Winter-Wetter im Dezember
Weiße Weihnachten? 100-jähriger Wetter-Kalender gibt Schnee-Prognose
VonMichaela Ebertschließen
Schnee, klirrende Kälte – weiße Weihnachten. Davon träumen wohl die meisten Winterfans. Wie stehen die Chancen in diesem Jahr? Der hundertjährige Kalender gibt eine klare Prognose für die Adventszeit 2023.
Weiße Weihnachten – sicherlich der Traum der meisten Winterfans. Doch in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten sorgte der ausbleibende Schneefall bei den meisten wohl eher für Enttäuschung. Zuletzt fiel zum Beispiel im Jahr 2012 Schnee an Weihnachten in Berlin, in Heilbronn hatte es zuletzt 2010 weiße Weihnachten gegeben.
Stattdessen aber blieb es in der Vergangenheit an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen verhältnismäßig mild, vor allem aber nass. Von Winterwunderland, klirrender Kälte und Schneegestöber keine Spur. Doch wie sieht es im Jahr 2023 aus? Bringt uns die Weihnachtszeit in diesem Jahr den erhofften Schneefall? Der hundertjährige Kalender liefert dazu eine eindeutige Prognose.
Wird an Weihnachten Schnee fallen? Das sagt die Prognose des 100-jährigen Kalenders
Schon seit Jahrhunderten beobachten die Menschen das Wetter in Deutschland. Ihre Erfahrungen und Berichte dienen vor allem dazu, in Zukunft besser handeln zu können und sich auch besser auf bestimmte Situationen und Ereignisse vorzubereiten. Eine solche Vorhersage-Methode, die auf diesen traditionellen Weisheiten basiert, ist auch der sogenannte hundertjährige Kalender.
Der hundertjährige Kalender
Der „100-jährige Kalender“ wird auch „Wetter-Kalender“ oder „Bauernregel-Kalender“ genannt. Er wurde im 17. Jahrhundert vom Abt Mauritius Knauer verfasst. Der Kalender macht eine Wetter-Vorhersage. Für seine Prognose orientiert sich der Kalender zum einen an der Konstellation der Planeten, zum anderen an Erfahrungen und Beobachtungen der Menschen.
Der Kalender kann aber nicht nur Vorhersagen für Jahreszeiten, wie zum Beispiel für die gesamte Winter-Saison 2023 und 2024 treffen, sondern auch das Wetter für einzelne Monate und sogar einzelne Tage prophezeien. Aus meteorologischer Sicht sind die Vorhersagen des Kalenders allerdings als nicht haltbar zu bewerten und Übereinstimmung beziehungsweise auftretende Vorhersagen werden generell eher als Zufall betrachtet. Dennoch kann der Kalender eine aufschlussreiche Orientierung liefern.
100-jähriger Kalender mit klarer Prognose für die Weihnachtszeit 2023: Erst Frost, Kälte und Eis, dann Schnee
Die Vorweihnachtszeit, oder auch Adventszeit, beginnt in Deutschland jedes Jahr mit dem ersten Advent. Dieser fällt traditionell auf den ersten Sonntag nach dem 26. November und wird in diesem Jahr somit am 3. Dezember gefeiert. Ab da wird es bei vielen mit Weihnachtsschmuck, Plätzchen und Kerzenschein wohl besonders gemütlich in den Wohnzimmern. Und wie sieht es draußen aus?
Wie der hundertjährige Kalender bereits verrät, bleibt es bis zum ersten Advent hin eher recht mild. Ende November muss zwar morgens mit Frost gerechnet werden, am Nachmittag lässt sich aber die Sonne blicken. Doch sobald die Vorweihnachtszeit beginnt, schlägt auch das Wetter um: „Frost, trübes Wetter mit Regen, Kälte und Eis“ sind dann vorhergesagt – und das zumindest bis zum 10. Dezember, lautet die Prognose. Ob sich diese Vorhersage bestätigt, wird sich zeigen. In der Regel sind solch konkreten Langzeit-Prognosen aber eher unzuverlässig.
100-jähriger Kalender sagt Schneefall voraus: Weihnachtsfans können sich freuen
Sollte der hundertjährige Kalender jedoch Recht behalten und die Bauern-Vorhersagen eintreffen, ist in diesem Zeitraum besondere Vorsicht auf den Straßen angesagt – gerade dann, wenn zum Beispiel der Regen auf dem frostigen Boden gefriert und sich Blitzeis bildet.
Richtig freuen können sich Weihnachtsfans dann aber laut dem hundertjährigen Kalender vom 11. bis zum 18. Dezember. Denn dann soll laut der Prognose Schneefall einsetzen. Besonders auf den Weihnachtsmärkten könnte das dann für die gewünschte Winterwunderland-Stimmung sorgen.
Klare Wetter-Prognose des 100-jährigen Kalenders: Weihnachten 2023 wird kalt und ungemütlich
Doch dass der Schnee bis Heiligabend liegenbleibt, ist laut der Langzeit-Prognose wohl eher unwahrscheinlich. Wie der Bauern-Kalender prophezeit, soll es nämlich am 19. Dezember regnen. Anschließend, ab dem 20. Dezember, setzt dann „kaltes und ungemütliches Wetter bis zum Ende des Monats“ ein.
Ob das allerdings reicht, um Deutschland oder zumindest Teile davon an Weihnachten in diesem Jahr in ein weißes Gewand zu hüllen, bleibt fraglich. Auch welche Temperaturen es genau geben wird, lässt der Kalender offen. Für eine klare Prognose können dann auch die Wetter-Vorhersagen der Meteorologen weiterhelfen: Und diese gehen bisher von einem eher zu warmen Dezember aus.
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