Warnung vor „Kälte-Ei“

Gefährlicher Sprühregen zieht über Deutschland – wann plötzliches Blitzeis droht

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
    schließen

Nebelwolken in Deutschland drohen Schneeregen auf den gefrorenen Boden abzuwerfen. Die Folge sind Blitzeis und spiegelglatte Straßen. Autofahrer sollten aufpassen.

Die Wetterprognosen, die ein „Kälte-Ei“ ankündigen, das für gefährliche Glätte und plötzliche, stundenlange Schnee- und Regenfälle sorgt, scheinen sich zu bewahrheiten. Eine „maskierte Kaltfront“ in der Bundesrepublik macht sich am Mittwoch, 5. Februar in Deutschland breit. Sie wird deshalb so genannt, weil die Temperaturen im Nordwesten des Landes mit acht Grad noch recht mild sind. Aber sie bringt Niederschlag aus nordwestlicher Richtung mit, der eine hohe Gefahr birgt, erklärt Wetterexpertin Kathy Schrey von Wetter.net.

Warnung vor dem „Kälte-Ei“: Es droht Sprühregen mit gefährlicher Glatteisbildung

Wenn der Regen nämlich auf den teilweise gefrorenen Boden prallt, könnte es auf den Straßen „spiegelglatt“ werden. „Die Nebelschwaden sind am Mittwochmorgen wirklich ausladend. Vor allem innerhalb der Nebelwolken kann der Dauerfrost sich halten“ prognostiziert Wetterexpertin Schrey.

Auch der Deutscher Wetterdienst (DWD) warnt in den Frühstunden und am Vormittag von Eifel und Sauerland bis nach Ostwestfalen, Nordhessen und zum Harz vor gefrierenden Sprühregen mit Glatteisbildung.

Gefrierender Sprühregen angekündigt: Wann es welche Landesteile trifft

Ähnlich fies wie die „maskierte Kaltfront schleicht sich am Donnerstag ein Höhentief heran, welches Niederschlag produziert, der in Form von Schnee und Schneeregen auf die Erde nieder rieselt, erklärt Meteorologin Schrey. Der gefährliche gefrierende Sprühregen könnte also erneut Deutschland treffen. Vormittags droht in der Mitte und Westdeutschland, zum Abend hin in Ostdeutschland Glatteisgefahr, warnt der DWD.

Verkehrsteilnehmer könnten Mitte der Woche auf rutschige Straßen treffen.

An den Küsten der Bundesrepublik sind die Wolkenlücken größer, weswegen dort die Sonne am Donnerstag ausreichend Platz bekommt, sich zu präsentieren, so die Vorhersage von Wetter.net. Am Sonntag gibt es dann flächendeckend in der nördlichen Landeshälfte Deutschlands ordentlich Sonnenschein, nachdem sich die Nebelfelder verzogen haben, teilt Wettermoderatorin Schrey mit.

„Arctic Outbreak“ flutet Deutschland Mitte Februar mit frostigen Luftmassen

Doch die Ruhe hält nicht lange an. Mitte Februar droht ein astreiner „Arctic Outbreak“ über Deutschland hereinzubrechen. Ein Polarwirbel wird bei diesem Phänomen gesplittet und kann „ungewöhnliche Wetterereignisse“ hervorrufen, so der DWD. „Wir wären dann am 18. Februar von sibirischen kalten Luftmaßen geflutet“, sagt Meteorologin Kathy Schrey von Wetter.net. Während es am Tage Höchsttemperaturen im leichten bis mäßigen Frostbereich gebe, knallen die Werte in der Nach auf den 19. Februar in den strengen Frostbereich.

Rubriklistenbild: © Imago/Wolfgang Maria Weber

Mehr zum Thema