Extremwetter in Europa

Schwerste Waldbrände seit 40 Jahren: Riesiges Flammen-Inferno auf Teneriffa

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  • Melissa Sperber
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Das Extremwetter in Europa findet kein Ende. Nach Griechenland und Italien steht nun auch die Urlaubsinsel Teneriffa in Flammen.

  • In Griechenland sind Waldbrände im Juli außer Kontrolle geraten. Beliebte Ferieninseln wie Rhodos und Korfu müssen evakuiert werden – tausende Menschen müssen das Gebiet verlassen.
  • Heftige Unwetter und Überschwemmungen sorgten in Italien, Kroatien, Slowenien und Bosnien für Hunderte Verletzte und mehrere Tote.
  • Nun trifft es Teneriffa: Mehr als 5000 Hektar stehen auf der Urlaubsinsel in Flammen.

Hitze in Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland. Überschwemmungen und heftige Stürme in Kroatien, Slowenien und Bosnien. Die Meldungen zu Extremwetter scheinen sich im Sommer 2023 zu überschlagen. In beliebten europäischen Urlaubsländern hat es bereits erste Tote und Hunderte Verletzte durch Unwetter gegeben.

Wer in den Sommerferien im Ausland Urlaub macht, sollte sich vorab über die aktuelle Wetterlage informieren. echo24.de fasst die Extremwetter-Lage zusammen und womit Urlauber in Europa aktuell rechnen müssen.

Waldbrand auf Teneriffa außer Kontrolle: Bereits 5000 Hektar Natur erfasst

Update, 19. August, 12:59 Uhr: Die beliebte Urlaubs-Insel Teneriffa steht in Flammen. Der ausgebrochene Waldbrand wütet bereits seit ist drei Tagen und ist für die Einsatzkräfte kaum unter Kontrolle zu bringen. Rund 5000 Hektar Natur hätten die Flammen bereits erfasst, wie der kanarische Regierungschef Fernando Clavijo am späten Freitagabend mitteilt.

Ein wahres Flammen-Inferno hält die Urlaubsinsel Teneriffa derzeit in Atem.

Das entspricht ungefähr der Fläche von 7000 Fußballfeldern! Aufgrund der langsameren Ausbreitung des Feuers sei das Ausgangsverbot für mehrere tausend Menschen in der Gemeinde El Rosario aufgehoben worden. Gegenüber der „Heilbronner Stimme“ berichtet ein Bewohner, wie schlimm die Lage auf der Insel wirklich ist.

Teneriffa in Flammen: Schwerste Waldbrände seit etwa 40 Jahren

Immer wieder ziehen insgesamt 18 Lösch-Flugzeuge und Hubschrauber ihre Bahnen über dem Flammen-Inferno. Gut 4000 Menschen wurden seit Beginn der Brände aus ihren Häusern gerettet. In Turnhallen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Nach Angaben von Regierungschef Clavijo handelt es sich wohl um einen der schwersten Brände auf Teneriffa in den vergangenen 40 Jahren.

Wegen Flächenbränden auf Sizilien: Flughafen in Palermo muss gesperrt werden

Update, 25. Juli, 10:15 Uhr: Die Brandmeldungen aus dem Mittelmeerraum reißen nicht ab. Auch auf der italienischen Insel Sizilien sind in der Nacht zu Dienstag größere Wald- und Flächenbrände ausgebrochen. Besonders der Norden, sowie die Hauptstadt Palermo und Umgebung sind von den Flammen bedroht.

Mit Folgen: Der Airport bleibt bis mindestens 11 Uhr gesperrt, wie der Betreiber am Dienstag bei Twitter mitteilte. Mehrere Flüge wurden bereits gestrichen oder werden umgeleitet. Auch die Autobahn A29 war betroffen, drei Auffahrten wurden geschlossen.

Wegen Bränden auf Sizilien muss der Flughafen in Palermo gesperrt werden.

In Palermo und der umliegenden Provinz ist die Feuerwehr nach eigenen Angaben mit 30 Teams im Einsatz, um die zahlreichen Brände zu bekämpfen. Auf Fotos und Videos war zu sehen, wie die Feuer in der Ferne bedrohlich lodern. Lokale Medien berichteten, dass auch ein Krankenhaus bedroht sei – der Feuerwehr zufolge ist der Brand dort allerdings unter Kontrolle. 1500 Menschen mussten in der Gegend evakuiert werden, wie der Sender „Rai“ berichtete.

