Heftiger Wetterumschwung
„Drückende Schwüle“ kommt: Wann es in Baden-Württemberg heiß wird
VonAdrian Kilbschließen
Warme Luftmassen steuern auf den Südwesten zu: Das Wetter macht eine 180 Grad-Drehung in Richtung Sommer – die große Hitze soll kommen. Was die Situation so gefährlich macht.
Mitte Juni zeigt sich das Wetter in Baden-Württemberg sehr wechselhaft mit einem Mix aus Sonne, teils hoch reichenden Quellwolken und lokalen kleineren Schauern. Für Fußball-Fans, die zum EM-Auftakt am Freitagabend beim Public Viewing nicht nass werden wollen, könnte es eng werden. Luftmassen aus Nordeuropa erreichen uns im Laufe der Woche. „Die 20-Grad-Marke wird zwar angekratzt, aber selten gerissen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung in einem Video von wetter.net mit. Wenig deutet auf eine Hitzewelle kommende Woche hin – aber genau so soll es kommen.
„Drückende Schwüle“: Nach Wettermix kommt große Hitze nach Baden-Württemberg
Am Sonntag zeige sich der erste Hauch von Sommerluft, angemessene Luftmassen seien unterwegs, so „wetter.net“. „Doch dann kommt die Hitze aus Osteuropa richtig reingeschwappt“, erklärt Meteorologe Jung. Montag und Dienstag könnte es deutlich wärmer werden. Auch Kachelmannwetter erwartet zum Beginn der kommenden Woche sehr warme bis heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum – und „eine ganz andere Nummer als derzeit“.
Zum Beginn der nächsten Woche könnten uns erstmals sehr warme bis heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum erreichen. Sowohl ECMWF als auch GFS mit den ersten 30ern. Das wäre schon eine ganz andere Nummer als derzeit. Schauen wir mal. /LDhttps://t.co/0HXhewDCdK
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) June 11, 2024
Am Mittwoch werden im Südwesten laut Deutschem Wetterdienst bis zu 33 Grad erwartet. Mit der angenehmen Hitze ist es dann erstmal vorbei. Stattdessen macht laut den Vorhersagen „drückende Schwüle“ den Menschen im Ländle zu schaffen.
Unwettergefahr steigt rasant – „Hagel der übelsten Sorte“ drohen im Südwesten
„Das Unwetter-Potential nimmt ab Mittwoch rasant zu. Das wäre dann keine stabile, hochsommerliche Lage mehr“, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung. Vielmehr werde es sehr brisant, gerade in der Mitte Deutschlands: Im Osten der Republik bildet sich große Hitze. Aus dem Westen hält kühle Luft dagegen. „Da geht es ordentlich zur Sache. Da kommt der große Kontrast“, prognostiziert Jung. Die Folge seien Gewitter, Starkregen und „Hagel von der übelsten Sorte“.
Unwetter bilden sich immer dann, wenn sehr heiße und feuchte Luftmassen auf kalte und wesentlich kühlere Luft treffen. Dabei wird Energie freigesetzt, die wiederum starke Winde verursacht und in der Folge zu Niederschlag führt.
Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Thomas Warnack/ECMWF/Kachelmannwetter
