Zu warm, zu trocken
Sommer-Start im März? Wettermodelle mit erster Frühlingsprognose 2025
VonMichaela Ebertschließen
Der Winter verabschiedet sich langsam in Baden-Württemberg. Doch statt Frühling deutet sich eher sommerliches Wetter an, wenn man die langfristigen Prognosen betrachtet.
Im Februar haben die meisten Menschen in Baden-Württemberg das nasskalte Winterwetter satt. Denn statt Schneegestöber und Winterwunderland bleibt es in vielen Regionen zumeist grau und trüb – und für echtes Winterfeeling einfach viel zu warm. Viele ersehnen sich deshalb bereits jetzt den Frühling oder gleich den Sommer herbei – und könnten schon im März überrascht werden. Wetterexperten enthüllen eine erste Prognose für den Frühling 2025.
Sommer statt Frühling? Wettermodell gibt Hitze-Prognose für 2025
Während sich das Winterwetter in Baden-Württemberg mit gefrierenden Sprühregen langsam verabschiedet, gibt Wetter-Experte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung einen Ausblick auf die kommenden Monate. Aus meteorologischer Sicht startet der Frühling bereits am 1. März 2025. Aus kalendarischer Sicht beginnt der Frühling am 20. März. Wie wird das Wetter in der Frühjahrszeit? Der hundertjährige Kalender hat für die Jahreszeit bereits eine erste Prognose verfasst.
Glaubt man jedoch den aktuellen Ausführungen des Wettermodells CFS, dann wird der Frühling auch in diesem Jahr wieder deutlich zu warm. Im Vergleich zum langjährigen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 liegt der Temperaturdurchschnitt zwei Grad über dem genannten Mittelwert.
Zu war, zu trocken: Hochsommerlicher Frühling in Baden-Württemberg möglich
Ein Blick auf die Niederschlagsprognose zeigt zudem: Von Regen oder gar Schnee gibt es kaum eine Spur. Besonders in Baden-Württemberg, das sich von der Mitte von Deutschland bis in den Süden erstreckt, soll es deutlich zu trocken werden. „Schwere bis außergewöhnliche Dürre im Gesamtboden zeigt sich insbesondere im nördlichen Baden-Württemberg“ – also rund um Heilbronn – weiß auch das Wetterportal Wetterprognose und Wettervorhersage.
Doch was mild und sonnig klingt und zu frühen Besuchen am Badesee einlädt, hat dramatische Folgen für die Natur. Denn gerade diese braucht den Regen in diesen Monaten, um in aller Fülle zu erblühen. Klima-Experten warnen deshalb schon jetzt vor den drastischen ökonomischen Folgen des sommerlichen Frühlingswetters ab März.
Über 25 Grad Celsius möglich: Frühling 2025 wohl deutlich zu warm
Trockene Frühlingsmonate erhöhen die Waldbrandgefahr massiv. Ausgetrocknete Böden sorgen für Frühjahrsdürre, erklärt auch Wetter-Experte Jung. Und ein Blick auf die CFS-Prognosen für April und Mai zeigt: Dominante Hochdruckgebiete könnten für beinah sommerliche Wetterverhältnisse sorgen – wenig Regen, viel Sonne und Wärme. Temperaturen über 25 Grad Celsius sind demzufolge nicht ausgeschlossen.
Allerdings sollte angemerkt werden, dass es sich bei den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bisher lediglich um Langfristprognosen handelt - wie das Wetter tatsächlich wird, kann oft erst wenige Tage im Voraus genau bestimmt werden.
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