Italien von neuer Hitzewelle heimgesucht: Temperaturen steigen auf über 40 Grad

Update, 24. Juli, 17:30 Uhr: Italien ächzt unter der aktuellen Hitzewelle und den hohen Temperaturen in Teilen des Mittelmeerlandes. Das Hochdruckgebiet „Caronte bis“, wie es die Meteorologen in Anlehnung an das Hoch „Caronte“ der vergangenen Woche nennen, hat Italien am Montag zum Teil sehr hohe Temperaturen beschert. Vor allem Mittel- und Süditalien sind derzeit von der Hitzewelle betroffen. Im Norden sind die Temperaturen dagegen angenehmer – dort gab es in den vergangenen Tagen teils heftige Unwetter.

Nach Angaben der „Deutschen Presse-Agentur“ wurden am Montag in der Hauptstadt Rom bis zu 39 Grad gemessen, in Florenz und Bologna um die 36 Grad. Noch heißer war es in den südlichen Regionen Apulien und Kalabrien sowie auf Sardinien und Sizilien. Dort wurden nach Angaben des Wetterdienstes der Luftwaffe zur Mittagszeit stellenweise deutlich über 40 Grad gemessen. Besonders betroffen waren der Süden Sardiniens und der Osten Siziliens. Am Dienstag soll es erneut so heiß werden. Ab Mittwoch sollen die Temperaturen sinken.

Extremwetter in Italien stellt Gesundheitssystem vor Herausforderung

Seit einigen Wochen leidet Italien unter hohen Tagestemperaturen. Diese sind für ältere und kranke Menschen sowie für Kleinkinder sehr belastend. Der Verband der italienischen Gesundheits- und Krankenhausunternehmen (Fiaso) teilte am Montag mit, dass die „aktuelle klimatische Situation“ das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stelle. In den Notaufnahmen des Landes sei ein durchschnittlicher Anstieg von 30 Prozent zu verzeichnen.

Steigende Waldbrandgefahr in Italien wegen anhaltender Trockenheit – Zivilschutz gibt Warnung heraus

Unterdessen steigt auch in Italien aufgrund der Trockenheit die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. In der Region Kalabrien kam es in den vergangenen Tagen bereits zu mehreren Bränden. In der Provinz Cosenza war die Feuerwehr auch am Montag noch im Einsatz. Auch im Nordwesten Siziliens kämpften Einsatzkräfte gegen vereinzelte Brände. Bereits am Sonntag hatte der sizilianische Zivilschutz für Montag für drei Regionen der Mittelmeerinsel, Palermo, Trapani und Enna, Warnungen herausgegeben.

Waldbrände in zahlreichen Regionen Griechenlands ausgebrochen – auch Korfu betroffen

Update, 24. Juli, 8 Uhr: Nicht nur auf den Inseln Rhodos und Korfu, auch in zahlreichen anderen Regionen sind in Griechenland nach langer Trockenheit Großbrände ausgebrochen. Auf der beliebten Urlausbinsel Korfu begann in der Nacht zum Montag die Evakuierung der Ortschaft Nisaki. Boote der Küstenwache brachten rund 1000 Urlauber und Einwohner in Sicherheit, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Auch auf der Insel Evia, bei Karystos, und auf der Halbinsel Peloponnes nahe der kleinen Hafenstadt Egion wurden am Montagmorgen große Brände gemeldet. Auch dort wurden zahlreiche Dörfer evakuiert. Niemand sei bislang verletzt worden, teilte der Rettungsdienst mit.

Auf Rhodos tobte am Montag zum siebten Tag in Folge ein Großbrand. Dort waren am Samstag bei einer der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte Griechenlands rund 20.000 Menschen aus dem Südosten der Insel in Sicherheit gebracht worden. In allen Fällen wurden am Montagmorgen mit dem ersten Tageslicht Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt, um die Brände einzudämmen, wie der Zivilschutz mitteilte.

19.000 Menschen fliehen vor Waldbrand auf Rhodos: Touristen reisen zurück

Update, 23. Juli, 16:10 Uhr: Seit Tagen wütet ein Waldbrand auf der Ferieninsel Rhodos. Zusätzlich zu der enormen Hitze, die derzeit in Griechenland herrscht, gesellte sich die Windstärke sechs. Seit dem Samstag ist der Brand außer Kontrolle. Er breitet sich nicht nur rasant aus, sondern zieht in Richtung Hotels und Pensionen.

