Langzeit-Prognose

Nach Dauerregen im August: Wie wird das Wetter im Herbst? Prognose überrascht

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Der Sommer ist fast vorbei – eine neue Jahreszeit steht vor der Tür. Bereits im August war es herbstlich, nass und kalt. Wie wird das Wetter im September?

Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte länger – Deutschland rauscht auf den Herbst zu. Am 1. September beginnt aus meteorologischer Sicht die dritte Jahreszeit. Für viele ist das ein Grund zur Freude, denn oftmals taucht der Herbst Wiesen, Wälder und Felder in farbenfrohe Gewänder.

Doch in Deutschland und Baden-Württemberg kommt es auch hin und wieder zu düsteren Herbststürmen und grauen Regentagen. Und wer in der ersten August-Dekade aus dem Fenster blickt, bekommt bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf. Doch ist eine Besserung in Sicht? Der 100-jährige Kalender liefert dazu eine klare Prognose. Und wie sieht es für den Herbst 2023 aus?

Herbst-Wetter 2023: Langzeitprognosen geben Ausblick für Temperatur und Niederschlag

Die Prognose kommt sicherlich, für die wenigsten überraschend: Einer Langzeit-Vorhersage des NOAA-Modells zufolge wird der Herbst 2023 deutlich zu warm – besonders in den südlicheren Regionen Deutschlands wie Baden-Württemberg. Im Norden bleiben die Temperaturen wohl insgesamt eher im durchschnittlichen Bereich.

Wetter-Langfristmodell NOAA

NOAA steht für „National Oceanic and Atmospharic Administration“. Es handelt sich dabei um die US-amerikanische Nationalbehörde für Ozeanographie, Meteorologie, Klima und Umwelt, Satelliten, Forschung und Fischerei und vieles mehr. Die Behörde betreibt ein System aus geostationären und polarumlaufenden Wettersatelliten, mit dessen Hilfe langfristige Wettervorhersagen berechnet werden können.

Herbst-Wetter 2023: Prognosen sagen überdurchschnittliche Wärme vorher

Dieser Trend geht auch aus den Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Demnach soll der Herbst 2023 im Vergleich zu 1961 und 1990 um ein bis 2,5 Grad wärmer ausfallen:

September 20231 bis 2 Grad zu warm
Oktober 20231 bis 2 Grad zu warm
November 20231,5 bis 2,5 Grad zu warm

Zu warm und zu trocken – wenig Niederschlag im September und Oktober zu erwarten

Auch in puncto Regen könnte sich der diesjährige Herbst im Vergleich zu den Vorjahren verändern. Grund dafür ist unter anderem eine markant verlaufende meridionale Grundströmung über Europa, die in den Frühlings- und Sommermonaten bereits viel Trockenheit brachte.

Langzeitprognosen gehen davon aus, dass der Herbst im Jahr 2023 zu trocken und zu warm wird.

In der Theorie sei es auch möglich, dass sich dieses meridionale Muster auch über die Herbstmonate hinweg erhält und September und Oktober daher ungewöhnlich trocken ausfallen könnten. Laut „DWD“ könnte die Wetterlage ab November allerdings wieder kippen und „etwas zu nass“ werden. Wetter-Experten wie Jürgen Schmidt von „WetterKontor“ warnen deshalb auch vor zunehmender Hochwassergefahr in den Herbst- und Wintermonaten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Stefan Schurr

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