Sommer-Finale
„Heftiger Umschwung“ beim Wetter in Baden-Württemberg: Erst 30 Grad, dann Schnee
VonSina Alonso Garciaschließen
Deutschland erlebt derzeit einen massiven Wetterumschwung. Meteorologe Dominik Jung spricht vom „letzten Sommertag des Jahres“, auf den schon bald Schnee folgen könnte.
Stuttgart - Endspurt für den Sommer: „Schluss, aus, vorbei. Am Freitag, 13. Oktober, gibt es definitiv den letzten Sommertag des Jahres 2023 bei uns in Deutschland“, kündigt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net an. „Im Westen, im Südwesten und im Osten sind nochmal bis zu 25 Grad möglich und damit ist, meteorologisch gesehen, das Kriterium für einen Sommertag erfüllt.“ Entlang des Rheins werde es sogar noch wärmer: Hier seien am Freitag 27 bis 29 Grad möglich. „Vielleicht reicht es am Oberrhein sogar knapp für die 30 Grad.“
Wetter: „Großes Wärmefinale des Oktobersommers“, dann heftiger Temperatursturz
„Die Nacht auf den 12. Oktober wäre in Deutschland beinahe eine tropische Nacht geworden“, sagt Dominik Jung. Wie die Temperaturmessungen zeigen, sei es noch nie in einer Oktobernacht so warm gewesen. Die Frühtemperaturen kletterten auf bis zu 19,9 Grad. „Ein neuer Temperaturrekord!“
Auf das „große Wärmefinale des Oktobersommers“ folgt laut Jung ein heftiger Temperatursturz. Sogar Schnee sei bis in tiefe Lagen möglich. „Am nächsten Samstag, 21. Oktober, sehen wir Schneeregen und vielleicht auch nasse Schneeflocken bis in tiefe Lagen“, so Jung. „Details müssen wir noch abwarten.“
Temperaturen in Deutschland fallen von 18 auf bis zu -2 Grad in hohen Lagen
Zunächst blickt Dominik Jung auf die Regensummen bis Dienstagmorgen, 17. Oktober. „Da kommt einiges vom Himmel runter“. Vor allem im Nordwesten, dort werden 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. „Und auch im Süden, im Schwarzwald und den Alpen, rechnen die Modelle mit 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter.“
Das Wetter in Stuttgart in den kommenden Tagen:
| Freitag, 13. Oktober | 28 Grad (teils Sonne, teils Wolken) |
|---|---|
| Samstag, 14. Oktober | 22 Grad (stark bewölkt, vielerorts Regenschauer) |
| Sonntag, 15. Oktober | 12 Grad (teils Sonne, teils Wolken) |
| Montag, 16. Oktober | 11 Grad (überwiegend geschlossene Wolkendecke) |
| Dienstag, 17. Oktober | 8 Grad (Stark bewölkt bis bedeckt, örtlich Regen) |
| Mittwoch, 18. Oktober | 14 Grad (teils Sonne, teils Wolken) |
| Donnerstag, 19. Oktober | 11 Grad (überwiegend sonnig) |
| Freitag, 20. Oktober | 10 Grad (teils Sonne, teils Wolken) |
| Samstag, 21. Oktober | 4 Grad (bewölkt, teils Schneeregen) |
Quelle: wetter.net
Parallel zum Regen hält auch die Kälte Einzug beim Wetter in Baden-Württemberg. „Die großen, warmen Luftmassen von Freitag, 13. Oktober, werden aus Deutschland rausgeschoben“, erklärt Jung mit Blick auf das deutsche Wettermodell. „Wir sehen schon am Sonntag, 15. Oktober, keine Warmluft mehr. Kalte Luftmassen kommen an.“ In 1.500 Metern Höhe soll es dann bereits 0 bis -2 Grad geben – während am Freitag, 13. Oktober, in derselben Höhe noch 18 Grad angekündigt sind. Ein Temperatursturz von 20 Grad also.
Wetter in Deutschland: „Es wird noch kälter werden“
Mit Blick auf die Prognosen für Freitag, 20. Oktober, stellt Jung fest: „Es wird noch kälter werden.“ Im Osten der Bundesrepublik werden in 1.500 Metern Höhe sogar -5 bis -6 Grad erwartet. „Da kann es tatsächlich in mittleren und höheren Lagen – wenn was vom Himmel fällt – auch mal Schneeregen oder nasse Schneeflocken geben.“
Die Ensembleprognose bis zum 27. Oktober offenbart ebenfalls eine steil nach unten zeigende Temperaturkurve. „Von 25 Grad in München geht es runter auf 10 Grad, im weiteren Verlauf im Mittel zum Teil nur 7 oder 6 Grad.“ Jedoch erkenne er in der Ensemble-Vorhersage auch ein „großes Rauschen“. „Es gibt einzelne Berechnungen bei 20 Grad, andere sehen frostige Nächte bis Minus 8 Grad.“
Erster Schneefall in Deutschland? Meteorologe erkennt „einige Signale“
Ab dem 18. und 19. Oktober deuten laut Jung „einige Signale“ in der Ensembleprognose auf eine dünne Schneedecke rund um München hin. „Ist natürlich alles momentan noch ein bisschen schwammig. Wir bleiben an der Wetter-Entwicklung dran.“
Rubriklistenbild: © dpa/Thomas Warnack/Karl-Josef Hildenbrand (Fotomontage BW24).