Fast 20.000 Menschen flüchteten bislang vor den Flammen auf der Insel. Darunter nicht nur Einheimische, sondern auch tausende Touristen. Sie schliefen im Freien, in Turnhallen oder bei Inselbewohnern, wie die „Deutsche Presseagentur“ (dpa) berichtet. Der Reisekonzern „Tui“ soll verkündet haben, vorerst keine Touristen mehr auf die Insel zu bringen. Stattdessen versuchen immer mehr der gestrandeten Touristen wieder zurück in ihre Heimatländer zu kommen.

Waldbrand auf Rhodos außer Kontrolle: Tausende Menschen fliehen vor Feuer

Update, 23. Juli, 11:30 Uhr: Am Samstagvormittag schien der Waldbrand auf Rhodos noch unter Kontrolle, doch die Windstärke sechs sorgte für einen plötzlichen Umschwung im Brandgeschehen. Der Wind drehte um 180 Grad und treibt die Flammen nun direkt auf Dörfer und Hotels zu. Viele Einwohner, aber auch Touristen sind in Panik und fliehen.

Bereits am Samstagnachmittag begann die Evakuierung einiger Hotels und Pensionen auf der beliebten Ferieninsel. Die Menschen auf der Insel, darunter auch deutsche Urlauber, werden auf das griechische Festland gebracht. Die Behörden sehen sich gezwungen, die Evakuierung von vier Orten, darunter auch zwei Badeorte, anzuordnen.

Knapp 8000 Menschen in Sicherheit: Evakuierung mehrerer Orte auf Rhodos

Bereits seit Tagen brannte es in der dicht bewaldeten Mitte der Insel, doch die Feuerwehr hatte die Flammen bislang unter Kontrolle. Am Samstagmittag jedoch drehte der starke Wind plötzlich und die Flammen ziehen seitdem direkt auf Touristenhochburgen und Dörfer im Süden und Südosten der Insel.

Knapp 8000 Menschen sind bis zum Samstagabend über den Landweg in Sicherheit gebracht worden, berichtete das griechische Staatsfernsehen. Patrouillenboote der Wasserpolizei sowie private Boote nahmen weitere rund 2000 Menschen von Stränden aus auf, wie die Küstenwache mitteilte.

Waldbrand auf griechischer Insel Rhodos breitet sich aus: Auch deutsche Touristen betroffen

Am späten Samstagabend erreichten die Flammen das bereits evakuierte Dorf Laerma. Erste Häuser standen dorten in Flammen, wie griechische Medienberichte zeigten. Das Außenministerium aktivierte einen Krisenstab beim Zivilschutz, der damit beauftragt ist, sich um jene Touristen zu kümmern, deren Hotels und Unterkünfte evakuiert wurden.

Von den Evakuierungen der Hotels waren auch deutsche Touristen betroffen. „Auf der Insel halten sich derzeit insgesamt rund 20.000 deutsche Urlauber von Reiseveranstaltern auf, betroffen von den Evakuierungen ist nur ein kleinerer Teil“, teilte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV) der „Deutschen Presseagentur“ (dpa) am Samstagabend mit. „Für die Evakuierten sind Sammelpunkte im Norden der Insel geplant, bis die Feuer gelöscht sind. Oberste Priorität hat der Schutz von Leib und Leben.“

Hunderte Feuerwehrleute aus Rumänien, Bulgarien, Polen, Slowakei und Malta vor Ort

Dem DRV zufolge wollen sich Reiseveranstalter an ihre Kunden wenden, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Rhodos planen. Sie würden dann die Information erhalten, ob die Reise stattfinden könne.

Wegen des Waldbrands auf Rhodos, aber auch anderen großen Bränden in Griechenland sind mittlerweile Hunderte Feuerwehrleute aus Rumänien, Bulgarien, Polen, der Slowakei und Malta zur Verstärkung angereist. Frankreich, Italien, die Türkei, Zypern, Israel und Jordanien beteiligen sich mit Löschflugzeugen und Hubschraubern an den Löscharbeiten, teilte der griechische Zivilschutz mit..

Hitzerekorde, Waldbrand und Unwetter: Beliebte Ferienländer von Extremwetter betroffen

Update, 22. Juli, 17:45 Uhr: Die Ferieninsel Rhodos steht weiterhin in Flammen und wie „Zeit“ schreibt, werden nicht nur in Griechenland, sondern auch in Italien noch weitere Hitzerekorde erwartet. Bis zu 48 Grad soll es mancherorts in den kommenden Tagen werden.

