außergewöhnlich viel Regen. Das Niederschlagssoll für den ganzen Monat sei bereits jetzt schon übertroffen, wie Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte.
Niederschlagssoll mehr als erfüllt: Meteorologen verzeichnen 130 Prozent mehr Regenmengen
Vom Monatsbeginn bis Samstag registrierten die Meteorologen bereits 130 Prozent der durchschnittlichen Regenmengen! Ermittelt wurde dies anhand der Daten aus den Novembermonaten von 1991 bis 2020. In vielen Teilen Deutschlands, vor allem aber im Südwesten und am Alpenrand sei es demnach bisher deutlich zu nass gewesen.
Wie „wetteronline.de“ berichtet, liegt der Regen-Spitzenreiter in diesem Jahr ganz klar in Baden-Württemberg. In der Gemeinde Dachsberg-Wolpadingen wurden bis zur Monatsmitte Rekordwerte von 413 Liter pro Quadratmeter gemessen! Und damit nicht genug: „Der November geht ja noch eine Weile, das kann noch mehr werden“, so Herold.
„November Rain“ in Baden-Württemberg: Vorerst kein Wetterwechsel in Sicht
Denn auch die nächste Woche könnte sprichwörtlich ins Wasser fallen. Dauerregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Litern könnte es bis Montagmittag in einem Streifen vom Norden Deutschlands bis zum Harz geben. Lediglich im Alpenvorland dürfte sich am Montag zeitweise etwas die Sonne zeigen, dort bleibt es dann auch mal länger trocken. Im übrigen Deutschland ist jedoch meist mit starker Bewölkung und noch mehr Regen zu rechnen.
Die Temperaturen bleiben zudem auch weiterhin mild: Mit 14 Grad ist die Region am Oberrhein bundesweit wohl am wärmsten. Gleichzeitig erwarten die Meteorologen am Montag jedoch weiterhin Sturmböen – vor allem in den bergigen Regionen und somit rund um den Feldberg.
Regen im Flachland – Schnee im Schwarzwald: November bleibt ungemütlich
Und auch in der Nacht zum Dienstag soll es zeitweise weiter regnen, die Luft kühlt dann aber auf 7 bis 2 Grad herunter. Tagsüber bleibt es dann am Dienstag ebenfalls meist bedeckt. Zeitweise sind schauerartige Regenfälle zu erwarten, die sich allerdings in den höheren Schwarzwald-Regionen auch mit Schnee vermischen können.
Frostig könnte es auch in der Nacht zum Mittwoch sein: Vor allem in den Mittelgebirgen und an den Alpen wird Schneefall erwartet, der in Tallagen anfangs noch als Regen herunterkommt. Bis zum Mittag soll es dort weiter schneien, später lockert die Bewölkung allerdings auf und es bleibt meist trocken. Im höheren Bergland ist Dauerfrost zu erwarten.
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