Frost-Comeback

Wettermodell berechnet Märzwinter: Wann die Polarluft Deutschland fluten soll

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Frühlingshaft mild oder frostig frisch? Wie das Wetter im März wird, ist noch immer recht ungewiss. Zumindest eine Prognose deutet darauf hin, dass der Winter noch mal ein Comeback feiern könnte.

Mit dem März startet auch der Frühling – zumindest aus meteorologischer Sicht. Aber spielt das Wetter in Deutschland nun auch mit? Zumindest am ersten Tag des neuen Monats zeigte es sich eher von seiner trüben Seite. Ein Tiefdruckgebiet „treibt sein Unwesen“ und sorgt für nasskaltes Ekelwetter über Deutschland und Baden-Württemberg, wie Kathy Schrey Wetter-Expertin von „wetter.net“ berichtet.

Noch dazu hat sie für den frischen Monat eine neue Wetterprognose im Gepäck – und die hat es in sich. Polare Luftmassen könnten demnach schon bald nach Europa strömen – frostige Minusgrade sind nicht ausgeschlossen.

März startet mild und frühlingshaft – doch kommt dann der Winter zurück?

Zunächst aber können alle Frühlings-Fans aufatmen. Das erste März-Wochenende wird eher mild und frühlingshaft – ganz so, wie wir es schon aus dem Februar kennen. Der Wintermonat hatte bisher schon alle Rekorde geknackt. Frühlingsmonat März muss sich demnach anstrengen, um da mithalten zu können.

Am ersten Wochenende scheint er dies auch zu tun. Bis zu 17 Grad Celsius sind am Sonntag sogar möglich. Besonders frühlingshaft wird es in der Alpenregion, die unter Föhn-Einfluss steht. Aber auch im Raum Stuttgart klettert das Thermometer tagsüber ordentlich in die Höhe, wie Schrey erklärt. Dank Tiefdruckeinfluss muss aber auch hin und wieder mit Regen gerechnet werden.

Tagsüber mild, nachts frostig: Glatte Straßen und viel Nebel am ersten Märzwochenende zu erwarten

Nachts hingegen sacken die Temperaturen etwas ab. Gebietsweise muss laut Schrey sogar mit Bodenfrost gerechnet werden. Zusammen mit dichtem Nebel ergibt das eine gefährliche Situation für Autofahrer. Was bei Glätte beachtet werden muss, erklärt echo24.de bereits.

Die milde, aber eher trübe Wetterlage bliebt dann auch in der ersten Märzwoche weiter bestehen. Allerdings wird es nicht mehr ganz so warm. Maximal zwölf Grad sind zu erwarten. Doch hält der März sein Frühlingsversprechen – oder feiert der Winter doch noch ein Comeback? Das zumindest scheint laut einer Langzeitprognose des amerikanischen Wettermodells gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Wettermodell berechnet: Polare Luft schiebt sich nach Deutschland – Temperatursturz

Knackpunkt wird der 9. März sein. Für diesen Tag berechnet das Modell einen Kälteeinbruch in Deutschland, vor allem aber im Nordwesten bis zur Mitte des Landes. Laut Wetter-Expertin Schrey werden wir demnach „mit polaren Luftmassen geflutet.“ Minus sechs Grad im Erzgebirge sind dann möglich, aber auch das Flachland – rund um Heilbronn zum Beispiel – bleibt so nicht frostfrei.

Polare Luft könnte sich Mitte März nach Deutschland schieben - dann wird es frostig.

Was aber wäre ein Wintereinbruch ohne Schnee? Laut den Berechnungen des US-Wettermodells sind zumindest ein paar Zentimeter im Süden von Bayern möglich. Ansonsten bleibt es wohl eher trocken. Allerdings, so merkt Schrey an, handelt es sich bei den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eher um einen Ausreißer.

In der Ensembleprognose zeigt sie die visualisierten Temperaturkurven der verschiedenen Wettermodelle. Die amerikanische Temperaturkurve bricht dabei jedoch als einzige nach unten aus. „Aber die Berechnungen gibt es nun mal. Ausgeschlossen ist das Winter-Comeback somit nicht“, folgert die Wetter-Expertin.

Rubriklistenbild: © Screenshot „wetter.net“ / IMAGO / Collage echo24.de

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