Während kein Ende der Extrem-Hitze in Sicht ist und sowohl in Italien, als auch Griechenland weiterhin große Brandgefahr besteht, berichtet „Kachelmannwetter“ von einem großen Gewitterkomplex, das über die Adria auf die kroatische Küste zu zieht. Es besteht erneut große Unwettergefahr durch heftigen Sturm, Großhagel und Starkregen. Besonders von Untwetter betroffen sein, könnte vor allem Norddalmatien, im Großraum Zadar.

Waldbrand auf Rhodos außer Kontrolle – Evakuierung betrifft hunderte Touristen

Update, 22. Juli, 16:33 Uhr: Hunderte Touristen auf der Insel Rhodos mussten wegen eines großen Waldbrands umgesiedelt werden. Mehrere Hotels sowie Pensionen sind am Samstagnachmittag, auf der Südseite der Ferieninsel, evakuiert worden. Ein großer Waldbrand, der erst unter Kontrolle schien, ist wieder außer Kontrolle geraten. Hunderte Touristen mussten mit Bussen und Booten von der Küstenwache in Sicherheit gebracht werden.

Betroffen sind vor allem die Hotels eines Küstenabschnitts von Kiotari, die rund 55 Kilometer südlich von der Stadt Rhodos liegt, das berichtete der staatliche Rundfunk. „Es ist der schwierigste Brand, mit dem wir kämpfen müssen“, sagte ein Sprecher der griechischen Feuerwehr.

Starker Wind schürt Feuer auf Ferieninsel Rhodos: Waldbrand außer Kontrolle

In der Region von Rhodos wehen starke Winde. Es wird von der Windstärke sechs berichtet, die die Flammen weiter treibt. „Die Rauchbildung ist so stark, dass man kaum atmen kann. Die Menschen werden in die Kleinstadt Gennadi gebracht, von wo aus sie in andere Hotels untergebracht werden sollen“, sagte Konstantinos Traraslias, Vize-Bürgermeister von Rhodos, dem Athener Nachrichtensender Skai.

Kein Ende der Hitzewelle in Griechenland: Hohe Waldbrandgefahr – Temperaturen bis 45 Grad

Update, 22. Juli, 12:34 Uhr: In Griechenland ist noch kein Ende der Hitzewelle in Sicht. Einige Groß-Brände sind derzeit unter Kontrolle, doch am Wochenende erwartet das meteorologische Amt erneut Spitzenwerte bis zu 45 Grad im Süden Griechenlands. Auch im Norden wird es alles andere als kalt, die Thermometer sollen auch dort Werte um die 40 Grad anzeigen.

Auf den meisten Inseln der Ägäis herrschen derzeit Temperaturen über 38 Grad. Die Feuerwehr warnte bereits mehrfach vor großer Waldbrandgefahr in Griechenland. „Uns stehen noch schwierigere Zeiten bevor“, äußerte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen im griechischen Staatsfernsehen. Die Waldbrandgefahr bleibe immer noch extrem hoch, hieß es.

Feuerwehrleute, Löschflugzeuge und Hubschrauber: Unterstützung aus anderen Ländern

Unterdessen sind bereits hunderte Feuerwehrleute aus dem Nachbarland Bulgarien und Rumänien, Polen, der Slowakei und Malta zur Verstärkung der Feuerwehr nach Griechenland gekommen. Gemeinsam kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Auch Frankreich, Italien, die Türkei, Zypern, Israel und Jordanien beteiligen sich aktuell mit Löschflugzeugen und Hubschraubern an den Löscharbeiten, teilte der griechische Zivilschutz mit.

Großbrände in Athen und Peloponnes unter Kontrolle: Hitzehöhepunkte stehen bevor

Die Brände im Raum Athen und auf der Halbinsel Peloponnes seien mittlerweile unter Kontrolle gestellt worden. Doch immer wieder flammen die Brände wieder auf, weil alles vertrocknet ist, hieß es. Der schwierigste Brand tobt nach Angaben der Feuerwehr nahe der Ortschaft Laerma auf der Ferieninsel Rhodos. Doch Touristen sind durch das Feuer derzeit nicht in Gefahr. 

Die Hitzewelle wird nach Angaben der Meteorologen mit kleineren Schwankungen auch kommende Woche noch andauern. Am Mittwoch wird sogar ein neuer Höhepunkt mit Temperaturen um die 46 Grad in Südgriechenland erwartet.  

Mehrere Tote und Hunderte Verletzte nach Unwettern in Italien und auf dem Balkan

Erstmeldung 21. Juli: Sechs Tote und mehr als 200 Verletzte sind die Bilanz schwerer Unwetter auf dem Balkan und in Teilen Norditaliens in der Nacht zum Donnerstag (20. Juli). Orkanartige Böen tobten, Hagelkörner in der Größe von Tennisbällen sind vom Himmel gefallen. „merkur.de“ berichtet über „apokalyptische Szenen“ in Italien, besonders schwer hat es die Region Venetien getroffen. Die Unwetter haben schwere Schäden hinterlassen.

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb kamen bei den schweren Unwettern zwei Menschen ums Leben, in anderen Landesteilen zwei weitere, berichtete das kroatische Fernsehen „HRT“. Im Norden Bosniens starb eine Frau. In ganz Kroatien erlitten mehr als Hundert Menschen Verletzungen.

Richtiges Verhalten ist bei Extremwetter überlebenswichtig. In der Kleinstadt Bled an den Ausläufern der slowenischen Alpen fiel ein vom Sturm entwurzelter Baum auf ein junges Paar. Die Frau starb an Ort und Stelle, der Mann erlitt schwere Verletzungen, berichtete das Nachrichtenportal „24ur.si“.

Nächste Hitzewelle trifft auf Europa: Über 40 Grad in Italien, Griechenland, Frankreich und Spanien erwartet

Der Sturm war jedoch nur die eine Seite des italienischen Extremwetters: Am Donnerstag herrschte in Süditalien extreme Hitze. In der kommenden Woche trifft die Hitze erneut auf Italien: Auf Sardinien und Sizilien werden wieder mehr als 40 Grad erwartet, auch Rom kratzt an der 40-Grad-Marke, berichtet die „dpa“.

Überschwemmungen und Hitze: So extrem war der Sommer 2023 – Bilder zeigen Ausmaß

Die Schäden durch die Überschwemmungen dürften massiv sein.
 Feuerwehrwagen stehen vor einer überfluteten Brücke über die Sulm am Ortsausgang von Leibnitz in der Steiermark.
Touristen werden aus ihren Unterkünften mit Zillen (Booten) auf überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht.
ine überflutete Brücke über die Sulm im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.
Überschwemmungen und Hitze: So extrem war der Sommer 2023 – Bilder zeigen Ausmaß

Griechenland erwartet ebenfalls die nächste Hitzewelle – und zwar bereits am Wochenende. Am Sonntag könnten die Temperaturen in Mittelgriechenland sogar auf bis zu 44 Grad klettern. Manche Meteorologen prognostizieren ein Anhalten der extrem hohen Temperaturen bis Ende Juli.

Richtig heiß soll es am Sonntag auch in Frankreich und Spanien werden: Wie der staatliche meteorologische Dienst „Aemet“ vorhersagte, werden in Teilen Südspaniens 40 Grad plus erwartet.

Warnung vor extremer Hitze in Europa: Griechenland erwartet erneut sehr hohe Brandgefahr

Der griechische Zivilschutz warnt außerdem erneut vor hoher bis sehr hoher Brandgefahr. Betroffen sind vor allem die Region um die Hauptstadt Athen, die Insel Euböa und der Nordosten der Halbinsel Peloponnes, wie die Karte der Behörden zeigt. Auch für die Ferieninseln Rhodos und Samos wurde die zweithöchste Stufe der Brandgefahr ausgerufen.

Im Mittelmeerraum sind im Juli bereits 48,1 Grad gemessen worden. Ältere Menschen und Kleinkinder sind durch Hitze besonders gefährdet, ebenso kranke und dickleibige Menschen. Generell sollen auch Urlauber die Mittagsstunden nicht draußen in der sengenden Hitze verbringen. echo24.de berichtet, wie gefährliche Hitze für den Körper ist – es herrscht Lebensgefahr.

Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen: Extremwetter durch den Klimawandel

Klar ist: Die extremen Hitzewellen häufen sich wegen des Klimawandels. echo24.de erklärt, warum das Wetter auch in Deutschland immer extremer wird. Schon jetzt hat sich die Erde um etwa 1,1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufgeheizt, in Deutschland sind es sogar 1,6 Grad. Die fatalen Folgen sind nach den Forschungen des Weltklimarats: je nach Region mehr und längere Hitzewellen und Dürren oder auch häufigere Überschwemmungen und Wirbelstürme.

Rubriklistenbild: © Arturo Rodriguez / dpa